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Formel 1: Hamilton holt Bahrain-Pole

— 18.04.2015

Vettel startet aus erster Reihe

Lewis Hamilton hat sich in Bahrain überlegen die Pole Position gesichert. Sein erster Verfolger im Rennen heißt Sebastian Vettel - Nico Rosberg blieb nur P3.

Lewis Hamilton bleibt in der Formel-1-Qualifikation eine Klasse für sich und der Serien-Polemann in diesem Jahr. Der Titelverteidiger wehrte auf dem hell erleuchteten Bahrain International Circuit am Samstagabend den Angriff von Sebastian Vettel im Ferrari in beeindruckender Manier ab. Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der sich unbedingt den besten Startplatz sichern wollte, musste sich sogar noch hinter Vettel einreihen. Chancenlos waren beide gegen Hamilton. "Das war großartig", meinte der Pole-Mann sichtbar zufrieden mit dem Ausgang der K.o.-Ausscheidung. "Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Biest unter mir habe, mit dem ich in den Kurven richtig attackieren kann."

Vettel hat am Sonntag viel vor

Zum vierten Mal in diesem Jahr in der Qualifikation nicht zu schlagen: Lewis Hamilton holte erneut die Pole

Nicht minder zufrieden war Vettel mit dem erneut starken Auftritt seines Ferraris. "Für den Moment bin ich sehr glücklich mit der ersten Reihe. Wir sind ganz flott unterwegs", sagte der Deutsche, dem auf der einen schnellen Runde allerdings satte 0,411 Sekunden auf Hamilton fehlten. Er sei aber "besonders stolz darauf, Mercedes getrennt zu haben", betonte Vettel. Das gelang dem 27 Jahre alten Scuderia-Piloten schon einmal in diesem Jahr. In Malaysia startete Vettel von Platz zwei neben Polesetter Hamilton und Rosberg auf drei - und gewann das Rennen. Gleiches hat Vettel auch am Sonntag wieder vor. "Ich hoffe wir können morgen weiter pushen und sind im Rennen vielleicht noch ein bisschen näher dran als heute", so der Heppenheimer.

Landsmann Rosberg konnte hingegen nicht zufrieden sein, nachdem nicht nur Hamilton erneut der Schnellere gewesen war. "Ich bin enttäuscht, weil auch mich Sebastian geschlagen hat", sagte er. Sechs Tage nach seinem Gefühlsausbruch in Shanghai im Anschluss an Hamiltons Sieg und den Vorwürfen an den Briten, an der Spitze langsamer gefahren zu sein und ihm so dem Druck Vettels ausgesetzt zu haben, wirkte Rosberg ziemlich bedröppelt. Keine Rechnung ging auf. Seine Reifenwahl im zweiten Durchgang werde ihm zwar im Rennen helfen, habe ihn aber im Zeittraining aus dem Rhythmus gebracht, meinte Rosberg. Und Vettel habe er dort vorne nicht erwartet, gab er zu. "Sonst wäre Zweiter noch relativ okay." So aber nicht, denn Rosbergs Rückstand auf die Spitze im WM-Klassement droht nun noch anzuwachsen.

Lauda sieht keine Reifenprobleme

Angespannte Mienen bei den Silberpfeilen: Niki Lauda (r.) und Toto Wolff (l.) wissen um die starke Konkurrenz

Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda war ebenso wie Rosberg überrascht über das Fehlen seines zweiten Schützlings in Reihe eins. "Nico hat sich hier alles vorgenommen, um Lewis zu schlagen und das ist ihm klar nicht gelungen", sagte der Österreicher, der mit Vettel eher einen anderen Deutschen auf der Siegerrechnung hatte. "Sebastian ist im Rennen eine große Gefahr. Ich gehe davon aus, dass Ferrari im Renntrimm gut und schnell ist. Es kann morgen also einige Überraschungen geben, denn die Burschen da vorne sind knapp beieinander." Dass die Scuderia aus Maranello seinen Silberpfeilen so sehr auf die Pelle rückt, wunderte Lauda hingegen weniger. "Sie haben seit letztem Sommer gute Arbeit geleistet und rund 43 PS mehr in ihren Motor reingebracht. Außerdem geht ihr Auto sehr gut mit den Reifen um."

Der Reifenverschleiß ist zeitgleich Mercedes Archillesferse, wenngleich Lauda sich in Bahrain in Bezug auf diese Thematik weniger Sorgen machte. "Eigentlich dürfte das Reifenmanagement hier kein Problem sein, denn die weichen Reifen halten im Vergleich zu anderen Strecken sehr lang. Man muss nicht gleich nach ein paar Runden reinkommen und sie wechseln sondern kann gut und gerne 20 Runden damit fahren." Lauda war überzeugt: "Man kann sie voll belasten. Sie sollten also halten." Dementsprechend ist für Lauda, trotz aller Warnung vor Ferrari, Hamilton nach wie vor klarer Favorit auf den Rennsieg: "Er ist es, den es hier zu knacken gilt, so viel ist klar." Vor dem Grand Prix in der Wüste von Sakhir führt Hamilton in der WM-Wertung mit 68 Zählern. Vettel ist Zweiter mit 55 Punkten, Rosberg kommt auf 51.

Räikkönen jagt das ewige Top-Trio

Ferrari im Angriffsmodus: Auch Vettel-Teamkollege Räikkönen will die Mercedes am Sonntag ärgern

Obwohl das Top-Trio auch im Bahrain-Qualifying wieder die Nase vorne hatte, könnte das Podest-Abo von Hamilton (zweimal Erster, einmal Zweiter), Vettel (einmal Erster, zweimal Dritter) und Rosberg (zweimal Zweiter, einmal Dritter) am Sonntag ein Ende haben: Vettel-Teamkollege Räikkönen will mit aller Macht seinen ersten Podiumsplatz seit dem 6. Oktober 2013 in Südkorea (Zweiter mit Lotus). Er nimmt das Rennen als Vierter auf und bestätigte damit Ferraris aufstrebende Form. "Es gibt nicht mehr diesen Alleinlauf von Mercedes", betonte auch der Motorsportchef des deutschen Autobauers, Toto Wolff. "Das sind die neuen Machtverhältnisse." Sprich: Mercedes gegen Ferrari. "Wir sind ein bisschen aus der Komfortzone herausgerissen worden", gab Wolff zu.

Zurück in der Komfortzone war am Samstag dafür ein anderer Deutscher: Wenn auch nicht so weit vorne, durfte sich Vettels und Rosbergs Landsmann Nico Hülkenberg in Bahrain endlich wieder einmal zu den Top-10 zählen. Zum ersten Mal schaffte es der 27 Jahre alte gebürtige Emmericher in dieser Saison in einer Qualifikation als Achter unter die besten Zehn. Freude auch bei McLaren-Honda: Erstmals in diesem Jahr über die erste Ausscheidungsrunde hinaus kam Fernando Alonso. Nachdem Teamkollege Jenson Button wegen eines Defekts nach wenigen Minuten ohne Zeit ausschied, reihte sich Alonso immerhin auf dem respektablen 14. Platz ein. (fh/dpa)
Fotos: Picture-Alliance

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