Die besten Bilder aus Suzuka

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Formel 1: Ferrari verpasst Podium

— 09.10.2016

Vettel verteidigt Strategiewahl

Hat die Strategie Sebastian Vettel das Podium in Suzuka gekostet? Für den Deutschen waren eher die blauen Flaggen und seine Startplatzstrafe schuld.

Immerhin: Das Schicksal von der Fahrerparade blieb Sebastian Vettel im Rennen von Suzuka erspart. Bei der Vorstellung der Piloten vor dem Grand Prix blieb der Deutsche mit seinem Ferrari-Oldtimer nämlich liegen, musste von Ex-Teamkollege Daniel Ricciardo zurück zur Box mitgenommen werden. Im aktuellen F1-Modell der Scuderia war Vettel dann aber vom Start weg schnell unterwegs, heftete sich an die Führenden Nico Rosberg und Max Verstappen und lag nach starken Überholmanövern gegen Daniel Ricciardo und Sergio Perez lange auf Podiumskurs.

Ein Undercut von Lewis Hamilton beim letzten Boxenstopp kostete Vettel jedoch einen verdienten Pokal und beendete nach sieben Jahren als Dauergast auf dem Suzuka-Podium den Lauf des Deutschen beim Japan GP.
So lief der Japan GP: Rosberg siegt, Mercedes feiert

Lustige Szene: Ricciardo nimmt 'Anhalter' Vettel mit

Den Grund dafür machte Vettel anschließend mehr an den blauen Flaggen als an der Ferrari-Strategie fest. „Ich hatte heute das Gefühl, dass das Timing mit den Überrundungen sehr unglücklich war. Es ist ärgerlich, denn ich bin immer in den Kurven auf die Autos vor mir aufgelaufen, wo es dann natürlich schwer ist, aus dem Weg zu fahren“, erklärte Vettel. Im Eifer des Gefechts hatte der Deutsche am Funk darüber wiederholt geschimpft wie ein Rohrspatz.

Später stellte er fest: „Vielleicht hat es mit Lewis am Ende nicht viel Unterschied gemacht, wenn man sich die Lücke ansieht, die er zum Schluss noch rausfahren konnte. Die war überraschend groß.“ Aber Vettel wusste auch: „Die Überrundungen haben uns davor definitiv die Position auf der Strecke gegen ihn gekostet.“ Der Heppenheimer rechnete vor: „Ich habe vor meinem Stopp mindestens zwei Sekunden im Verkehr verloren, während Lewis die Autos immer auf den Geraden überholen konnte.“

Nach dem Start lagen beide Ferraris noch vor Hamilton

Mit einem früheren Reifenstopp konnte Hamilton dann Druck auf Vettel ausüben und der Plan ging auf: Als Vettel nach seinem letzten Stopp auf die Strecke zurückkam, war der Mercedes vor ihm. Zudem zog Ferrari für den Schlussspurt die weichen Reifen auf. Ein Fehler? Vettel räumt ein: „Wir haben viel Risiko genommen. Die weichen Reifen haben sich zuerst gut angefühlt, dann aber auch schnell abgebaut.“

Trotzdem verteidigt der Deutsche die Strategiewahl, stellt sich vor sein Team: „Im Nachhinein ist es immer einfach. In dem Moment war ich völlig einverstanden damit, wie glaube ich alle am Kommandostand. Wir dachten, es könnte aufgehen. Leider hat es nicht funktioniert.“ In gewisser Weise wurde Ferrari auch Opfer der eigenen starken Performance. „Denn der Speed war grundsätzlich da, auch für Platz zwei“, meinte Vettel nach dem Grand Prix. Die aggressive Strategie im letzten Stint war dann aber doch etwas zu viel des Guten...

Rang vier in Japan: Doch Vettel sieht auch viel Positives

Insgesamt zog Vettel trotzdem ein positives Fazit: „Wir konnten hier einen Schritt nach vorne machen, haben uns wohlgefühlt im Auto und neue Sachen probiert, die gut funktioniert haben. Ideal war das Wochenende aber auch deshalb nicht, weil wir die Platzierung in der zweiten Reihe gestern durch Strafen verloren haben.“ Vettel musste für seinen Startcrash in Sepang drei Plätze zurück, Teamkollege Räikkönen nach Getriebewechsel gleich fünf Ränge. Der Finne wurde in Suzuka am Ende hinter Vettel Fünfter.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Twitter

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