Formel 1: Die besten Bilder aus Bahrain

Formel 1: Ferraris neue Stärke

— 13.04.2017

"Rory Byrne ist der Schlüssel!"

Ferrari im Aufwind: Die Scuderia kämpft 2017 mit Mercedes um den Titel. ABMS hat sich vor dem Bahrain GP auf Ursachenforschung im Fahrerlager begeben.

Sebastian Vettel (29) schert es noch am wenigsten, dass Ferrari auch in Bahrain das Schweigen fortsetzt. Obwohl der Heppenheimer nicht in der offiziellen PK der FIA eingeladen war, hielt es Ferrari nicht für nötig, eine eigene Presserunde mit ihrem Heilsbringer anzusetzen. Nur Sky Deutschland erhielt ein Zehn-Minuten-Interview, das für Sonntag als Vorberichterstattung zum Rennen eingeplant wird. Ansonsten drehte Ferrari ein eigenes Video mit Vettel und seinem Renningenieur, das die Italiener selbst ins Netz stellen, mit dem Hinweis an alle Fernsehsender: "Das könnt Ihr dann benutzen."

Hamilton muss Vettel dieses Jahr wieder fürchten

Als AUTO BILD MOTORSPORT den Heppenheimer im Fahrerlager zufällig traf, musste er lachen und - natürlich - redete er auch, nachdem er sich erst mal über den Fünftages-Bart gestrichen hatte. Vettel erkundigte sich nach dem Befinden seines besten Rennfahrerfreundes Pascal Wehrlein und hielt eine brandneue schwarze Kladde in der Hand, mit der er gleich zu einem Ingenieursmeeting gehen wollte. Er musste grinsen und widersprach nicht, als ABMS unterstellte: "Das Buch sieht in dieser Saison aber irgendwie leerer aus."

Hintergrund: Der Ferrari in dieser Saison ist einfach zu gut, um Kritikpunkte zu notieren. Nach zwei Rennen ist jetzt klar: Mit Vettel und Ferrari haben Mercedes und Lewis Hamilton nach drei Jahren der einsamen Vorausfahrerei endlich Gegner auf Augenhöhe gefunden. Das weiß auch Hamilton selbst. Für Vettel deutlich hörbar hatte der Brite Mercedes-Chefdesigner Aldo Costa kurz vor der Siegerehrung in China zugeraunt: "Es ist so knapp. Wir dürfen uns noch nicht einmal mehr die kleinsten Fehler leisten, sonst gewinnt Ferrari."

Doch wieso ist das so? Was hat Ferrari richtig und was hat Mercedes falsch gemacht? Haas-Teamchef Günther Steiner zu ABMS: "Das liegt nicht nur am Auto oder am Motor. Sondern an allem zusammen. Ferrari hat früh in der letzten Saison angefangen, das Auto für nächstes Jahr zu entwickeln und wusste genau, wo sie ansetzen mussten. Sie haben sich extrem weiterentwickelt, während Mercedes stagnierte." Steiner, der durch die Haas-Partnerschaft mit Ferrari einen tiefen Einblick ins Innenleben der Scuderia hat, weiter: "Mattia Binotto (Ferraris Technikchef, d Red.) ist ein sehr, sehr guter technischer Manager, der von Anfang an einen konsequenten Plan hatte und jedes Puzzleteil passend zum Gesamtbild machte. Solche Leute braucht man, um Erfolg zu haben."

Ein Bild aus alten Tagen: Rory Byrne bei der Arbeit

Ex-Formel-1-Fahrer Marc Surer sieht das Mitwirken von Ex-Designer Rory Byrne als Schlüssel zum Erfolg an. Der Sky-Experte zu ABMS: "Alleine die innovativen Seitenkästen sind eine typische Byrne-Nummer. Dazu kommt: In diesem Jahr ist es für die Fahrer viel einfacher, den Ferrari ins optimale Reifenfenster zu bekommen. Das ist auch typisch für Byrne-Autos. Besonders extrem ist das bei Sebastian zu beobachten, der sich sichtlich wohl fühlt mit dem neuen Auto - sonst wäre ihm ein so geniales Überholmanöver gegen Kimi Räikkönen wie in China kaum gelungen."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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