Force India Formel 1 2010

Formel 1: Force India

— 06.12.2010

Kampf ums Cockpit

Die beiden deutschen Formel 1-Piloten Adrian Sutil und Nico Hülkenberg warten auf eine Nachricht von Force India-Teamchef Vijay Mallya. Zwischenzeitlich waren sie bei der Swatch Snow Mobile 2010 am Start.

Bei der Swatch Snow Mobile 2010 im österreischen Saalbach Hinterglemm (3. bis 5. Dezember) waren Adrian Sutil (27) und Nico Hülkenberg (23) keine Konkurrenten. Beide gingen lediglich im Promi-Showrennen an den Start. Trotzdem duellierten sie sich mit Worten. "Ich fahre nur eine Runde mit", sagte Sutil, "man sollte das Risiko nicht unterschätzen." Hülkenberg konterte: "Im Motorsport ist immer ein gewisses Risiko dabei. Deshalb macht es ja auch so viel Spaß." Kurios: Sutil und Hülkenberg kämpfen derzeit um das gleiche Cockpit bei Force India. Sutils Vertrag bei den Indern läuft aus, Hülkenberg wurde von Williams durch den venezuelanischen Bezahlfahrer Pastor Maldonado ersetzt. Um den zweiten Stammplatz bei Force India streiten DTM-Sieger Paul di Resta und Vitantonio Liuzzi, der eigentlich einen gültigen Kontrakt hat.

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Adrian Sutil (vorn) ließ es in Österreich langsam angehen.

Doch solange Teambesitzer Vijay Mallya in Indien weilt, wird keine Entscheidung fallen. Hülkenberg zu ABMS: "Wir warten darauf, dass Mallya ins Werk nach England kommt und sich dort mit der Teamleitung berät." Auch aus dem Sutil-Lager ist zu hören, dass sich Mallya mit seiner Vertragsunterschrift auffallend lange Zeit lässt. Insider vermuten: Der Inder will Sutils Gehaltsforderung mit Hilfe von Hülkenberg drücken. Ein tatsächlicher Tausch Sutil-Hülkenberg scheint auch deshalb unrealistisch, weil Sutil mit Medion einen Sponsor mit ins Team bringt. Hülkenberg dagegen hat keine Geldgeber.

Geht Hülkenberg als Testfahrer zu Ferrari?

Nico Hülkenberg gab bei der Swatch Snow Mobile 2010 kräftig Gas.

Sutil zu ABMS: "Mein Manager und ich treffen uns in der nächsten Woche mit allen Verantwortlichen vom Team. Bei der Gelegenheit sollten wir auch zum Abschluss kommen." Für Hülkenberg bliebe dann nur noch der Job eines Testfahrers. Sein Manager Willi Weber über Plan B "Sollte Nico kein Mittelklasse-Cockpit bekommen, wäre ein Job als Testfahrer bei einem Top-Team immer noch besser, als in einem schlechten Team seinen Ruf zu verspielen." Weber liebäugelt mit Ferrari, "allerdings nur, wenn die Option besteht, 2012 Stammfahrer zu werden." Das Problem: Bei Ferrari hält man zwar viel von Hülkenberg, doch Felipe Massa (29) hat einen gültigen Vertrag bis Ende 2012. Hülkenberg muss also darauf hoffen, dass Massa mit anhaltend schlechten Leistungen in der kommenden Saison für Ferrari nicht mehr tragbar ist.

Autor: Bianca Garloff

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