Die besten Bilder aus Australien

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Formel 1: Ferrari vs. Mercedes

— 22.03.2016

Hat Vettel eine Chance?

Das WM-Duell 2016 wird lauten: Ferrari gegen Mercedes. Oder sind die Roten gar nicht so nah an Silber dran, wie der Auftakt suggeriert? ABMS analysiert.

Die Stimmung bei Mercedes war ausgelassen nach dem Großen Preis von Australien. Keine Spur von großer Erleichterung, dass man Ferrari dank der roten Flagge doch noch hatte einholen können. Die Mannen in Silber schienen sich ihrer Sache sehr sicher.
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Faire Gratulation: Vettel und Australien-Sieger Rosberg

Als sich AUTO BILD MOTORSPORT bei Technikchef Paddy Lowe und Motorenboss Andy Cowell nach dem GP von Australien für die Spannung bedankte, für die Mercedes durch den verpatzten Start zumindest am Anfang des Rennens gesorgt hat, lachten sich die beiden schlapp.

Wenig später scherzte Cowell mit Motorsportchef Toto Wolff, der neuerdings Brillenträger ist: "Toto, Du siehst mit der Brille viel intellektueller aus." Wolff schmunzelte zurück: "Ja, meine ist aber echt. Keine Modebrille wie bei Lewis."

Fahrer- und Teamnoten Australien GP

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Die lockere Stimmung der Mercedes-Protagonisten passt denn auch gar nicht zu den Warnungen, die Formel-1-Chef Niki Lauda zum besten gibt: "Ferrari ist dran. Zwei Zehntel Rückstand sind nichts. Es war wirklich hart heute. Ich weiß, wir wollten ja alle Wettbewerb, aber das heute war zu viel Konkurrenz für uns. Ohne den Zwischenfall wäre das echt schwierig geworden."
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Was Lauda damit unbedingt an den Mann und die Frau bringen will: Die WM ist völlig offen, Ferrari ist so gut auf Augenhöhe mit Mercedes. Die Spannung ist damit garantiert.

Wenn Mercedes Gas gibt, wird es für Ferrari schwer

Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT sieht die Wahrheit etwas anders aus. Wenn Mercedes will, ist Ferrari auch in diesem Jahr keine ernsthafte Konkurrenz. Der Rückstand ist immer noch zu groß. Er variiert durch Wetterbedingungen und Reifenmischung immer noch zwischen fünf Zehnteln und einer Sekunde pro Runde.

Bester Beweis: Als Vettel nach dem Neustart mit Supersoft-Reifen einen Vorsprung herausfahren wollte, kam er nicht weiter weg von Rosberg als zwei Sekunden. Und das, obwohl der Silberpfeil-Pilot mit Medium-Schlappen fuhr, die mindestens eine Sekunde langsamer sein sollten - pro Runde!

Pressestimmen Australien GP

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"Mercedes versucht die Überlegenheit zu verstecken", urteilte Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT in Australien. "Wenn die wollen, dann überrunden sie das ganze Feld."
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Rosberg, der stets abgelenkte Hamilton und Vettel...

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve analysiert: "Ferrari muss am Anschlag fahren, um mit Mercedes einigermaßen mithalten zu können. Da passieren auch schneller Fehler." In Melbourne brannte bei Kimi Räikkönen die Airbox ab (offenbar der Turbo!) und Sebastian Vettel drehte sich bei seiner Aufholjagd auf Lewis Hamilton fast von der Strecke.

Was auffiel: Der Deutsche kam mit neuen Reifen zwar ran an den Briten - doch der ließ nicht eine Attacke zu. Vettel grübelt: "Die drehen einfach am Power-Rad, und dann sind sie weg."

Girls beim Australien GP 2016

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Für Ferrari spricht: In den Kurven sind die Roten offenbar an Mercedes dran. Vettel: "Da können wir mit ihnen mithalten." Und mag die Beschleunigung des Silberpfeils auch außerirdisch sein, der Topspeed ist es nicht. Im Rennen war Ferrari am Ende der Geraden nur ein Km/h langsamer als Mercedes. Und: Bei extremen Wetterbedingungen, am Start und im Verkehr zeigt der Sieger des Auftaktrennens Schwächen.

Vettel bleibt deshalb Optimist: "In Bahrain sind wir noch näher dran. Wir werden nicht aufgeben."

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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