Sebastian Vettel: Seine Karriere in Bildern

Formel 1: Ferrari vor Silverstone

Vettel stapelt tief

Sebastian Vettel will den Mund vor dem Rennen in Silverstone nicht zu voll nehmen - in der Vergangenheit lag der Kurs seinem Ferrari nicht unbedingt.
Sebastian Vettel (jetzt 31) bedankte sich brav für die Geburtstagswünsche. Am Dienstag wurde er ein Jahr älter, feierte in kleinem Kreis mit der Familie. Im vergangenen Jahr, zum runden 30er, hatte er auf seinem Schweizer Anwesen in der Nähe des Bodensees noch eine größere Party gegeben. Unter anderem waren damals sein Mentor von Red Bull, Helmut Marko, geladen und sein "Nachbar" in der Schweiz, Mercedes Motorsportchef Toto Wolff. Was damals sogleich zu Spekulationen geführt hatte.
Für eine große Sause wäre jetzt auch gar keine Zeit gewesen. Denn drei Formel-1-Rennen hintereinander beschränken auch bei den Piloten das eh schon enge Zeitbudget extrem.

Zuletzt in Spielberg wurde Sebastian Vettel Dritter

Für das Rennen in Silverstone macht der Deutsche, der beim Großen Preis von Österreich mit seinem dritten Platz wieder die WM-Führung übernommen hat, auf Pessimismus. Aber gewollt. "In den letzten Jahren war die Strecke in Silverstone nicht gerade unsere beste, deshalb stapel ich lieber tief. Mercedes ist hier Favorit, aber wir haben viel gearbeitet und ich hoffe, dass wir jetzt etwas besser aussehen. Silverstone ist speziell, aber es gibt in diesem Jahr einen neuen Asphalt. Mal sehen, wie der sich auf die Leistungsfähigkeit auswirkt."
Dass Pirelli zum dritten Mal in dieser Saison mit den dünneren Sicherheitsreifen kommt, beunruhigt Vettel dagegen nicht - obwohl bei den beiden Rennen in Spanien und Frankreich Mercedes mit diesen speziellen Reifen, die das gefürchtete Blistering verhindern sollen, überlegen war. "Nein", sagt Vettel, "wir hatten schon nach dem Rennen in Barcelona daraus gelernt. Das sollte kein Problem sein. Ob die auch für Sonntag erwartete Hitze helfen könnte? "Vielleicht", so Vettel, "aber Voraussagen sind schwer hier."

Gut drauf: Vettel steht der Presse Rede und Antwort

Was er aber im Gegensatz zu 2017 besser findet, ist sein roter Renner. Vettel: "2017 war unser Auto besonders am Anfang der Saison stark, am Ende waren wir aber nicht mehr in der Lage mit Mercedes mitzuhalten. Mit unserem diesjährigen Auto sollte das anders sein. Denn es hat viel mehr Entwicklungspotential."
Nur einmal verdrehte er bei seiner Presserunde die Augen. Auf die Frage eines Kollegen, ob es ein Vorteil wäre, dass England bei der Fußball-WM noch dabei wäre und Deutschland nicht. Weil Lewis Hamilton voll im Fußballfieber sei und unbedingt das Viertelfinale am Samstag schauen wolle. Das findet direkt nach dem Qualifying statt. Vettel diesmal humorlos: "Es wäre nur ein Vorteil, wenn Lewis am Samstag nach Russland fliegt. Was er aber nicht tun wird. Deshalb kann ich diese Frage wirklich nicht ernsthaft beantworten."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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