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Formel 1: Hamilton eingebremst?

— 01.05.2016

Lauda: Verschwörungstheorien „Bullshit“

Nach Nico Rosbergs siebtem Sieg in Folge muss sich Mercedes gegen Theorien zur Wehr setzen, wonach Lewis Hamilton bewusst benachteiligt werde.

Statt den Doppelsieg in Russland ausgelassen zu feiern, musste Mercedes-Sportchef Toto Wolff nach der Zielflagge erst mal durchatmen. "Das Rennen war ein Albtraum", konstatierte der Österreicher erschöpft.

Was war passiert?

Fährt im Moment Seriensiege ein: Nico Rosberg

Nach Lewis Hamiltons Antriebsproblem im Qualifying drohte beiden Mercedes offenbar auch im Rennen ein Ausfall. "Bei Nico stand ein Hybridelement kurz vorm endgültigen Aus", verriet Wolff. "Nico hat von sich aus langsamer gemacht. Dann hat sich das wieder erholt." Ähnlicher Fall beim Zweitplatzierten Lewis Hamilton. Wolff: "Bei Lewis hatten wir ein Wasserleck, dass sich dann zum Glück auch von selbst erledigt hat."
So lief der Russland GP: Rosberg siegt auch in Sotschi

Doch nicht jeder glaubt die Legende vom sich selbst heilenden Mercedes... Insbesondere aus Hamiltons Heimatland England kommen Theorien, wonach Mercedes den Champion in diesem Jahr bewusst benachteilige.

Neidvoller Blick: Bei Rosberg läuft alles besser

F1-Aufsichtsrat Niki Lauda stellt sich deshalb vors Team. Den Verschwörungstheoretikern, die bahaupten, dieses Jahr sei Rosbergs Jahr, weil Hamilton die zwei letzten Titel gewonnen hat, entgegnet er: "Das ist Bullshit! Ich hasse solches Gerede. 1.100 Leute machen gute Arbeit bei uns, sonst wären wir nie soweit gekommen. Aber menschliche Fehler passieren, wir müssen nun sicherstellen, dass sie aufhören."

Allein: Lewis Hamilton selbst ist es, der die Verschwörungstheorien befeuert. "Meine Seite der Garage hat definitiv eine harte Zeit im Moment", sagte er im britischen TV bei Sky Sports. "Aber ich habe vollstes Vertrauen in sie. Es ist eine ungewöhnliche Situation, denn viele waren letztes Jahr noch an Nicos Auto. Nicos Jungs waren meine. Dann wurden sie aus irgendeinem Grund getauscht."

Urteilen Sie selbst: Hamiltons Gesichtsausdruck auf die Nachfrage, ob er im Moment benachteiligt wird

Erst anschließend räumt der Dreifachweltmeister ein: „Aber das ist nicht der Grund. Ich werfe die Flinte noch nicht ins Korn."

Tatsächlich hat Mercedes die Mechaniker teilweise durchmischt - der Chancengleichheit zuliebe. Doch der amtierende Champion lässt nicht locker. Auf dem Podium sagte er: "Ich hatte keinen Zweifel daran, dass ich das Rennen gewinnen würde, ich hatte die Pace." Ein dezenter Hinweis darauf, dass er glaubt, mit Absicht vom Team eingebremst worden zu sein?

Thank you Sotschi? Hamilton weiß nur nicht wofür...

Schlusswort Toto Wolff: "Das Letzte, was wir wollen, ist Lewis zu benachteiligen. Er ist unser Weltmeister, er ist ein großartiger Botschafter unserer Marke und eine liebenswürdige Person. Er war nicht in der Lage, seine Bestleistung zu zeigen, weil wir ihn im Stich gelassen haben. Wir haben Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um über Nacht Teile herzubringen. Die Motor-Leute haben um zwei Uhr nachts angefangen zu arbeiten. Die Chassis-Jungs arbeiten seit fünf Uhr morgens. Wir tun wirklich alles, weil Lewis uns so wichtig ist."

Immerhin: Es wird nicht langweilig bei Mercedes.

Autoren: Bianca Garloff, Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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