Formel 1

Sieht so die Formel 1 2020 aus?

Formel 1: Halo-Entwicklung abgeschlossen

— 20.01.2017

Cockpitschutz ist einsatzbereit

Der Automobilweltverband (FIA) hat die Entwicklung des Cockpitschutzes für die Formel-1-Fahrer erfolgreich abgeschlossen. Der Einsatz ist aber weiterhin offen.

Das Halo-System ist einsatzbereit! Die FIA hat die Entwicklungsarbeiten am Cockpitschutz beendet. Theoretisch könnte der sogenannte Heiligenschein 2018 erstmals eingesetzt werden. Der stellvertretende FIA-Renndirektor Laurent Mekies dazu: „Aus technischer Sicht ist das Halo jetzt fertiggestellt. Nun beginnen die eher philosophischen Gespräche zwischen den Formel-1-Eignern, den Fahrern, der FIA und den Teams."
So könnten die 2017er Formel-1-Autos aussehen: HIER

Auch die Befürchtungen, dass ein Fahrer nach einem heftigen Crash nicht mehr aus seinem Auto aussteigen könnte, konnten nach einer Simulation des Crashs von Fernando Alonso in Australien entkräftet werden. Ein Sicherheitsberater der FIA hat es geschafft, aus dem Auto herauszuklettern – brauchte dazu aber mehr Zeit als üblich. Deshalb plant die FIA jetzt ein Ausstiegs-Training für die F1-Stars.

Der Blick aus dem F1-Cockpit mit Halo-System

Im Gegensatz zu den Fans und Ästheten stimmten die Piloten mit 95 Prozent für das Halo-System. Gegner kritisieren den Heiligenschein, weil er bei Unfällen wie denen von Felipe Massa in Ungarn 2009 und Jules Bianchi in Suzuka 2014 nicht geholfen hätte. Stattdessen plädieren sie für eine geschlossene Kuppel, die zumindest beim Massa-Crash geholfen hätte und ästhetischer ist. "Das Thema ist nicht tot“, erklärt Mekies. "Technisch ist es möglich. Wenn es gewünscht wird, brauchen wir vielleicht fünf oder sechs Monate. Wir warten derzeit auf die finale Entscheidung unserer Chefs, ob sie Halo wollen, ob sie die Cockpithaube wollen, oder ob sie etwas dazwischen wollen, das ästhetisch ansprechender ist, selbst wenn das ein Risiko mit sich bringt.“

Sieht so die Formel 1 2020 aus?



Dass ein Schutz kommen wird, gilt indes als sicher. Das ärgert besonders die Puristen des Sports, die jede Art von Cockpitschutz ohnehin ablehnen. Für die muss die Formel 1 offen bleiben.

Autor: Alexander Warneke

Fotos: Picture-Alliance

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