Die besten Bilder aus Silverstone

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Formel 1: Hamilton greift Rosberg an

— 11.07.2016

Volle Attacke mit „dickeren Eiern“

Lewis Hamilton hat den Rückstand auf Nico Rosberg in der WM von 43 Punkten auf einen reduziert. Nun legt der Brite auch im Psycho-Duell knallhart nach.

So nah war Lewis Hamilton das ganze Jahr noch nicht an Nico Rosberg dran. Auf vier Punkte hatte der Brite seinen Rückstand auf Rosberg mit dem Sieg am Sonntag in Silverstone reduziert – am Abend taten die Rennstewards Hamilton bei seinem Heimrennen dann noch einen Gefallen: Strafe gegen Rosberg wegen verbotener Hilfe am Funk durch den Kommandostand. Platz zwei futsch und damit auch drei weitere Punkte in der WM. Nur noch einen Zähler liegt Hamilton jetzt hinten!
Strafe gegen Mercedes-Star: Rosberg verliert Platz zwei!

Im Regen sah Rosberg kein Land gegen Hamilton

„Ich sehe das Glas lieber halbvoll als halbleer“, kommentierte Rosberg nach dem Rennen und unterstrich: „Wir haben jetzt im Prinzip Saisonhalbzeit und ich habe mehr Punkte geholt als Lewis.“ Zehn von 21 Rennen sind absolviert. Doch wer hätte nach Rosbergs vier Siegen zu Saisonbeginn ernsthaft gedacht, dass Hamilton ihm wenige Rennen später schon wieder im Nacken sitzt? Der Brite selbst jedenfalls nicht: „Es ist verrückt. Dieses Jahr war hart, ich bin durch schwere Zeiten gegangen“, erklärte Hamilton mit Blick auf sein Technikpech zu Saisonbeginn. „Ich war 43 Punkte hinten und dann hatten wir auch noch den großen Crash...“, erinnerte sich der Brite an die Kollision der Teamkollegen in Spanien.
So lief das Rennen in Silverstone: Heim-Hattrick für Hamilton

„Aber ich habe weiter gepusht und jetzt sieht man, wie sich die Dinge drehen“, witttert Hamilton Morgenluft im WM-Kampf. Das Duell gegen Rosberg führt der Brite im Moment nicht nur auf der Strecke mit knallharten Bandagen – sondern auch daneben: In Silverstone konnte er sich diverse Spitzen gegen seinen Widersacher nicht verkneifen. So antwortete Hamilton beispielsweise auf die Frage, warum er im Regen schnellere Zeiten als Konkurrent Rosberg gedreht habe, mit einem breiten Grinsen: „Dickere Eier!“ Nachdem die Mercedes-Teamführung den Fahrern verboten hat, sich an die Karre zu fahren, attackiert Hamilton nun verbal.

Buh-Rufe gegen Rosberg in Silverstone

Direkt nach Rennende plauderte Hamilton im Raum vor dem Podium mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen darüber, wo dieser Rosberg geschnappt habe – in Beisein seines Teamkollegen sprach Hamilton nur in der dritten Person über Rosberg, als wäre dieser gar nicht da. „Frostiger geht es nicht“, kommentierte Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Martin Brundle die Situation. Auf dem Podest wurde es wenig besser: „Ich kriege ihn noch“, rief Hamilton dem johlenden Publikum zu, während Rosberg schweigend daneben stand.

Das Duell: Rosberg vs. Hamilton

Das Duell: Rosberg vs. Hamilton Das Duell: Rosberg vs. Hamilton Das Duell: Rosberg vs. Hamilton
„Wir haben ein tolles Publikum, es gibt hier nicht viele Buh-Rufe“, sagte der Brite, der zuletzt in Österreich selbst mit Schmähungen der Zuschauer konfrontiert wurde, mit dem Mikro in der Hand an die Menge gerichtet - und leitete damit direkt über: Denn anschließend betrat Rosberg die Bühne und wurde im Land seines Rivalen gnadenlos ausgebuht. Hamilton ignorierte diesen Fakt später genauso wie zuvor seinen großen Rivalen. „Wir haben heute gezeigt, dass wir besser sind“, kommentierte er nochmals in Bezug auf das seiner Meinung nach „fachkundigste Publikum der Welt“.
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Eiszeit: Die Rivalen hatten sich nichts zu sagen

Der Weltmeister schwebt nicht erst seit der großen Hamilton-Party – die Zuschauer harrten nach dem Rennen in Silverstone stundenlang auf der Start-Ziel-Geraden aus: Hamilton kam mehrmals heraus, kletterte mit Union Jack auf den Zaun, machte Stagediving wie ein Rockstar – wieder voll auf der Erfolgswelle: „Im Moment wachse ich mit dem Auto, lerne immer mehr darüber. Das macht mich sehr glücklich und drückt sich dann auch in der Performance aus.“

Fest steht: Der Brite strotzt aktuell nur so vor Selbstvertrauen. „Egal gegen wen es geht: Ich bin bereit“, stellte Hamilton unmissverständlich klar. „Dieses Jahr ist ein Jahr zum Wachsen, denn es gab Höhen und Tiefen. Die Probleme sind nur da, um uns zu testen. Aber jetzt fühle ich mich stärker denn je.“

Damit auch sein Material im Schlussspurt noch stark ist, schonte Hamilton laut eigener Aussage übrigens bei seiner Siegfahrt den Motor! Hintergrund: Der Brite hat bereits seine fünfte und damit letzte straffrei einsetzbare Antriebseinheit im Heck. „Als Nico hinter mir mit Max gekämpft hat und ich sieben Sekunden Vorsprung hatte, habe ich den Motor runtergedreht“, verriet Hamilton. „Erst später, als Nico vorbei war, habe ich ihn wieder hochgedreht. Da habe ich hoffentlich ein Viertel der Laufleistung gespart“, erklärte der Brite, dass er nicht nur mental gut gerüstet in die Schlacht mit Rosberg zieht.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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