Die besten Bilder aus Baku

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Formel 1: Hamilton dominiert Freitag

— 17.06.2016

Verfolger mit Problemen in Baku

Viele Dreher und Zwischenfälle an Tag eins in Baku: Lewis Hamilton Schnellster, Nico Rosberg rollt aus. Auch Red Bull und Ferrari mit Schwierigkeiten.

Perfekter Einstand für Lewis Hamilton beim Europa GP. Obwohl der Weltmeister auf eine Streckenbesichtigung am Donnerstag verzichtete und nach eigener Aussage im Vorfeld gerade einmal acht Runden im Silmulator absolvierte, knallte Hamilton am Freitag in beiden Trainingssitzungen die Bestzeit auf dem neuen Formel-1-Kurs in Baku hin. Schwierigkeiten hatten hingegen seine größten Rivalen in der WM. Stallgefährte Nico Rosberg, der die Meisterschaft neun Punkte vor Hamilton anführt, musste seinen Mercedes 20 Minuten vor dem Ende des zweiten Trainings mit einem Motorproblem abstellen. Satte sieben Zehntel fehlten dem Zweitplatzierten am Ende auf Hamilton.
Hamilton Schnellster: Rosberg unter Druck

Nico Rosberg wurde von einem Defekt eingebremst

Wenig besser lief der erste Tag in Aserbaidschan für die Silberpfeil-Verfolger Red Bull und Ferrari. Während Kimi Räikkönen, ebenso wie Rosberg, kurz vor Schluss seinen Ferrari mit einem Problem an der MGU-K abstellen musste und die Session nur auf Platz 13 beendete, wurde Sebastian Vettel am Nachmittag mit zwei Sekunden Rückstand Achter. Am Vormittag hatte der Deutsche immerhin den fünften Platz herausgefahren, die Lücke zur Spitze war da aber bereits genauso groß gewesen. „Insgesamt war es ein guter Tag, weil wir viele Runden fahren konnten. Aber der Speed war nicht ganz da, das müssen wir uns anschauen“, erklärte Vettel.

Der Heppenheimer wurde nach dem Räikkönen-Problem am Ende des zweiten Trainings von seinem Team am Funk angewiesen, langsam zurück an die Box zu kommen. „Das war nur eine reine Vorsichtsmaßnahme. Eine Runde vor Schluss haben wir es ruhig angehen lassen. Aber es ist natürlich schade, dass es bei Kimi Schwierigkeiten gab“, teilte Vettel mit. In Bezug auf den großen Rückstand urteilte der Ferrari-Star: „Das ist natürlich nicht schön und sind auch keine guten Nachrichten. Aber wir sollten morgen dennoch näher dran sein, denn zumindest einen Teil davon können wir uns erklären.“ Vettel: „Wir hatten keinen ganz sauberen Tag, aber es ist erst Freitag, also noch kein Grund für viele Sorgenfalten.“

Sebastian Vettel fehlte noch eine Menge auf Mercedes

Sorgenfalten waren beim Baku-Auftakt hingegen auf der Stirn von Red-Bull-Teamchef Christian Horner zu beobachten. „Wir haben noch viel Luft nach oben, sicher fünf oder sechs Zehntel“, erklärte der Brite, nachdem vor allem die erste Trainingssitzung für sein Team alles andere als nach Wunsch verlaufen war. Während Max Verstappen bereits frühzeitig mit einem Ölleck in der Box stand, konnte der Holländer auf den TV-Schirmen verfolgen, wie Teamkollege Daniel Ricciardo mit dem Red Bull in Kurve 15 in der Mauer landete. Der Australier beschädigte sich dabei die Hinterradaufhängung stark, die Session wurde zwischenzeitlich unterbrochen.

„Ich habe mich gar nicht verbremst, bin aber zu schnell wieder von der Bremse runter und wollte mit zu viel Speed durch die Kurve. Dabei habe ich das Heck verloren und bin ordentlich angeschlagen“, klärte Ricciardo auf. Seine gute Laune hatte der Mann aus Perth trotz des Vorfalls aber nicht verloren, scherzte: „Jetzt weiß ich: Die Strecke ist definitiv so eng wie sie aussieht!“ Weniger glücklich stimmte Ricciardo aber der Blick auf die Zeitenliste: „Wir hatten heute nicht die Pace, die wir für das Wochenende wollen und brauchen. Vor uns liegt heute Nacht noch viel Arbeit.“

Daniel Ricciardo landete mit dem Red Bull in der Mauer

Immerhin glaubt der Red-Bull-Pilot, dem auf Rang zehn über zwei Sekunden auf die Spitze fehlten: „Wenn man die Abstimmung richtig hinbekommt, kann man hier schnell große Zeitsprünge machen. Aktuell gibt es einfach noch sehr wenig Grip.“ Das zeigte sich am Freitag auf der Strecke deutlich: Es gab unzählige Verbremser und Fahrten durch den Notausgang - kaum ein Pilot kam ohne Fehler um den neuen Baku City Circuit. „Die Strecke ist sehr herausfordernd und gemessen an der Geschwindigkeit unglaublich schmal. Sie ist nicht einfach, hat aber definitiv etwas“, berichtete Nico Hülkenberg, der im Force India am Nachmittag starker Fünfter wurde.

Teamkollege Sergio Perez schaffte es als Dritter sogar direkt hinter die beiden Mercedes, wenn auch mit einer Sekunde Rückstand. Red-Bull-Ass Ricciardo bereitete das trotzdem Kopfzerbrechen: „Man sieht hier eindeutig, dass die Teams mit Mercedes-Motor besonders stark sind“, fürchtete der Australier zunehmende Konkurrenz für das Rennen am Sonntag. Williams-Mann Valtteri Bottas, wie die Force Indias ebenfalls mit Mercedes-Power im Heck, stellte nach Platz vier in der zweiten Session daher zufrieden fest: „Es war ein guter Tag. Wir können hier wieder stark sein.“ Bereits beim letzten Rennen in Kanada hatte der Finne als Dritter auf dem Podium überrascht.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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