Formel 1: GP Türkei 2007

Formel 1: GP Türkei 2007

— 27.08.2007

Ferrari macht es wieder spannend

Ferrari-Pilot Felipe Massa fährt von der Pole Position zu einem Start-Ziel-Sieg, sein Teamkollege Kimi Räikkönnen holt den zweiten Platz. Nick Heidfeld verpasst als bester deutscher Fahrer den Sprung aufs Podest nur knapp.

Die Forderung von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo war für seine Angestellten Felipe Massa und Kimi Räikkönen in Istanbul Programm. Wie bestellt dominierten die beiden Fahrer in ihren Ferraris den Großen Preis der Türkei direkt nach dem Start und fuhren am Ende zu einem ungefährdeten Doppelsieg. Der Führende der Weltmeisterschaftswertung, Lewis Hamilton, rettete sich nach einem Reifenschaden noch auf Rang fünf ins Ziel. Dadurch schmolz der Vorsprung des Briten auf fünf Punkte vor seinem McLaren-Mercedes-Teamkollegen Fernando Alonso (84:79) zusammen. Der Weltmeister aus Spanien schaffte nach einem eher unauffälligen Rennen als Dritter gerade noch den Sprung aufs Treppchen. Damit ist der Vierkampf um die Weltmeisterschaft zwischen Massa, Raikkönen, Alonso und Hamilton wieder vollkommen offen.

Ferrari nutzte am Start den Reifenvorteil

Direkt nach dem Start gingen die beiden Ferrari in Führung. Clever hatten die Strategen der Scuderia den Vorteil der besseren Startposition auf der rechten Seite (Rang 1 und 3) genutzt. Dabei war ihnen der Reifenvorteil ihrer Autos entgegen gekommen. Schon vor dem Rennen hatte Lauda getippt: „Ferrari kann im Gegensatz zu den McLaren mit den weichen Reifen ins Rennen gehen, weil die Autos die Reifen weniger beanspruchen wie die McLaren.“ Er sollte Recht behalten. Bis auf den zunächst drittplatzierten Hamilton konnte kein anderer Fahrer den beiden Ferrari im Verlauf des Rennens folgen. Auch die geplante Attacke von Alonso, der von Startplatz vier ins Rennen gegangen war, auf einen Podestrang blieb vorerst erfolglos. Am Start fiel der Spanier sogar auf Rang sechs hinter Nick Heidfeld und Robert Kubica zurück. Als die beiden BMW-Fahrer frühzeitig Boxenstopps absolvierten, schob sich Alonso dann auf Platz vier vor. Insgesamt war der Rennverlauf klar: Ferrari dominierte, McLaren konnte nur folgen, und BMW etablierte sich wieder einmal hinter dem britisch-schwäbischen Team als dritte Kraft.

Alonso verbockte den Start

Direkt nach dem Start gingen die beiden Ferrari in Führung und bewiesen ihren Reifenvorteil.

"Ich konnte zwar zu Rennbeginn schneller fahren als Heidfeld, ihn aber auf der Strecke nicht überholen", sagte Alonso, "aber zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, dass mich nur ein Fehler oder ein technischer Defekt weiter nach vorne bringen würde." Der Spanier gab später auch zu, den Start "verbockt" zu haben. "Insgesamt ist der dritte Platz ein sehr gutes Ergebnis für mich." In der 43. Runde erlitt Hamiltons McLaren dann einen folgenschweren Schaden am rechten vorderen Reifen. Mit dem defekten Pneu fuhr der Brite mit hohem Tempo in die Box. Nach einer Standzeit von 10,2 Sekunden ging er schließlich zurück ins Rennen und lag danach auf Platz fünf. Damit rückte Alonso auf Rang drei einen Platz vor Heidfeld. "Ich hatte großes Glück, dass ich nicht in die Leitplanke gerast bin", sagte ein sichtlich erleichterter Hamilton und gab zu, dass es schwer gewesen sei, das Auto nach dem Defekt abzufangen. "Ich bin froh, dass ich mich nicht verletzt habe." McLaren-Teamchef Ron Dennis war sauer: "Das mit dem Reifenschaden ist sehr ärgerlich", könne aber passieren.
Ergebnis Formel 1 GP Türkei 2007
1. Felipe Massa Ferrari 1:26.442 Std. 10 Punkte
2. Räikkönen Ferrari + 2,275 Sek. 8 Punkte
3. Alonso McLaren-Mercedes + 26,181 Sek. 6 Punkte
4. Heidfeld BMW +39,374 Sek. 5 Punkte
5. Hamilton McLaren-Mercedes +45,085 Sek. 4 Punkte
6. Kovaläinen Renault +46,169 Sek. 3 Punkte
7. Rosberg Williams +55,778 Sek. 2 Punkte
8. Kubica BMW +56,707 1 Punkt

Autor: Burkhard Nuppeney

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