Formel 1: GP Australien 2008

Fellipe Massa, Ferrari - David Coulthard, RedBull Formel 1, Australien 2008, erste Kurve

Formel 1: GP Australien 2008

— 17.03.2008

Von Abfliegern und Draufgängern

Die Formel 1-Saison startete furios. Nur sieben von 22 Autos sahen die Zielflagge, für acht Piloten kam das Aus durch Unfälle und sieben Fahrer mussten nach einem Defekt vorzeitig aussteigen.

Ist die Formel 1 zu schwierig geworden? Keine Traktionskontrolle, keine Motorbremse und einige junge Heißsporne haben zum Saisonauftakt für eine Orgie von Ausfällen, siehe Bildergalerie, gesorgt. Schon in der ersten Runde erwischte es fünf Fahrer. Lokalmatador Mark Webber, Sebastian Vettel, Jenson Button, Anthony Davidson und Giancarlo Fisichella eliminierten sich schon in Kurve eins. Die fehlende Traktionskontrolle ließ die ausbrechenden Hinterteilen der Boliden zu gefährlichen Abschussvorrichtungen werden. In Runde 26 machte David Coulthard die Tür für Felippe Massa dicht und behielt von seinem Red Bull nach einer Berührung durch den Brasilianer nur noch Trümmer über. Massa hatte schon in der ersten Runde nach einem Ausweichmanöver eine neue Nase gebraucht und musste seinen F2008 vier Runden nach der Kollision mit dem Schotten mit Defekt abstellen.

Der GP Australien war vor allem der große Preis der Tiefflieger

In Runde 26 wurde Coulthard von Massa "erwischt".

In Runde 44 erwischte es dann Toyota-Neuzugang Timo Glock. Nach einem Drift (fehlende Traktionskontrolle) ins Gras hebelte ihn eine Bodenwelle in der Pistenbegrenzung aus. Wie von einer Sprungschanze katapultierte es ihn über die Streckte und nach einer Schrecksekunde hinterließ auch er nur noch einen Haufen Schrott. Im Übereifer fegte Williams-Pilot Nakajima das letzte Unfall-Opfer des Rennens vom Asphalt. Ausgerechnet Robert Kubica, der in der Quali wie im Rennen ein super Vorstellung bot musste dran glauben. Ohne Folgen blieben die mehrfachen Ausflüge neben die Strecke von Weltmeister Kimi Räikkönen, allerdings erwischte ihn fünf Runden vor Ende des Rennens ein Defekt.

Auch Weltmeister Kimi Räikkönen unternahm mehrere Ausflüge ins rote Kiesbett von Melbourne.

Sollten die Fahrer nicht schnellsten lernen mit den neuen Gegebenheiten in der Königsklasse klar zu kommen, werden auch die nächsten Rennen zu einer Art Ausscheidungslauf. Bleibt zu hoffen, dass dabei außer an den Fahrzeugen kein weiterer Schaden angerichtet wird. Es ist zwar spannend nach Jahren computergesteuerter Boliden mit menschlicher Besatzung in der Formel 1 wieder echtes Racing zwischen den Piloten zu erleben, aber bitte nicht um den Preis der Unversehrtheit der Fahrer. Schon das nächste Rennen am Osterwochenende in Sepang/Malaysia wird erweisen müssen, dass die Formel 1 im Jahr 2008 nicht nur spannend sondern weiterhin auch sicher ist. Alle Infos und die aktuellen Ereignisse in Malaysia erhalten sie hier auf autobild.de.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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