Podium beim Formel 1-GP in Singapur (v.l.): Fernando Alonso, Christian Horner, Sebastian Vettel und Kimi Räikönnen

Formel 1: GP von Singapur

— 23.09.2013

Vettel siegt und siegt

Sebastian Vettel siegt erneut und ist auf dem Weg zum vierten Titel kaum noch zu stoppen. Auch in Singapur düpierte der Titelverteidiger die Konkurrenz.

(dpa) Ergriffen kurvte Formel-1-Regent Sebastian Vettel im Ziel ein paar Schlangenlinien und genoss das imposante Feuerwerk am Nachthimmel von Singapur. Mit einer Fahrt wie vom anderen Stern war der Weltmeister am Sonntag (23. September 2013) zu seinem dritten Sieg in Serie auf dem spektakulären Marina Bay Street Circuit gerast, der vierte Titel nacheinander ist in Reichweite. "Ich bin sprachlos, ehrlich gesagt. Es war ein unglaublich gutes Rennen", schwärmte Vettel.     

Platz zwei rettete sein schärfster Titel-Rivale Fernando Alonso im Ferrari, der sechs WM-Läufe vor Saisonschluss nun satte 60 Punkte Rückstand auf den Red-Bull-Star hat. "Er war das ganze Wochenende zu schnell für uns", räumte Alonso ein. Auf Rang drei fuhr der von Rückenschmerzen geplagte Lotus-Pilot Kimi Räikkönen. Der Finne konnte nur mit Schmerzmitteln an den Start geht, stürmte aber trotzdem von Startplatz 13 noch aufs Podium. Für Vettel war es bereits der 33. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und der siebte in diesem Jahr. "Ich genieße den Moment, das Auto ist fantastisch. Es ist kein Zufall, dass wir hier oben stehen", sagte der 26-Jährige. "Im Moment macht es einfach so viel Spaß, dass ich nicht über die Meisterschaft nachdenke", fügte er hinzu.     

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Mit nun 247 Zählern könnte der nächste WM-Triumph im optimalen Fall schon beim übernächsten Rennen in Japan perfekt sein. Alonso (187), Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (151) und Räikkönen (149) scheinen zu weit abgeschlagen. "Wir müssen ehrlich sein: Wir brauchen viel Glück: Nicht nur in Südkorea, wir brauchen Glück in Japan, in Indien, in Abu Dhabi – wir brauchen überall Glück", bekannte Alonso. In dem erst am Ende spannenden Rennen im Lichtermeer von Singapur hatte es lange nach einem deutschen Doppelerfolg ausgesehen. Doch die Boxenstopp-Taktik des von Platz zwei gestarteten Mercedes-Fahrers Nico Rosberg ging nicht auf, für den Wiesbadener reichte es nur zu Rang vier. "Das war ein klarer Strategiefehler. Das darf nicht mehr passieren", schimpfte Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda via RTL. Rosberg war vorsichtiger und meinte: "Ich weiß nicht, ob wir uns etwas vorwerfen können."     

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Auch die anderen beiden Deutschen punkteten. Nico Hülkenberg sicherte seinem Sauber-Team als Neunter zwei Zähler. Adrian Sutil steuerte im Force India als Zehnter zurück in die Garage. Schon in der Qualifikation hatte Vettel mit der Fahrt zur Pole Position einen Beweis seiner aktuellen Stärke geliefert. Nur am Start ärgerte Rosberg seinen Landsmann noch einmal kurz, konnte ihn aber doch nicht aufhalten. In die erste Kurve ging der Silberpfeil-Fahrer noch als Erster, hatte aber zu viel Schwung. So konnte Vettel innen wieder durchschlüpfen und sich die Führung zurückholen. Den besten Start erwischte Alonso. Von Platz sieben schoss der Spanier auf Rang drei vor. An der Spitze raste Vettel davon. Ganz nebenbei zog er in der ewigen Bestenliste der Führungsrunden am Briten Nigel Mansell vorbei, der in seiner Karriere 2089 Umläufe an der Spitze absolviert hatte. Nur Michael Schumacher, Ayrton Senna und Alain Prost haben nun noch mehr Führungsrunden als Vettel.     

Ricciardo schießt über das Ziel hinaus

Nach 24 ereignisarmen Runden sorgte dann Vettels künftiger Teamkollege Daniel Ricciardo für etwas Spannung. Der designierte Nachfolger von Mark Webber bremste seinen Toro Rosso zu spät und rauschte direkt unter einer Tribüne in die Streckenbegrenzung. "Ich habe zu viel gepusht und bin ein wenig über's Ziel hinausgeschossen", bekannte der Australier. Prompt kam das Safety-Car auf den Kurs – wie bei bislang jedem Grand Prix in Singapur seit der Premiere 2008. Nach dem Neustart hängte Vettel erneut Rosberg und die restlichen Verfolger ab. Mit unglaublichem Tempo baute der Heppenheimer den Abstand aus. Dann begann die entscheidende Phase der Boxenstopps. Webber, Rosberg und Hamilton holten sich frische Reifen und fielen vorerst ins Mittelfeld zurück. Vettel hingegen hatte 30 Sekunden auf Alonso herausgefahren und kehrte locker als Führender zurück auf die Strecke. Nur um die Plätze hinter ihm wurde es noch einmal spannend. Räikkönen holte sich mit einem tollen Manöver gegen Jenson Button im McLaren noch Rang drei. Pech hatte Webber, der bei seiner Aufholjagd auf den letzten Kilometern von einem technischen Defekt und einem Feuer gestoppt wurde.

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