Formel 1: GP Belgien 2012

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Formel 1: GP Belgien 2012

— 03.09.2012

Button siegt in Spa

Jenson Button hat den großen Preis von Belgien 2012 gewonnen. Der Brite sicherte sich den ersten Platz vor Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Der WM-Führende Fernando Alonso schied nach einem Startcrash aus.

Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel ist beim Großen Preis von Belgien mit einer starken Aufholjagd noch auf Rang zwei gefahren. Vor dem Red Bull-Piloten kam am Sonntag (2. September 2012) in Spa-Francorchamps nur der britische Sieger Jenson Button im McLaren ins Ziel. Lotus-Fahrer Kimi Räikkönen aus Finnland wurde Dritter. Der von Platz zehn gestartete Hesse Vettel verbesserte sich in der WM-Gesamtwertung damit auf Rang zwei. Spitzenreiter Fernando Alonso war nach einem Startunfall mit seinem Ferrari ausgeschieden. Der Deutsche Nico Hülkenberg steuerte seinen Force India auf Rang vier. Michael Schumacher wurde in seinem 300. Grand Prix Siebter.

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Horrorcrash direkt nach dem Start: Romain Grosjean kracht Hamilton ins Auto. Auch Fernando Alonsos Ferrari wird abgeräumt.

Im Kampf um seinen historischen Titel-Hattrick machte Vettel mächtig Boden auf Fernando Alonso gut, der wie drei weitere Kollegen in einen spektakulären Crash zu Beginn verwickelt war. Aus allem raus hielt sich indes Button: Der Brite fuhr von seiner ersten Pole für McLaren einen ungefährdeten Sieg heraus und ließ sich den Champagner auf dem Podest mit Vettel und dem drittplatzierten Ex-Champion Kimi Räikkönen sichtlich schmecken. "Das ist ein ganz besonderer Sieg. Das ist ein Kurs mit soviel Geschichte und es ist wunderbar, ein Teil davon zu sein", sagte der 32-Jährige, während Vater John mit dem Union Jack um den Hals umherstolzierte und Freundin Jessica Michibata die Mechaniker in der Box herzte.

Vettel: "Schumacher fährt wie die Hölle"

Harte Aktion: Sebastian Vettel und Kumpel Michael Schumacher (rechts) schenkten sich nichts.

Ein Nachspiel hatte das Rennen für Schumacher. Ausgerechnet nach seinem 300. Grand Prix, den er auf Platz sieben beendete, musste der siebenmalige Weltmeister und sechsfache Spa-Gewinner bei den Rennkommissaren antreten. Bei einem Manöver auf dem Weg in die Boxengasse hatte Schumacher auch gegenüber Kumpel Vettel keine Gnade gekannt. "Es war von Anfang an klar, dass ich in die Box kommen wollte. Er kann das natürlich nicht wissen, aber ich habe ihn nicht abgedrängt", rechtfertigte sich Schumacher. Für Vettel war die Aktion seines einstigen Idols in Ordnung: "Es ist egal, ob Du gegen Michael um Platz 1 oder Platz 15 kämpfst, er fährt wie die Hölle. Das ist aber großartig, auch wenn es hart für einen selbst ist." Die Rennkommissare entschieden über drei Stunden nach der Zieldurchfahrt: Keine Strafe für Schumacher.

Nico Hülkenberg musste dagegen um nichts zittern. Als Vierter feierte der Rheinländer das beste Resultat seiner Formel 1-Karriere. "Wir können sehr, sehr stolz sein. Das war wohlverdient", sagte der Force-India-Fahrer. Zwischenzeitig hatte Hülkenberg sogar auf dem zweiten Rang hinter Button und damit auf Podiumskurs gelegen.

Null Punkte für Fernando Alonso

Davon war ausgerechnet bei "Mr. Zuverlässigkeit" nicht zu denken. Nach 23 Rennen in Serie in den Punkten ging Alonso – schuldlos – leer aus. Er konnte damit auch nicht den neun Jahre alten Schumacher-Rekord egalisieren (24). In der WM-Wertung büßte der Spanier zudem an Vorsprung ein: Nach zwölf von 20 Grand Prix liegt er mit weiter 164 Punkten nur noch 24 vor Vettel. Der Titelverteidiger könnte mit einem Sieg in Monza am kommenden Sonntag (9. September 2012) also die Führung zurückerobern. Auf Rang drei fiel Vettels australischer Teamkollege Mark Webber (132) nach Platz sechs in Belgien zurück.

Strafe für Startcrash: Grosjean wird für ein Rennen gesperrt

Schrott: Für Hamilton war das Rennen nach wenigen Sekunden beendet.

Nur mit Glück hielt sich auch das Red-Bull-Duo bei dem Horrorcrash kurz nach dem Erlöschen der Roten Ampeln schadlos. "Es hat mich schon gewundert, wie viele Autos sich da abgeräumt haben. Da direkt zu reagieren, ist nicht einfach", meinte Vettel. Für Unfallverursacher Romain Grosjean blieb die gefährliche Aktion nicht ohne Folgen: Der Franzose wurde für ein Rennen gesperrt und bekam eine Strafe von 50.000 Euro. Er hatte den McLaren von Ungarn-Sieger Lewis Hamilton bei seinem übermütigen Überholversuch berührt, die beiden Autos verhakten sich regelrecht. Grosjean schoss mit seinem Lotus über Alonsos Ferrari. Das keinem Piloten etwas passierte, grenzte an ein kleines Wunder. "Mir geht es gut und ich denke schon zu 100 Prozent an Monza", gab Alonso via Twitter einige Zeit nach dem Unfall via Twitter Entwarnung. "Ich bin froh, dass alle gesund sind", meinte Grosjean.

Klasse Comeback: Vettel raste von Platz elf auf zwei und holte sich wertvolle WM-Punkte.

Auch Schumacher zählte auf dem 7,004 Kilometer langen Traditionskurs zu den Profiteuren nach dem Anfangschaos. Der von Position 13 ins Rennen gegangene Jubilar war plötzlich Fünfter und schob sich dann bis auf Platz zwei vor. Letztlich konnte das deutsche Quintett nach dem schlechtesten Qualifikationsergebnis seit der Einführung des neuen Formats 2006 doch noch ein einigermaßen versöhnliches Fazit nach dem Beginn des zweiten Saisonabschnitts ziehen. Nico Rosberg kämpfte sich im zweiten Mercedes vom vorletzten Startplatz noch auf Rang elf vor. Timo Glock wurde im Marussia-Virgin 15. Die größte Freude im deutschen Lager herrschte allerdings bei Vettel: "Ich wusste, hier ist alles möglich."

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