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Michael Schumacher F1 GP Europa 2012 Podium F1 GP Europa 2012

Formel 1: GP Europa 2012

— 25.06.2012

Schumacher feiert Comeback

Michael Schumacher ist zurück auf dem Podest! Zu keinem Zeitpunkt des verrückten Rennens in Valencia hatte der Rekordweltmeister selbst damit gerechnet. Die Befreiung nach viel Kritik seit seinem Comeback war Schumacher anzumerken.

(dpa) "Wow!", schrie Michael Schumacher über Boxenfunk. Er ist wieder da. 2093 Tage nach seinem bislang letzten Podestplatz machte der Formel 1-Rekordweltmeister der Leidenszeit ein Ende. "Es ist ein wundervolles Gefühl, zurück zu sein nach so einer langen Zeit", sagte Schumacher, nachdem er seine Crew vor der Siegerehrung geherzt hatte. "Wir sind viel kritisiert worden für die vergangenen Rennen. Wir haben hier die beste Antwort gegeben", stellte Schumacher sichtlich erleichtert und gelöst fest. So gelöst sogar, dass er nach der Aufforderung, wie bei den Pressekonferenzen nach den Rennen üblich noch ein paar Worte in der eigenen Sprache an die Medienvertretern zu richten, gleich auf Englisch weiterplauderte.

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Erst als Schumacher seine Lob- und Dankesrede auf das Team beendet hatte, fiel ihm das auf. "Ich bin das gar nicht mehr gewohnt", sagte Schumacher und musste über sich selbst herzhaft lachen. Endlich geschafft – die Augen des siebenmaligen Weltmeisters funkelten. Am 1. Oktober 2006 hatte er mit seinem Sieg beim Großen Preis von China zum bislang letzten Mal auf dem Podest gestanden. Es war sein 91. Sieg, hinzu kamen 43 zweite Plätze in seiner Karriere und 20 dritte Ränge. Bis zum denkwürdigen Rennen in Valencia am Sonntag – ausgerechnet auf der Strecke, die sich bislang eher als Langweiler entpuppt hatte.

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Aber auch in Valencia musste sich Schumacher noch etwas gedulden. Nachdem Red Bull moniert hatte, dass der Mercedes-Mann mit offener Heckklappe in einer Gelbphase gefahren sei und dafür bestraft gehöre, schaute sich die Rennleitung die Szene an. Mit dem Ergebnis über drei Stunden nach dem Rennen: Keine Strafe für Schumacher, er bleibt Dritter. Schumacher habe sich an die Geschwindigkeit gehalten. Dabei hatte es in Valenica für Schumacher zunächst gar nicht gut ausgesehen. In der Qualifikation verpasste der mittlerweile 43-Jährige als Zwölfter die Top Ten. Und im Rennen bekam Schumachers Mercedes beim Start einen Schubser. Das Auto, das ihn in vier der sieben Saisonläufe zuvor im Stich gelassen hatte, hielt aber allem stand.

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Sein Landsmann Vettel sah lange wie der sichere Sieger aus. Er erwischte einen Top-Start und raste von der Pole Position aus in die erste Kurve. Durchgang für Durchgang baute der Deutsche seinen Vorsprung auf. Bis zum ersten Reifenwechsel in Runde 17 hatte der Champion knapp 16 Sekunden zwischen sich und die Verfolger Grosjean und Hamilton gelegt. Auch nach seinem Boxen-Besuch fuhr Vettel einsam an der Spitze. Dann kam Hektik auf: Nach einer Kollision von Jean-Eric Vergne im Toro Rosso mit Heikki Kovalainen im Caterham musste das Safety Car in der 30. Runde raus. Grosjean und Hamilton fuhren sofort an die Box, um neue Reifen aufzunehmen. Eine Runde später konnte auch der Red-Bull-Pilot neuen Pneus aufnehmen und blieb vorn. Doch sein Vorsprung von fast einer halben Minute war dahin.

Als der Grand Prix in der 33. Runde wieder freigegeben wurde, verteidigte Vettel seine Position. Alonso schnappte sich Grosjean und raste auf Rang zwei. Wenige Momente später begann Vettels Drama: Plötzlich streikte sein Red Bull. Am Kommandostand schlug Chefdesigner Adrian Newey die Hände vor Schreck vors Gesicht. Vettel stieg aus dem Wagen und stapfte frustriert zurück an die Box. Alonso ließ sich nicht mehr stoppen. Nach 308,88 Kilometern und 1:44:16,65 Stunden fuhr er vor 51.546 Zuschauern durch das Ziel und ließ noch auf der Strecke mit einer Flagge feiern. Auf dem Podium verdrückte er einige Tränen.

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