Formel 1: Die besten Bilder aus Spa

Formel 1: Halo als Retter bei Startcrash

FIA: „Reifenspuren sonst am Kopf“

Hat das Halo Charles Leclerc beim Startcrash in Spa das Leben gerettet? Deutliche Reifenspuren auf dem Cockpitbügel - das sagt die FIA.
Der Schutzengel von Charles Leclerc hat einen Namen: Halo. Der Sauber-Pilot wird in Spa unverschuldet in einen der heftigsten Startunfälle in der Formel 1 der letzten Zeit verwickelt. Auslöser ist ein Verbremser vom deutschen Renault-Fahrer Nico Hülkenberg, der McLaren-Star Fernando Alonso auf Leclercs Sauber schiebt. Auf dem Cockpitbügel am weißen Renner des Monegassen sind später deutlich Alonsos Reifenspuren zu sehen!
Ex-Weltmeister Nico Rosberg twittert nach dem Rennen ein Foto von Leclercs Halo mit den Worten: „Wir können die Halo-Disskussion jetzt beenden. Es wird Leben retten! #DankeFIA.“ Auch beim Automobilsportweltverband selbst ist man überzeugt von der positiven Wirkung des Bügels beim Crash. Renndirektor Charlie Whiting: „Man kann klar die Reifenspuren auf dem Halo und am Chassis sehen. Es bedarf nicht besonders großer Vorstellungskraft, um zu denken, dass die Reifenspuren sonst am Kopf von Charles gewesen wären.“

Brutal: Alonso steigt über Leclercs Auto in die Höhe

Der Rennleiter weiter: „Es ist natürlich ein bisschen spekulativ, weil unsere Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Aber andersrum gesagt, wäre es ein Wunder gewesen, wenn bei diesem Ausmaß der Spuren kein Kontakt des McLaren mit dem Kopf stattgefunden hätte.“
Auch Unfallgegner Alonso ist überzeugt: „Die Einführung des Halo war goldrichtig. Man muss sich nur Charles' Auto ansehen.“ Sauer ist Alonso hingegen auf Unfallverursacher Hülkenberg. „Es ist traurig“, kritisiert der Spanier den einzigen anderen Le-Mans-Sieger im Formel-1-Feld. „Ich verstehe nicht, wie man so einen Fehler machen kann, wenn man in der höchsten Klasse des Motorsports fährt. Nico hat sich komplett verschätzt und viel zu spät für Kurve eins gebremst. Das war ein grober Schnitzer.“
Beim Spanier werden Erinnerungen an den Startcrash mit Romain Grosjean 2012 an gleicher Stelle wach. Grosjean war damals sogar für ein Rennen gesperrt worden. Hülkenberg wird nach einer Anhörung durch die Stewards am Sonntag ebenfalls bestraft, aber deutlich milder: zehn Startplätze zurück in Monza und drei Strafpunkte auf die Superlizenz.

Fernando Alonso steigt nach seiner Flugeinlage aus

Den Grosjean-Vergleich findet Hülkenberg dann auch ein bisschen übertrieben. „Das war schon eine sehr unterschiedliche Geschichte. Ihm sind davor schon einige Sachen passiert, das kann man bei mir nicht gerade behaupten.“
Der Renault-Pilot erklärt: „Ich habe mich vertan und war etwas zu spät auf der Bremse. Es ist unglaublich, wie sensibel die Autos mit der Aerodynamik heute reagieren und wie viel Grip man verliert, wenn man Verkehr vor sich hat. Meine Reifen haben sofort blockiert.“ Die Strafe findet Hülkenberg fair. „Es war allein mein Fehler und sah wirklich nicht gut aus. Deswegen akzeptiere ich das natürlich.“
Die spektakulären Bilder vom Startcrash in Spa - jetzt in der Galerie:

Formel 1: Die besten Bilder aus Spa

F1F1F1

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.