Formel 1: Finale 2007

Formel 1: Finale 2007

— 22.10.2007

Kimi mußte um den Titel zittern

Kimi Räikkönen hat eines der spannensten Finals in der Königsklasse gewonnen. Nach fünf Jahren bei McLaren ohne Titel holt er seinen ersten Weltmeister-Titel im Ferrari. Aber auch nach dem Rennen gab es eine Zitterpartie.

Kimi Räikkönen musste zwei Stunden um seinen Titel zittern. Um 22.40 Uhr deutscher Zeit, also über drei Stunden nach Renn-Ende, plötzlich Gerüchte im Fahrerlager: Der Weltverband FIA soll das Benzin von BMW als nicht regelkonform bewertet haben. Eine Disqualifikation hätte unglaubliche Konsequenzen: Hamilton würde im Ergebnis nach oben rutschen – und wäre doch Weltmeister! Eine Viertelstunde tappten alle im Dunkeln. Dann die Bestätigung: Es stimmt – und auch Williams ist betroffen. Die Benzin-Temperatur in den Tankanlagen von BMW und Williams lag bis zu 14 Grad unter der Außentemperatur (laut FIA 37 Grad). Erlaubt sind maximal 10 Grad. Durch die niedrige Temperatur hatte der Treibstoff eine höhere Dichte und war leistungsfähiger. In einem FIA-Schreiben wurden die Teams aufgefordert, "sofort" einen Verantwortlichen zu den Renn-Kommissaren zu schicken. Um Stellung zu nehmen. Um 0.40 Uhr deutscher Zeit dann das Urteil: Keine Strafe für BMW und Williams, die schon mit einer Berufungs-Klage wegen Verfahrensfehlern gedroht hatten. Räikkönen bleibt damit Weltmeister. Mercedes hatte schon gerechnet: Wären Rosberg (4., Williams) sowie die BMW-Piloten Kubica (5.) und Heidfeld (6.) aus der Wertung gefallen, hätte Hamilton Platz 4 erreicht – und fünf statt einem WM-Punkt bekommen. Er hätte dann 113 Punkte gehabt – und wäre mit 22 Jahren jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten geworden. Doch daraus wurde nichts. Lewis Hamilton war zu der Zeit nicht mehr im Fahrerlager, Kimi Räikkönen trank mit Kumpels Sekt auf Eis in der Ferrari-Garage. Eine Stunde vorher hatte er einige Fahrer-Kollegen zu einer Privat-Party für die Nacht eingeladen. McLaren-Mercedes überlegt, Protest gegen das Urteil einzulegen. Ein Team-Insider: "BMW und Williams hatten auf jeden Fall einen Wettbewerbsvorteil."
Fahrer Team Punkte
1. Räikkönen Ferrari 110
2. Hamilton McLaren-Mercedes 109
3. Alonso McLaren-Mercedes 109
4. Massa Ferrar 94
5. Heidfeld Sauber-BMW 61
6. Kubica Sauber-BMW 39
7. Kovalainen Renault 30
8. Fisichella Renault 21
9. Rosberg Williams-Toyota 20
10. Coulthard Red Bull 14
14. Vettel Toro Rosso 6
16. Schumacher Toyota 5

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.