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Formel 1: Hamilton erwartet Prozession

Wolff: Siegchance liegt bei einem Prozent

Lange Gesichter bei Mercedes: Ferrari dominiert das Qualifying in Ungarn klar. Für das Rennen in Budapest stapeln die Silberpfeile entsprechend tief.
Eigentlich hätte Lewis Hamilton am Samstag in Budapest Michael Schumachers Pole-Rekord einstellen wollen. Am Ende wurde es nur Platz vier für den Briten im Qualifying, direkt hinter Teamkollege Valtteri Bottas. Die erste Startreihe gehörte Ferrari.
„Wir wussten, dass Ferrari hier schnell sein würde. Insofern haben wir noch das Beste rausgeholt“, sagte Hamilton mit Blick auf die zweite Reihe für die Silberpfeile. 0,4 Sekunden fehlten dem Briten am Ende zur Pole - auf seinem letzten Run in Q3 beklagte Hamilton allerdings eine Vibration am Reifen und kam auf der ersten schnellen Runde dann auch von der Strecke ab.

Hamilton glaubt: An Ferrari gibt's kein Vorbeikommen

„Es ist wie im Tennis. Am Anfang willst du ein Ass schlagen. Wenn das aber daneben geht, versucht du beim zweiten Aufschlag zwar immer noch so gut wie möglich zu sein - volles Risiko gehst du aber nicht mehr“, erklärte Hamilton seinen Abstand und warum er hinter Teamkollege Bottas landete. Für den Sonntag schwant dem dreifachen Weltmeister nun Böses: „Ich denke, Ferrari wird da vorne morgen ziemlich leichtes Spiel haben. Man kann hier nicht überholen, also wird es wohl eine Prozession werden, wenn uns nichts über die Strategie gelingt“, so Hamilton.
Mercedes-Boss Toto Wolff glaubte unmittelbar nach dem Qualifying sogar: „Wir haben nur noch eine Ein-Prozent-Chance, hier zu gewinnen.“ Etwas später sah Wolff immerhin „am Start eine Möglichkeit - weil es 600 Meter bis zur ersten Kurve sind. Wenn man gut weg- und in den Windschatten kommt, kann man in Kurve eins und zwei attackieren. Danach wird es aber schwierig.“ Auch weil Ferraris Pace zumindest am Samstag außer Reichweite für die Stuttgarter war.

Mercedes stellen sich nach dem Quali viele Fragen

Wolff erklärt: „Ich denke, das ist streckenspezifisch. Es gibt drei Kurse im Kalender - Monaco, Budapest und Singapur - wo man diese hohe Downforce braucht. Und wir können sehen, dass die DNA unseres Autos auf anderen, schnelleren Strecken stabiler ist.“ Wolff: „Ferrari hingegen ist sehr stark auf diesen langsameren Kursen.“
Dennoch will der Österreicher nicht alles negativ bewerten. „In Monaco hatten wir deutlich gravierendere Probleme, die wir danach auch gelöst haben. Insofern kann man es auch positiv sehen, dass wir Ferrari auf diesem Streckentypus deutlich näher gekommen sind.“ Zudem hätte das Team mit einer Änderung des Set-Ups im Quali „zurückgeschlagen“. Wolff: „Im dritten Training lief es noch deutlich schlimmer für uns, danach haben wir uns wieder gefangen. Aber es war eben nicht genug.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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