Red Bull

Formel 1 - FIA: Noch mehr Technik-Probleme

— 18.03.2014

Flowgate nur eine Panne von vielen

Mit dem Ricciardo-Ausschluss beim Auftakt hat sich die FIA nicht mit Ruhm bekleckert - doch scheinbar reichen die Technik-Probleme beim Weltverband noch viel weiter.

Es ist soweit. Der Fall hat seinen Namen: FLOWGATE! Die Formel-1-Welt diskutiert weiter über die Disqualifikation von Daniel Ricciardo beim Großen Preis von Australien. AUTO BILD MOTORSPORT weiß: Red Bull ist sich vollkommen sicher, zu keiner Zeit mehr als 100 Kilogramm Benzin pro Stunde in die Brennräume des V6-Turbos injiziert zu haben. Chefingenieur Paul Monaghan hat die Daten bereits aufbereitet. Red Bull wird definitiv in Berufung gehen.

Einziger Fehler: Ungehorsam

Das einzige Vergehen, dessen sich das Vettel-Team schuldig gemacht hat: Sie haben während des Rennens Anweisungen der FIA nicht befolgt. Demnach hätten sie den Benzinfluss auf 96 kg/h runterdrehen müssen. Doch Red Bull stellte sich die Frage, warum sie für die Probleme des Automobilweltverbandes bezahlen sollen. Denn der defekte Benzinfluss-Sensor gehört zum Hoheitsgebiet der FIA.

Ferrari-Motoren im Nachteil

In Melbourne der Stein des Anstosses: Der Fuel Flow Meter...

Jetzt kam raus: Die FIA war nicht nur mit den Benzinfluss-Sensoren der Firma Gill überfordert. Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT funktionierte außerdem bei allen Ferrari-angetriebenen Autos bis zum ersten Boxenstopp der Elektromotor MGU-K nicht. Folge: Erheblicher PS-Verlust. Schuld war ein Fehler in einem von der FIA kontrollierten Programm, auf das Ferrari, Sauber und Marussia keinen Einfluss haben. Erst beim Boxenstopp wurde das Programm neu geladen. Das erklärt und relativiert auch die schlechten Rundenzeiten der Ferrari und Sauber zu Rennbeginn.

Auch Probleme mit dem DRS

Damit noch nicht genug: An Kimi Räikkönens Auto löste der DRS-Knopf zeitweise den verstellbaren Heckflügel nicht aus. Im direkten Duell war der Finne damit seines Vorteils beraubt. Ebenfalls ein Defekt, der unter die Verantwortlichkeit der FIA fällt.

Lom auf Rachefeldzug?

Trotzdem wollen die Techniker des Weltverbands die Disqualifikation aufrechterhalten. An vorderster Front kämpft dabei mit Fabrice Lom ausgerechnet ein ehemaliger Renault-Techniker, der für das Kundenprogramm verantwortlich war - und damit unter anderem auch für Red Bull. Lom hat sich Anfang 2012 im Unfrieden von Renault getrennt und arbeitet jetzt als oberster Motoren-Aufseher für die FIA. Nicht wenige Insider glauben, er hätte persönliche Rachegründe und geht damit so scharf gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber vor.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Getty Images / Hersteller

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