Die besten Bilder aus Budapest

Die besten Bilder aus Budapest Die besten Bilder aus Budapest Die besten Bilder aus Budapest

Formel 1: Ferrari-Techniker Clear

— 22.07.2016

Vettel wie Schumi bei Mercedes

Ferrari-Chefingenieur Jock Clear gibt zu, dass Vettel unter der fehlenden Performance seines Autos leidet. Allein: Die Probleme werden nicht weniger.

Mit seiner Ferrari-Verteidigungsrede hat Ex-Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel bereits am Donnerstag für Unruhe im Fahrerlager gesorgt. Der Ferrari-Star beschuldigte dabei die Journalisten, dass sie mit ihrer stets negativen Berichterstattung den Druck auf Ferrari künstlich erhöhen würden. Aussagen, die im Fahrerlager für Kopfschütteln sorgten - die aber auch zeigen, wie emotional Vettel bei der Sache ist.
Vettel kritisiert Kritiker: Journalisten Schuld an Ferrari-Krise

Ferraris Chefingenieur Jock Clear sprach Klartext

Jetzt gibt auch sein Chefingenieur Jock Clear zu: „Jeder Rennfahrer hat die Leidenschaft, zu gewinnen. Sebastian ist nichts anderes gewohnt. Natürlich tut es ihm weh, im Moment nicht Kopf an Kopf mit Lewis und Nico fahren zu können. Aber ich habe mit ihm gesprochen und er liebt auch den Kampf. Er sagt: 'So lange wir am Sonntag einen Kampf ausfechten können...'. Selbst, wenn es nur gegen Red Bull ist - er liebt es einfach, Rennen zu Fahren. Das ist ein bisschen wie mit Michael (Schumacher), als er zurück und zu Mercedes kam. Er glaubt an uns, wir glauben an ihn.“

Clear kann das beurteilen. Er war 2011 und 2012 Schumachers Performance-Ingenieur bei Mercedes. Fakt ist aber auch: Sebastian Vettel mit Michael Schumacher zu vergleichen ist an sich eine Ehre. Doch bei Mercedes konnte der Rekordweltmeister trotz seiner Erfahrung keine Erfolge mehr feiern.

Dritte Kraft: Ferrari droht, hinter Red Bull zu fallen

Immerhin: Ferrari hat jetzt den geografischen Vorteil für sich entdeckt, den sie eigentlich schon seit Beginn der Hybridära 2014 haben. „Niemand hat eine engere Bindung zu seiner Motorenschmiede als wir. Nicht einmal Mercedes, weil die ihre nicht am gleichen Ort haben“, erklärte Clear auf Nachfrage von AUTO BILD MOTORSPORT. „Diese dichte Vernetzung zwischen Motor- und Chassis-Abteilung ist eine Stärke, auf die wir weiter aufbauen und aus der wir das Meiste machen müssen.“

Diese Stärke sei besonders gewinnbringend, „weil die Integration von Motor und Chassis bei den Hybridmotoren wichtiger ist als je zuvor“, glaubt Clear. Allein: Auch heute war Ferrari erneut nur dritte Kraft. Vettel hatte auf Platz drei sieben Zehntelsekunden Rückstand auf Nico Rosberg.
Kolumne aus dem Fahrerlager: Der unterbezahlte Herr Vettel

Frust bei Vettel: Der Deutsche ist unzufrieden

Weitere schlechte Nachrichten gab es an der Technikfront: Wie Auto Motor und Sport berichtet, ging beim Test in Silverstone am Ferrari ein Turbolader kaputt. Dabei handelt es sich um die neue Version, die erst in Kanada eingeführt wurde. Der Schaden war offenbar so groß, dass Trümmer die Sicherheitsabdeckung durchschlugen, die nun verstärkt werden musste. Konkret heißt das: zwei Kilogramm mehr Gewicht an ungünstiger Stelle.

Sollte Ferrari für dieses Wochenende auch noch die Turbolader auswechseln, wären Vettel und Räikkönen bereits beim vierten von fünf erlaubten Turbolader angelangt. Dazu kommt: Auch beim Getriebe musste die Scuderia nachrüsten. Wie ABMS bereits exklusiv berichtete, waren einige Innereien zu schwach ausgelegt.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.