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Formel 1: Ferrari-Technik

— 07.01.2017

Dämpfer-Streit um Vettel-Team

Ferrari ist mit einem technischen Kniff von Mercedes und Red Bull nicht einverstanden. Die Formel 1 2017 hat ihren ersten Technik-Streit.

Es war DAS Thema zu Auftakt des neuen Jahres: Ferraris Anfrage zur Legalität eines hydraulischen Dämpfersystems, das Mercedes und Red Bull schon seit dem vergangenen Jahr verwenden. Ferrari-Chefdesigner Simone Resta hatte bei Renndirektor Charlie Whiting angefragt, inwieweit eine extreme Version dieses Mechanismus legal sei. Der hydraulische Dämpfer soll dafür sorgen, dass das Auto weniger stark über Bodenwellen und Kerbs springt und damit ruhiger liegt. So soll auch die Reifennutzung verbessert werden.
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Ferrari wollte nun wissen, ob Bewegungsenergie der Dämpfer so gespeichert werden darf, dass das dritte Aufhängungselement das Auto aerodynamisch perfekt positionieren kann. Whitings Antwort: nein! Das heißt aber nicht, dass Mercedes und Red Bull ihre Systeme nun ausbauen müssen. Der Mechanismus ist legal, solange keine Energie gespeichert wird, um das Auto aerodynamisch optimal auszurichten.

Ferrari will 2017 endlich wieder um den Titel mitfahren

Im Internet wird nun spekuliert, dass Ferrari mit einem angefragten Verbot der Aufhängungsvariante den Rückstand auf Red Bull und Mercedes verkürzen wollte. Das ist der Scuderia nur zum Teil gelungen: Red Bull darf den Anstellwinkel seines Autos nicht mehr via Dämpfer verändern und das System so „nicht zu 100 Prozent benutzen“, heißt es aus dem Team.

Die Interpretation aus Italien lautet indes anders. Demnach wollten die Techniker um Simone Resta ausloten, wie weit sie selbst mit dem System tatsächlich gehen können. Hintergrund: Die Ingenieure planen eine extrem aggressive Version der Aufhängung und erkunden deshalb die Grenzen des Erlaubten.

Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT plant Ferrari für das Modell mit der Nummer 668 zudem einen sogenannten S-Schacht, der Luft durch die Nase leitet und verhindert, dass der Luftstrom abreißt (siehe Zeichnung). Die neueste legale Version hatten 2016 u.a. Mercedes und Toro Rosso. Zudem wird die Position der Rückspiegel kritisch. Grund: Die Sicht wird wegen des niedrigeren Heckflügels eingeschränkt.

Und: Obwohl sich die maximale Breite der Karosserie erhöht, bleiben die Seitenkästen wohl so schmal wie in 2016. Hintergrund: Aufgrund der breiten Reifen ist der Luftstrom in diesem Bereich sowieso gestört, so dass sich eine Verbreiterung des Autos aus aerodynamischen Gründen nicht lohnt.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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