Formel 1: GP von Brasilien 2007

Formel 1: GP von Brasilien 2007

— 17.10.2007

Da geht es lang in Sao Paulo

Nico Rosberg von Williams-Toyota erklärt die Formel-1-Piste exklusiv aus Fahrersicht. Sein Pisten-Protokoll diesmal: das Autodromo José Carlos Pace.

Ich werde schon eine Woche vor dem Rennen in Brasilien sein. Für unseren Sponsor Petrobras fahre ich nämlich mit meinem Formel-1-Auto durch Rio DE Janeiro. Das wird cool! In São Paulo hast du dagegen vor jeder Autofahrt Angst. Denn es gibt so viele Geschichten von Leuten, die ausgeraubt wurden, als sie an Kreuzungen stoppen mussten. Außerdem habe ich mich letztes Jahr auf dem Weg zur Strecke verfahren und bin an einem Slum vorbeigekommen. Das war schon etwas schockierend! Die Strecke selbst ist toll. Eine große Herausforderung, weil sie wie Istanbul gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird. Das sind meine Halsmuskeln zwar nicht gewöhnt. Aber ich habe sie dieses Jahr ziemlich stark trainiert, sollte also keine Probleme haben. Außerdem ist die Strecke sehr holprig. Dein Kopf wackelt die ganze Zeit hin und her und du siehst wegen der vielen Vibrationen verschwommen.

Da kann es auch leicht passieren, dass du Kopfschmerzen bekommst. Weil der Kurs 800 Meter über dem Meeresspiegel liegt, verlieren die Motoren wegen der dünneren Luft deutlich an Leistung. Das macht sich besonders auf der langen Bergauf-Geraden vor dem Senna-S bemerkbar. Wenn du da mit zu steilen Flügeln fährst, wirst du gnadenlos überholt. Sonst gibt es fast nur langsame Kurven. Wir brauchen also einen guten Kompromiss zwischen Abtrieb und Topspeed.

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