Formel 1: Die besten Bilder vom Monaco GP

Formel 1: Hamilton beklagt Langeweile

Rosberg: „Schwarzer Tag für Mercedes“

Lewis Hamilton fährt in Monaco zwar aufs Podest, ist allerdings unzufrieden mit den Pirelli-Reifen. Echtes Racing sei in Monaco nicht möglich gewesen.
Zwei Wochen nach dem überlegenen Doppelsieg in Barcelona landen die Silberpfeile beim Saisonhöhepunkt in Monaco auf dem hartem Boden der Tatsachen. Mit dem Sieg haben Lewis Hamilton und Valtteri Bottas diesmal nichts zu tun.
RTL-Experte Nico Rosberg urteilt nach dem Rennen über sein Ex-Team sogar: „Das war ein ganz schwarzer Tag für Mercedes, sie sahen wirklich schlecht aus heute.“ Die Begründung des Deutschen: „Sie haben sich ja sogar schwer getan Daniel (Ricciardo, Sieger; d. Red.) hinterherzukommen, als der mit seinem Problem viel weniger Leistung hatte.“

Platz drei: Schwarzer Tag oder Schadensbegrenzung?

Lewis Hamilton teilt die Meinung seines einstigen Erzrivalen für gewöhnlich nicht, stuft auch die Monaco-Schlappe der Silberpfeile weit weniger schlimm ein. „Ich bin eigentlich ganz dankbar über den dritten Platz und darüber, dass ich nicht mehr verloren habe“, sagt der Brite. Gerade einmal drei Zähler büßt Hamilton auf Hauptverfolger Vettel ein. „Letztes Jahr hatte ich zu diesem Zeitpunkt 25 Punkte Rückstand.“ 2018 sind es jetzt 14 Punkte Vorsprung.
Warum Mercedes vom Ergebnis im Fürstentum nicht überrascht ist, erklärt Teamkollege Valtteri Bottas, der noch hinter Kimi Räikkönen Fünfter wird: „Wir kennen die Schwächen unseres Autos und diese Strecke ist perfekt, um sie hervorzuheben. Natürlich sind wir nicht happy mit dem Wochenende, aber wir wussten vorher, dass es schwer wird - und es hätte auch schlechter laufen können, denn Ferrari hat auch kein perfektes Rennen erwischt.“

Zumindest einen Ferrari konnte Hamilton schlagen

Gegen Red Bull war laut Hamilton sowieso kein Kraut gewachsen auf den engen Straßen am Mittelmeer. „Sie haben ein viel kürzeres Auto, ich glaube sogar das kürzeste im Feld. Damit haben sie viel Downforce in den langsamen Kurven hier.“ Was Hamilton eher Sorge bereitet als die Monaco-Performance: „Beim nächsten Rennen in Kanada gibt es auch enge, langsame Kurven. Da sollten sie auch gut sein, genauso wie Ferrari, deren Auto sowieso überall funktioniert.“
Immerhin das Überholen sollte dann aber kein Problem sein. Für Hamilton war die Kombination aus der engen Strecke und den Pirelli-Reifen am Sonntag in Monaco nämlich einfach nur „langweilig“. „Wir sind ab Runde sechs nur so rumgefahren. Das war kein wirkliches Racing“, so Hamilton, der früh im Rennen Blasenbildung auf seinen Reifen beklagt. „Dann mussten wir alle deutlich langsamer machen, um überhaupt durchzukommen. Das war nicht besonders aufregend.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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