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Formel 1: Die besten Bilder aus Hockenheim

Formel 1: Ferraris Wunderwaffe

Mercedes hinterfragt Ferraris Speed

Mercedes rätselt darüber, wie Ferrari im Motorbereich zulegen konnte – und den Silberpfeilen inzwischen einen Schritt voraus sein ist.
Die Geschichte ist so alt wie die Saison. Ferrari hat Mercedes beim Motor eingeholt, wenn nicht sogar überholt. Den Grund dafür kann man im Lager der Silberpfeile nicht nachvollziehen. Schon zu Beginn der Saison kamen deshalb Gerüchte über eine Batterieschaltung am Rand der Legalität auf. Doch die Regelhüter der FIA verbaten Mercedes in Monaco den Mund. Rennleiter Charlie Whiting und FIA-Präsident Jean Todt sprachen von „haltlosen Anschuldigungen“.
In Hockenheim kam das Thema wieder auf den Tisch. Offenbar hat Ferrari seit Kanada (da kam die neue Ausbaustufe) und vor allem seit Spielberg (durch eine neue Software?) dramatisch an PS zugelegt. Von mehr als 30 zusätzlichen Pferden ist die Rede – bei normaler Weiterentwicklung eines Motors eigentlich kaum möglich.
„Wir haben allein auf den Geraden fünf Zehntelsekunden pro Runde verloren“, rechnet Mercedes-Sportchef Toto Wolff nach dem Qualifying vor. Dagegen spricht: Bei den Geschwindigkeitsmessungen liegt Ferrari nie uneinholbar vorne, mal führt sogar Valtteri Bottas die Wertung der „Maximum Speeds“ an, mal Sergio Perez – ebenfalls mit einem Mercedes-Motor im Heck seines Force India.

Toto Wolff rätselt über Ferraris Speed

Toto Wolff konstatiert trotzdem: „Ferrari hat einen tollen Motor. Was sie da auf den Geraden zeigen, da können wir gegenwärtig nicht mithalten. Wir müssen uns das anschauen und besser werden.“
Offenbar haben GPS-Messungen ergeben, dass Ferrari noch einmal im Speed zulegt, wenn die Beschleunigungskurve bei Mercedes, Renault und Honda schon abflacht. Das Problem: Mehr als 163 PS Zusatzschub sind aus der Batterie aber nicht erlaubt. 
Trotzdem will der Wiener das Wort „illegal“ nicht in den Mund nehmen: „Wir stellen uns nicht die Frage, ob der Ferrari-Motor illegal ist. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere Hersteller. Wir fragen uns vielmehr: Wie können wir selber etwas besser machen? Wir fragen uns: Haben wir etwas übersehen? Holen wir nicht alles aus dem Motor heraus? Wir haben heute eine Warnung erhalten. Wenn unsere Rivalen mehr Leistung aus einem Motor holen, dann müssen wir das auch können.“
Letzten Gerüchten zufolge holt Ferrari die zusätzliche Energie aus Ferraris Turbolader. Der sei so gut, dass die MGU-H viel schneller zusätzliche Energie in den Antrieb speisen kann, ohne dass sie ständig das Turboloch füllen muss. Das wäre legal.
Nachteil Mercedes: Die Stuttgarter sollen für 2018 wegen des längeren Lebenszyklus einer Antriebseinheit von Aluminium- auf Stahlkolben zurückgewechselt haben. Das macht den Motor weniger effizient.

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Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-alliance

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