Formel 1: GP von Japan 2005

Formel 1: GP von Japan 2005

— 10.10.2005

Räikkönen stürmt von Platz 17 zum Sieg

Der Finne bewahrt McLaren-Mercedes Chancen auf den Konstrukteurstitel. Ralf Schumachers Taktik geht nicht auf, Michael fährt in die Punkte.

Ist Kimi Räikkönen bibelfest? Wir wissen es nicht. Immerhin scheint der Formel-1-Pilot eine Weisheit aus dem neuen Testament zu kennen, die da lautet: Die Letzten werden die Ersten sein. Zwar stand er mit seinem McLaren-Mercedes beim Start des GP von Japan nicht ganz am Ende des Feldes. Rang 17 (nach erneutem Motorwechsel samt Strafversetzung um zehn Plätze) versprach jedoch ebenso schlechte Erfolgsaussichten. Räikkönen schaffte es trotzdem und fuhr im MP4-20 zu seinem siebten Saisonerfolg.

Erst in der letzten von insgesamt 53 Runden à 5,807 Kilometer (= 307,537 km) zog der kommende Vizeweltmeister mit einem waghalsigen Manöver an Giancarlo Fisichella (Italien) vorbei und gewann nach 1:29:02,212 Stunden. Dritter wurde im zweiten Renault Neu-Champion Fernando Alonso vor Mark Webber im BMW-Williams und Jenson Button (BAR-Honda). Fisichella mußte sich hinterher Kritik gefallen lassen, verteidigte sich aber: "Ich habe alles gegeben, aber Kimi war einfach schneller."

Damit bleibt der Kampf um die Konstrukteursweltmeisterschaft zwischen Renault (176) und McLaren-Mercedes (174) vor dem letzten Rennen (So., 16. Oktober) in Schanghai weiter spannend. Das aufregende Rennen überhaupt möglich gemacht hatte der Regen. Der hatte tags zuvor im Qualifying die Favoriten nach hinten gespült: So gingen neben Räikkönen auch Michael Schumacher (14.), Alonso (16.) und Juan Pablo Montoya (18.) mit ungewohnter Sicht ins Rennen.

Gewinner der Wetterlotterie war Ralf Schumacher, der im Toyota-Heimspiel von der Pole Position starten durfte. Leider ging seine Dreistopp-Strategie nicht auf, da das Safety-Car nach einem Scharmützel zwischen Jacques Villeneuve (Sauber) und Montoya (McLaren-Mercedes) in Runde eins Ralfs rasante Fahrt fünf Umläufe lang einbremste. Am Ende wurde der Pole-Mann nur Achter. Montoya schied aus, Villeneuve wurde mit einer 25-Sekunden-Strafe belegt und landete auf Platz zwölf.

Nur einen Platz vor seinem Bruder lag Michael Schumacher, der trotz zwei gewonnener Punkte erneut über seinen Bridgestone-bereiften "Bremsklotz" namens Ferrari F2005 klagte: "Der Spaß reduziert sich immer mehr, wenn du keine Chance hast. Die waren einfach viel schneller als ich."

Endergebnis

WM-Fahrerwertung

WM-Teamwertung

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