Formel 1: Mercedes-Engagement

Dieter Zetsche Michael Schumacher Nico Rosberg Mercedes W03

Formel 1: Geheime Planspiele bei Mercedes

— 10.08.2012

Steigt Mercedes bald aus?

Bei Mercedes GP läuft es ganz und gar nicht rund. Hinter den Kulissen überdenkt man in Stuttgart gerade das Formel 1-Engagement. AUTO BILD MOTORSPORT erklärt die Planspiele des Vorstands.

Mercedes hat noch immer nicht das neue "Concorde Agreement" unterschrieben, das den Konzern bis 2020 an die Formel 1 binden soll. Obwohl Michael Schumacher dem Team nach AUTO BILD MOTORSPORT-Informationen klar signalisiert hat, dass er weiterfahren will, fehlt weiter die Unterschrift unter seinem neuen Pilotenvertrag. Und dann diese Aussage von Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche bei einer Bilanzkonferenz Ende Juli. Man werde sich in der Formel 1-Frage ganz nach den "Compliance-Regeln" richten, sagte er. Heißt: Sollte Bernie Ecclestone als Folge des Gribkowsky-Prozesses von der Staatsanwaltschaft München der Bestechung angeklagt werden, dürfte Daimler keine Geschäfte mehr mit ihm machen. Der Ausstieg wäre beschlossene Sache.

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Frust pur: In der Formel 1 läuft es für Mercedes-Mann Michael Schumacher wirklich nicht rund.

Allein: Experten im Fahrerlager sind sich sicher, dass der "Fall Ecclestone" höchst willkommen in der Konzernzentrale Untertürkheim ist. Denn auch sportlich ist man alles andere als zufrieden mit dem Rennstall Mercedes AMG. Nico Rosberg liegt mit 77 Punkten und 87 Zählern Rückstand auf WM-Leader Fernando Alonso nur an sechster Stelle der Fahrerwertung. Schumacher ist nach elf von 20 Rennen gar nur abgeschlagener Zwölfter. Das Ziel in diesem Jahr mindestens Dritter in der Konstruktionswertung zu werden, ist kaum noch zu erreichen.

Schumi-Bilanz 2012

Michael Schumacher Michael Schumacher Michael Schumacher im Mercedes
AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Der Daimler-Vorstand überdenkt auch deshalb gerade sein Formel 1-Engagement. Von Umstrukturierung des Teams, über einen reinen Motorenlieferanten, bis hin zum Ausstieg gehen die Überlegungen. Eines der Planspiele ist, dass die Hundertprozent-Daimler-Tochter AMG das Team übernimmt und der Deutsche Thomas Fuhr (bisher Chef der F1-Motorenfabrik) Teamchef Ross Brawn ersetzt. Michael Schumacher soll eine Art Co-Teamchef-Rolle übernehmen, Lewis Hamilton ist als sein Nachfolger im Cockpit im Gespräch. Noch, so hört man, wehren sich Schumacher und Brawn dagegen. Beiden müsste der Ernst der Lage aber bewusst sein. Weitere aktuelle Motorsport-Themen lesen Sie in AUTO BILD MOTORSPORT 32/2012 – ab sofort im Handel.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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