Formel 1: GPWC-Projekt blockiert

Formel 1: GPWC-Projekt blockiert

— 24.06.2003

Werke verspielen Idee der eigenen F1

Mit der Beteiligung am Minardi-Team hat Bernie Ecclestone die gegen ihn arbeitenden Autohersteller ausgebremst. Ihr GPWC-Projekt ist blockiert.

Jetzt kommt langsam Licht in das Theater um Minardi. Wie berichtet, hatte beim GP Kanada Teamchef Paul Stoddart die Topteams beschuldigt, ihm fest zugesagte acht Millionen Dollar TV-Geld zurckzuhalten.

Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone war ffentlich als Samariter eingesprungen und bernahm angeblich fr vier Millionen Dollar 49 Prozent des notorisch existenzbedrohten Formel-1-Schlusslichts. Insider sagen nun: Alles inszeniert, damit Ecclestone jetzt als groer Sieger dasteht. Denn der kleine Brite, Geschftsfhrer der Formel-1-Vermarktungs-Holding SLEC, kann die groen Werke mit seinem Stimmrecht bei Minardi blockieren. nderungen im die F1-Geschfte regelnden Concorde-Abkommen mssen nmlich einstimmig von den Teams beschlossen werden.

Damit ist die Drohkulisse der GPWC (Grand Prix World Championship) mit den Werken Ford, Fiat, Renault, Mercedes-Benz und BMW, die mit einer Alternativserie ab 2008 drohen, um hhere Beteiligung am Gewinn zu erzielen, ins Wanken geraten. Zumal die japanischen Hersteller Honda und Toyota ihre Mithilfe verweigern und intern Uneinigkeit herrscht.

Ein Ford-Verantwortlicher sagt: "Das war es jetzt mit der GPWC." Ein Mercedes-Benz-Abgesandter gibt zu: "Beim Minardi-Deal haben wir alle geschlafen." Und BMW-Direktor Gerhard Berger fhlt sich nun erst recht besttigt: "Ich glaube ja sowieso, dass es fr die Werke nur eine Lsung mit Bernie Ecclestone geben kann, keine gegen ihn."

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