Ferrari

Formel 1: Für Vettel zählt nur der Titel

— 26.01.2016

Kampf dem Winterspeck

Sebastian Vettel ist zurück im Ferrari-Cockpit und in Gedanken schon beim Angriff auf den WM-Titel. Bis es soweit ist, muss aber noch einiges passieren.

Zufriedene Miene bei Sebastian Vettel nach seinem ersten Arbeitstag der Saison 2016. Im Vorjahres-Ferrari spulte der Heppenheimer beim Reifentest von Hersteller Pirelli im südfranzösischen Le Castellet 134 Umläufe ab – die meisten des Tages. „Es ist immer nützlich, rauszukommen und ein Paar Runden zu drehen – gerade zu dieser Zeit des Jahres“, so Vettel anschließend. Der Deutsche erzielte am Dienstag die Bestzeit. Allerdings waren neben ihm nur noch Daniil Kvyat (Red Bull) und Stoffel Vandoorne (McLaren) auf der Piste. Trotz der mangelnden Aussagekraft, hat der Test laut Vettel „schon Sinn gemacht. Denn die Gelegenheit, den ganzen Tag im Nassen zu fahren, hat man ja nicht so oft.“
Vettel fährt wieder seinen Sieger-Ferrari: In Gedanken bei Schumi

Nasser Asphalt und nicht viel los auf der Strecke: Vettel am Dienstag beim Pirelli-Test in Südfrankreich

Vom Streckenbetreiber wurde der Kurs künstlich bewässert. „Die haben einen sehr guten Job gemacht. Die Bedingungen waren den ganzen Tag über konstant und dass die Sonne heute nicht rausgekommen ist, hat auch geholfen.“ Auf einen Tag Sonne mehr oder weniger kann Vettel auch verzichten – denn bald geht es für ihn wieder ins warme Italien. „Ich werde in den kommenden Wochen sicher noch das ein oder andere Mal in Maranello sein, etwas im Simulator üben und die Saison vorbereiten.“ Seine neue rote Göttin hat der WM-Dritte von 2015 schon gesehen, wenngleich sie noch nicht fertig ist. „Vorstellen könnten wir das neue Auto heute noch nicht“, lacht der Deutsche. „Aber wir sind dabei es zusammenzubauen und ich habe gesehen, wie es aussehen soll, wenn es fertig ist.“

Melbourne nur ein Rennen von vielen

Der Start in Vettels zweites Ferrari-Jahr soll am besten mit einem Sieg beim Auftakt in Melbourne erfolgen – so fordert es zumindest Scuderia-Boss Sergio Marchionne. „Dafür brauchen wir aber keine Extra-Ansage vom Präsidenten. Es ist ganz natürlich, dass wir alle gewinnen wollen“, findet Vettel und kontert auch in Sachen Melbourne-Sieg: „Das viel größere Ziel muss lauten, am Ende des Jahres vorne zu stehen! Dann ist das Ergebnis in Melbourne egal. Australien ist zwar ein wichtiges Rennen. Aber letzten Endes eben auch nur eines von 21.“ Von Titelprognosen hält Vettel ohnehin wenig.
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„Es ist der falsche Zeitpunkt für eine Vorhersage, denn bis dahin ist es noch ein langer Weg. Wir konzentrieren uns jetzt auf die ersten Tests, damit alles gut anläuft“, erklärt Vettel. „Der Rest wird sich zeigen. Aber natürlich ist der Titel das große Ziel und alle im Team sind gewillt den Schritt zu machen, um wieder ganz nach oben zu kommen. Reden bringt da nix. Es müssen Taten folgen“, sagt Vettel und fängt damit bei sich selbst an. „Alles, was von Weihnachten noch so am Körper dranhängt, muss weg“, grinst der Heppenheimer und streichelt sich über den Bauch: „Ab jetzt wird noch mehr trainiert: Bis Australien muss man schließlich fit sein!“ Dann kann es dort doch schon mit dem Sieg klappen – und später vielleicht auch mit dem Titel.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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