Die besten Bilder aus Spa

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Formel 1: Ferrari vs. Red Bull

— 28.08.2016

Verstappens Manöver "gefährlich"

Heftige Kritik an Max Verstappen nach seinen Manövern gegen Ferrari in Spa: Kimi Räikkönen findet es lächerlich, Niki Lauda rät sogar zur Psychiatrie.

From hero to Zero: Null Punkte für Max Verstappen bei seinem Heimspiel in Spa. Eine regelrechte 'Max-Mania' hatte der 18-jährige Shootingstar von Red Bull in Belgien entfacht, die Massen kamen am Wochenende vor allem seinetwegen. Am Ende zogen sie enttäuscht ab, denn Verstappen verpasste als Elfter die Punkteränge und musste sich obendrein noch scharfe Kritik gefallen lassen.
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Red Bull vs. Ferrari: Schon am Start krachte es

"Man sollte ihm jetzt mal sagen, dass einige Aktionen unangebracht sind", schimpfte Sebastian Vettel, der am Start gemeinsam mit Teamkollege Kimi Räikkönen mit Verstappen aneinander geriet. Der Holländer war auf den ersten Metern schlecht weggekommen, versuchte das mit einem späten Manöver auf der Innenseite wieder gutzumachen. Vettel zog von außen rein, Räikkönen wurde eingeklemmt und es krachte. "Ich habe Kimi gesehen, nicht aber, dass Max noch neben ihm ist", rechtfertigte sich Vettel.

Während der Deutsche umgedreht wurde und weit zurückfiel, mussten Verstappen und Räikkönen an die Box, um die Frontpartie zu wechseln. Später im Rennen trafen sie wieder aufeinander, was erneut die Gemüter erhitzte: "Das ist verdammt lächerlich", fluchte Räikkönen am Funk, nachdem Verstappen ihn bei einem Überholversuch mit DRS blockte. "Ich habe sicher kein Problem mit hartem Racing. Aber wenn ich auf der Geraden bremsen muss, um meinem Gegner nicht draufzufahren, dann ist etwas ganz offensichtlich nicht korrekt", ärgerte der Finne sich später. "Das hatte ich noch mit keinem anderen Fahrer. Es hätte böse enden können und früher oder später wird es das auch."

Räikkönen machte keinen Hehl aus seinem Ärger

Verstappen hingegen zeigte sich von der Kritik Räikkönens unbeeindruckt. "Die Ferraris sollen aufhören zu jammern. Wenn sie in der ersten Runde mein Rennen zerstören, dann zerstöre ich eben auch ihres." Der 18-Jährige knallhart über die Kritik: "Es ist alles eine große Lüge. Ihnen hätte klar sein sollen, dass ich meine Position nicht hergebe. Ich verteidige mich und wenn jemandem das nicht gefällt, ist es seine Sache."

Die Schuld für den Crash am Start sah Verstappen bei Vettel. "Er war außen und lenkt ein, obwohl innen zwei Autos sind. Das kann nicht gutgehen." 

Während die meisten Experten im Fahrerlager den Start als Rennzwischenfall bewerteten, stieß vor allem Verstappens hartes Abwehrverhalten nur bei den wenigsten auf Gegenliebe. "Seine Verteidigungsmanöver sind viel zu spät. Er muss aufhören damit. Das war schon in Ungarn gegen Kimi so", sagte beispielsweise Ex-Pilot Martin Brundle zu ABMS. "Wenn er so weitermacht, wird bald jemand durch die Luft fliegen. Diese Fahrweise ist gefährlich."

Räikkönen kostete der Start-Crash in Spa eine Menge

Für den Briten stand fest, dass der Youngster am Sonntag übermotiviert zu Werke ging. Brundle: "Bei all diesen Fans war der Druck wohl zu hoch." Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve glaubt indes: "Die erste Kurve war Unerfahrenheit. Max hätte innen nie so reinstechen dürfen und hat damit auch den Crash zwischen Vettel und Räikkönen verursacht." 

Noch härter bewertet der Kanadier im Gespräch mit ABMS die weiteren Aktionen im Rennen: "Das war einfach nur noch lächerlich, vor allem aber gefährlich. Man lässt ihm aber alles durchgehen, denn die Formel 1 hat mit ihm ihren neuen Superstar."

Das Duell gipfelte vor Verstappens holländischen Fans

Und was sagt die Konkurrenz von Mercedes zum Ärger zwischen Red Bull und Ferrari? "Ich finde seine ungestüme Art erfrischend", erklärte Sportchef Toto Wolff. "Er erinnert mich an die ganz Großen wie Senna und Lewis - die hatten auch keine Angst, keinen Respekt. Außerdem hat die FIA ihn noch nicht bestraft. Er hat nur eine harte Zeit in den Fahrerbesprechungen", verriet der Österreicher: "Ich habe aber Angst, dass es irgendwann in der Mauer endet." Landsmann Niki Lauda war bei seiner Wortwahl wie gewohnt weniger zimperlich. Er würde Verstappen am liebsten "in die Psychiatrie" stecken, ließ der F1-Aufsichtsrat von Mercedes die Fans mit Blick auf die Manöver am Sonntag wissen.

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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