Die besten Bilder aus Suzuka

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Formel 1: Ferrari-Technik in Japan

— 08.10.2016

Ferrari nach Update zweite Kraft?

Ferrari präsentierte sich im Suzuka-Qualifying als erster Mercedes-Jäger. Möglich macht es auch ein neues Update-Paket. ABMS erklärt die Neuerungen.

Tut sich da etwa was im Kräftegleichgewicht der Formel 1? Schon bei seinem ersten Auftritt in Japan am Donnerstag hatte Sebastian Vettel davon gesprochen, „den Spieß in der Konstrukteurs-Wertung langsam wieder umdrehen“ zu wollen. Nicht wenige Beobachter hatten angesichts Red Bulls Sieg zuletzt in Sepang darüber nur müde gelächelt. In Suzuka landete Ferrari aber nicht nur im Training (wie schon in Malaysia), sondern auch im Qualifying vor Red Bull!
So lief das Qualifying in Suzuka: Rosberg holt Pole um 82 Zentimeter

Vettel fuhr im Japan-Quali hinter Räikkönen auf P4

„Das Auto war heute richtig gut“, schwärmte Vettel nach Platz vier im Zeittraining, direkt hinter Teamkollege Kimi Räikkönen. Dem Finnen attestierte er den „besseren Job“. Denn Vettel gab zu: „Ich habe die letzte Schikane ein bisschen verpatzt.“ Vor allem überwog aber die Freude darüber, dass Ferrari auf einer schnelle Runde am Samstag zweite Kraft war. Und man damit „auf einer Strecke, von der viele Leute gesagt haben, dass wir hier keine Chance haben, vor beiden Red Bulls steht.“

Der Grund: „Wir haben die Balance zusammengebracht und einige neue Teile, die dieses Wochenende gut funktionieren.“ Bereits in Sepang hatte Ferrari sein neustens Update-Paket getestet.

Dabei kehrte bei alter Bekannter zurück: Der sogenannte Bat-Wing, auf deutsch 'Fledermausflügel' (siehe Zeichnung oben, grüner Pfeil). Bereits Ende 2015 hatte die Scuderia eine vergleichbare Konstruktion am vorderen Chassis-Ende eingesetzt, wegen Änderungen an der Front des Autos für 2016 bisher jedoch auf sie verzichten müssen. Mercedes fährt bereits seit 2014 mit einem Bat-Wing und der neuerliche Anlauf Ferraris scheint dem der Silberpfeile durchaus ähnlich.

Die Konstruktion erhöht die Balance und Aerodynamik des Autos deutlich. Dafür hat Ferrari nun extra auch die aus mehreren Elementen bestehenden Barge-Boards angepasst (s. Zeichnung oben).

Unter der Lupe: Ferrari arbeitet weiter am Chassis

Eine zusätzliche Änderung am Chassis, im Heckbereich von Sebastian Vettels Dienstwagen, soll die Performance auf den Geraden erhöhen. Dafür verzichtet Ferrari sogar auf etwas Kühlung. Diese Spezifikation wurde erstmals in Kanada eingeführt, um den Speed-Nachteil im schnellen letzten Sektor dort auszugleichen.

Vettel könnte das am Sonntag helfen, denn er muss trotz Ferraris guter Quali-Leistung von hinten attackieren. Nach der Strafe für seinen Startcrash mit Nico Rosberg in Malaysia geht es für den Heppenheimer in der Startaufstellung auf Platz sieben zurück. „Ich bin trotzdem noch voll im Kampf und nicht zu weit hinten“, war Vettel nach einem „positiven Tag“ in Suzuka überzeugt, weiterhin alle Chancen in der Hand zu halten.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Paolo Filisetti / Picture-Alliance

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