Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

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Formel 1: Ferraris Super-Freitag

— 28.04.2017

Vettel: Mercedes stapelt tief

Sebastian Vettel und Ferrari dominieren den Freitag in Russland. Doch der Deutsche warnt davor, Mercedes abzuschreiben. Lewis Hamilton widerspricht.

Beim Blick auf den Zeitenmonitor schluckte Toto Wolff erstmal trocken durch. „Das bedeutet eine Menge Arbeit für uns“, sagte der Mercedes-Sportchef nach dem ersten Trainingstag zum Russland GP in Sotschi. Überraschend groß war der Vorsprung von Ferrari-Star Sebastian Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen auf die Silberpfeil-Piloten. Mehr als eine halbe Sekunde fehlten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton. „Ferrari war in dieser Session extrem schnell, sowohl auf eine Runde als auch auf dem Longrun“, räumte Wolff ein.

Vettel glaubt nicht, dass Mercedes jetzt nachlässt

Doch warum wirkt der Silberpfeil in Sotschi nicht mehr so dominant wie in den Vorjahren? Diese Frage beschäftigt auch Wolff. Die Antwort des Österreichers: „Dieses Jahr ist alles neu: Das Auto, die Downforce, die Reifen. Das hat man heute eben gesehen.“

So gar nicht glauben mag die Mär vom plötzlich erlahmten Mercedes allerdings Sebastian Vettel. Der Deutsche traut dem Braten nicht und glaubt, dass die Silberpfeile tiefstapeln. „Gerade auf dieser Strecke gibt es viele Dinge, die man zeigen kann - oder eben nicht. Es gibt viele Spielereien mit dem Sprit, dem Motor, den Einstellungen“, erklärte Vettel und fügte in Bezug auf Mercedes hinzu: „Man muss sich bestimmt keine Sorgen um sie machen. Sie werden morgen stark sein, die Strecke liegt ihnen.“
So lief der Freitag in Sotschi: Vettel Schnellster

Darüber, dass Ferrari nach dem dominanten Auftritt am Freitag nun Favorit sei, konnte Vettel nur lachen: „Ich erinnere mich an letztes Jahr. Da war nach dem Freitag auf einmal Williams Favorit. Und am Wochenende war Mercedes dann wieder klar vorne.“ Lewis Hamilton widersprach Vettel am Freitag allerdings deutlich: „Wir haben im Training noch nie tiefgestapelt, weil es überhaupt keinen Sinn macht. Ferrari hat es die letzten Jahre zwar mal probiert, aber es bringt einem null Vorteil, weil man am Freitag einfach versucht, die bestmögliche Balance des Autos zu finden“, versicherte der Brite.

Ferrari erzielte gleich in beiden Trainings die Beszteit

Allein: Für Vettel ändern Hamiltons Bekundungen wenig. Der Deutsche will sich ohnehin lieber auf die eigene Performance konzentrieren. „Wir haben uns über die Session gesteigert, das war wichtig. Alles in allem hat es sich heute schon gut angefühlt, aber ich glaube wir können uns noch verbessern“, meinte Vettel.

Dabei war der Tag für den Heppenheimer mit einem Dreher im ersten Training alles andere als ideal losgegangen. Nach seiner Super-Zeit am Nachmittag konnte Vettel über diesen kleinen Fehler aber schon wieder lachen: „Am Anfang habe ich heute kurz in die falsche Richtung geguckt, dann aber doch in die richtige Spur gefunden.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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