Formel 1 GP von Monaco 2009, Bianca Garloff; AUTO BILD MOTORSPORT

Formel 1 GP von Monaco

— 26.05.2009

Dicht am Grenzbereich

Formel 1 wirklich hautnah erleben – das geht nur beim GP von Monaco. AUTO BILD MOTORSPORT-Fachfrau Bianca Garloff hat die Top-Speed-Boliden im Makrobereich erlebt.

WAHNSINN! Ein Meter, nein, vielleicht gerade mal ein halber trennt mich in dieser Sekunde von Felipe Massas Ferrari. Nichts Besonderes für eine Formel-1-Journalistin, denken Sie? In der Boxengasse oder Startaufstellung können wir doch stets und ständig zwischen den Autos umherturnen? Recht haben Sie. Aber das hier, Formel 1 in Monaco, ist etwas ganz Spezielles. Ich stehe in der Anthony Noghes, der letzten Kurve vor Start-Ziel: Da kommt er – Mit 120 Sachen schießt Massa an mir vorbei. Uns trennt kein Fangzaun, wie das sonst üblich ist, kein Reifenstapel, kein Kiesbett. Nur Präzisionsarbeit. Denn im Zentimeterabstand jagt der Ferrari an der Leitplanke entlang. So schnell, so gewaltig, dass mir schwindelig wird.

Das gibt es nur in Monte Carlo

So nah dran wie eben möglich. Am besten geht das beim Formel-1-GP von Monaco.

Keine Rennstrecke zeigt die rohe Gewalt eines Formel-1-Autos so ungefiltert wie der Circuit de Monaco. Hier ist es lauter, enger und gefährlicher als woanders. Und nirgendwo sonst ist der Fan näher dran. Ich kann den Fahrern beim Einlenken in die Augen schauen. Sehe, wie das rechte Vorderrad kurz in der Luft stehen bleibt. Und spüre, wie das Donnern des Achtzylinders Trommelfell und Magenwände beben lässt. Im Hinterkopf die permanente Angst, dass sich ein Pilot doch mal verschätzen könnte. Deshalb darf ich auch nicht in dem kleinen Spalt zwischen Bordstein und Leitplanke stehen. Streift ein Fahrer nämlich doch einmal die Barriere, wäre mein Fuß ganz schnell matsch. Das ist Adrenalinkick pur. Jetzt verstehe ich Gerhard Berger. Der Formel-1-Pilot sollte sich kurz nach dem Ende seiner Karriere für ein Foto beim Tunnelausgang postieren. Seine Reaktion damals: "Ich bin doch nicht lebensmüde!" Ach so? Noch ein Jahr zuvor war der Mann selbst mit fast 300 Sachen durchs Halbdunkel des Fürstentums gerast.

Wen und was die Fotografen beim Formel-1-Topevent in Monte Carlo 2009 eingefangen haben, sehen Sie in den Bildergalerien – Pre-Events, Training, Qualifying und Rennen.

Autor: Bianca Garloff

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