Formel-1-Fahrer Fernando Alonso und Renault-Team

Formel 1: GP von Japan 2008

— 13.10.2008

Wenn zwei sich streiten

Zweiter Sieg in Folge für Fernando Alonso: Der Spanier nutzte beim Großen Preis von Japan erneut die Gunst der Stunde. Die Titelanwärter Hamilton und Massa beraubten sich gegenseitig ihrer Chancen.

Nach dem Triumph in Singapur folgte der zweite Spanier-Streich: Fernando Alonso hat beim Grand Prix von Japan in Fuji erneut die Konkurrenz düpiert und sich den Sieg geschnappt. Schützenhilfe leisteten die beiden Titelfavoriten Lewis Hamilton (McLaren) und Felipe Massa (Ferrari), die sich mit gegenseitigen Remplern und dafür kassierten Zeitstrafen selbst aller Siegchancen beraubten. Zweiter wurde Robert Kubica im BMW Sauber, der seinen Punkterückstand auf WM-Spitzenreiter Hamilton auf zwölf Zähler verkürzte. Bei zwei verbleibenden Rennen kann sich der Pole mit einer Mini-Chance auf den Titel noch Hoffnungen machen. Ferrari-Pilot Kimi Raikkönen rettete einen dritten Platz, liegt aber mit 63 WM-Punkten abgeschlagen auf dem vierten Rang.

Zeitstrafen gegen Massa und Hamilton

Der Start: Hamilton fährt auf der letzten Rille in die Schikane, bremst Raikkönen aus.

Der Start des Rennens verlief dramatisch: Raikkönen startete vom zweiten Platz, kam aber besser weg als Hamilton auf der Pole und setzte sich sofort vor den Briten. Der konterte noch vor der ersten Schikane: Mit qualmenden Reifen bremste Hamilton den "Iceman" aus, beide rutschten aber von der Strecke und büßten Plätze ein. Wenig später gerieten Massa und Hamilton aneinander: Der Brite setzte zum Überholmanöver an, Massa konterte, verbremste sich aber und fuhr Hamilton ins Auto. Folge: ein fataler Dreher! Hilflos musste Hamilton das gesamte Feld an sich vorbeiziehen lassen. Massa kassierte für seinen Rempler zwar eine Durchfahrtstrafe, doch auch Hamilton wurde von den FIA-Komissaren wegen seiner Start-Attacke gegen Raikkönen zu einer Boxendurchfahrt verdonnert. Am Ende langte es nur für Platz zwölf. "Ich weiß nicht, wofür ich die Strafe bekommen habe", meinte Hamilton trotzig. "Ein Rennen zum vergessen", klagte auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Sebastian Vettel als bester Deutscher auf Rang sechs

Trotz Zeitstrafe zwei Punkte gutgemacht und noch Chancen auf den Titel: Felipe Massa (Ferrari).

Glück im Unglück hatte Felipe Massa, der trotz seiner Strafe am Ende noch auf dem siebten Rang landete und zwei Punkte auf Hamilton aufholte. Mit 79 Punkten liegt der Ferrari-Pilot nur fünf hinter Hamilton und darf weiter vom ersten brasilianischen WM Titel seit Ayrton Senna träumen. Bester Deutscher wurde Sebastian Vettel im Toro Rosso, der auf Rang sechs fuhr. Der 21-Jährige profitierte von einer Zeitstrafe gegen Teamkollege Bourdais, der zuvor Massas Wagen gerammt hatte. Für Nick Heidfeld war nicht mehr als ein neunter Platz drin, Singapur-Zweiter Nico Rosberg fuhr einen enttäuschenden elften Platz nach Hause. Nicht ins Ziel kamen Toyota-Mann Timo Glock und Adrian Sutil auf Force India, die beide wegen technischen Defekts vorzeitig ausschieden.

Autor: Jan Kretzmann

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