Bilder: Frauen in der Formel 1

Frauen in der Formel 1 Frauen in der Formel 1 Frauen in der Formel 1

Formel 1: Frauen am Steuer

— 03.07.2014

Die Wolff zeigt jetzt Zähne

Im Training zum Großen Preis von Großbritannien in Silverstone ist es am Freitag wieder soweit: Dann sitzt mit Susie Wolff eine Frau am Steuer eines F1-Autos.

Die Wolff zeigt jetzt Zähne! Zweiundzwandzig Jahre ist es her, dass mit Giovanna Amati eine Frau an einem Formel-1-Rennwochenende teilgenommen hat. Am Freitag ist die Damen-lose Zeit in der Königsklasse vorbei: Susie Wolff darf den Williams, der in Spielberg noch auf der Poleposition stand, im ersten Freitagstraining um den Kurs in Silverstone pilotieren. „Für mich ist das natürlich etwas ganz Besonderes“, sagt sie, „als Britin ausgerechnet beim Großen Preis von Großbritannien fahren zu dürfen.“ Nur einer kann den Auftritt noch verhindern: der Wettergott. Wolff zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Sollte es regnen, macht das für mich keinen Sinn, weil ich noch nie ein Formel-1-Auto unter nassen Bedingungen bewegt habe.“

Karriere in der DTM

Bei Tests in Barcelona durfte Wolff heuer schon einmal im aktuellen Williams Platz nehmen

Die Frau von Mercedes-Teamchef Toto Wolff kam schon früh mit Maschinen und Motoren in Berührung. „Mein Vater hatte ein Motorradgeschäft“, erzählt sie, „und meine Eltern haben nie einen Unterschied zwischen Tochter und Sohn gemacht. Wenn ein Mädchen früh anfängt und wie ein Junge alle Serien durchläuft, kann sie sehr wohl Erfolg haben.“ Wolff war 14 Jahre alt, als ihre Kartkarriere begann. Ihr größter Erfolg: Platz 15 in der Kartweltmeisterschaft 2000. Über die Formel Ford, Formel Renault und Formel 3 kommt sie 2006 in die DTM. Ihre Bilanz, damals noch unter dem Mädchennamen Stoddart: 4 Punkte in 71 Rennen. Zweimal wurde sie Siebte.

Geschlecht egal

Wolff: „Ich weiß, dass ich ein Vorbild für junge Kartfahrerinnen bin. Und ich habe auch eine Botschaft. Die lautet: Motorsport ist nicht nur was für Männer. Wenn du talentiert und leidenschaftlich genug bist, gibt es definitiv auch Platz für Frauen im Rennwagen.“ Körperlich gebe es jedenfalls keine Grenzen mehr. „Giovanna Amati war LKW-Fahrerin und hatte Arme wie ein Mann“, erinnert sich Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi, der mit Susie Wolff vergangene Woche an der FIA Sportsweek in München teilnahm. Wolff, die eher zierlich und feminin denn muskulös ist, bestätigt: „Physisch kann ein Mädchen ein Grand-Prix-Auto schnell fahren – wenn sie denn Talent hat.“

Schneller als Vettel

Auch das Interesse am Rennsport sei nicht geschlechterbezogen. „Ob man mit Puppen oder Autos spielt, hängt doch nicht vom Geschlecht ab, sondern von den Interessen!“ Seit 2013 ist Susie Wolff Testfahrerin bei Williams. Anfang des Jahres durfte sie den FW36 schon einmal steuern. Bei den Tests nach dem GP Spanien in Barcelona wurde sie Fünfte und war sogar schneller als Weltmeister Sebastian Vettel.

Mehr zu Susie Wolff und ihren Vorgängerinnen im F1-Cockpit finden Sie in unserer großen Bildergalerie zu den Frauen in der Königsklasse: Jetzt gleich durchklicken!

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.