Formel 1 GP von China 2008

Formel 1 GP von China 2008

— 20.10.2008

Hamilton siegt in Shanghai

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton sicherte sich den Formel-1-Sieg in Shanghai – die Ferrari-Konkurrenz folgte in gebührendem Abstand. Massa bekam Platz zwei von Räikkönen geschenkt.

Den vorzeitigen Gewinn des Formel-1-Weltmeistertitels hat Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) zwar verpasst, aber als Sieger des China GP ist er seinem Traum vom Gewinn der Motorsportkrone einen beträchtlichen Schritt näher gekommen. Die Arme in den Himmel gereckt, ließ sich der Brite im Reich der Mitte feiern. "Das ist der nächste Schritt zum Titel, zu meinem Traum und dem Traum des Teams", kommentierte Hamilton seine grandiose Leistung im Formel-1-Rennen von Shanghai am Sonntag (19. Oktober 2008). Mit seinem fünften Sieg in der Saison 2008 revanchierte sich der 23-Jährige für seinen Patzer vom vergangenen Jahr an gleicher Stelle.

Die Arme in den Himmel gereckt, ließ sich Lewis Hamilton im Reich der Mitte als Sieger feiern.

Im Jahr 2007 war das Formel-1-Rennen in der chinesische Küsten-Metropole für Hamilton der Beginn eines Albtraums. Nach einem Fahrfehler verschenkte er im Kiesbett von Shanghai die Punkte, die in São Paulo zum Gewinn des WM-Titels fehlten. 2008 dominierte er aber nicht nur das Rennen, sondern fuhr es auch fehlerfrei zu Ende. In 14 Tagen reicht ihm ein fünfter Platz im GP von Brasilien zur Erfüllung des großen Traums. Der einzige verbliebene Rivale im Titelkampf, Felipe Massa, bekam in Shanghai vom Ferrari-Teamkollegen Räikkönen den zweiten Platz geschenkt und übt sich in Durchhalteparolen: "Wir müssen den Kopf hochhalten. Hier war es unmöglich, zu gewinnen – wir waren absolut am Limit."

Kubica ist aus dem Titelrennen

Nick Heidfeld gab sich in China mit einen fünften Platz zufrieden – trotz Strafversetzung.

BMW-Pilot Robert Kubica ist aus dem Kampf um den WM-Titel ausgeschieden. Nach einer versiebten Qualifikation blieb für den Polen nur der sechste Platz. Mit einem Rückstand von zwölf Punkten auf Massa und 19 Zählern auf Hamilton wird es für Kubica in São Paulo darauf ankommen, seinen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Weltmeister Räikkönen und den dritten Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen. Nick Heidfeld erreichte als bester deutscher Fahrer in China den fünften Platz, trotz einer Strafversetzung auf Startplatz neun. Für eine angebliche Behinderung von David Coulthard in der Qualifikation wurde Quick Nick auf dem Grid um drei Plätze nach hinten beordert. Toyota-Fahrer Timo Glock beendete als Siebter das Rennen ebenfalls in den Punkten. Diese verpasste Sebastian Vettel, Toro Rosso, als Neunter knapp. Enttäuschend war die Vorstellung von Nico Rosberg. Der Williams-Pilot wurde 15. Adrian Sutil ( Force India) schied wegen eines Getriebeschadens bereits in Runde 16 aus.

High-Noon in São Paulo

Am 2. November kommt es also zum großen Showdown in Südamerika. Auch dieses Jahr reist Hamilton mit einem Vorsprung von sieben Zählern nach São Paulo. Aber es wird nicht der Heißsporn des Jahres 2007 sein, der in São Paulo die WM-Krone im Sturm erobern will, sondern ein überlegt kalkulierender Rennfahrer, der genau weiß, dass ein fünfter Platz reicht, um als jüngster Formel-1-Welmeister Geschichte zu schreiben. Umgekehrte Vorzeichen dagegen in der Formel-1-Herstellerwertung: Hier führt Ferrari mit neun Zählern vor Mercedes, und BMW geht als Dritter mit einem uneinholbaren 63-Punkte-Polster ins abschließende Rennen der Formel-1-Saison 2008 – vor Renault.
Formel 1: Herstellerwertung
Position Hersteller Punkte
1. Ferrari 156
2. McLaren-Mercedes 145
3. Sauber-BMW 135
4. Renault 72
5. Toyota 52
6. Toro Rosso 34
7. Red Bull 29
8. Williams-Toyota 26
9. Honda 14
Formel 1: Gesamtwertung Fahrer
Position Fahrer Team Punkte
1. Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 94
2. Felipe Massa Ferrari 87
3. Robert Kubica Sauber-BMW 75
4. Kimi Räikkönen Ferrari 69
5. Nick Heidfeld Sauber-BMW 60
6. Fernando Alonso Renault 53
7. Heikki Kovalainen McLaren-Mercedes 51
8. Sebastian Vettel Toro Rosso 30
9. Jarno Trulli Toyota 30
10. Timo Glock Toyota 22
13. Nico Rosberg Williams-Toyota 17

Autor: Sven-Jörg Buslau

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