Die besten Bilder aus Bahrain

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Formel 1: Hamilton holt Bahrain-Pole

— 02.04.2016

Rosberg und Vettel erste Verfolger

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton rast in Bahrain zur Pole-Position. Nico Rosberg fehlen nur 77 Tausendstel auf seinen Teamkollegen, Sebastian Vettel Dritter.

Erst der Patzer, dann die Wunderrunde: Lewis Hamilton hat sich am frühen Samstagabend Ortszeit unter Flutlicht die Pole-Position für den Großen Preis von Bahrain gesichert. Mercedes-Stallgefährte Nico Rosberg wurde hinter Hamilton Zweiter. Dem WM-Führenden fehlten am Ende gerade einmal 77 Tausendstel auf Platz eins. Hamilton verhinderte mit seiner 51. Karriere-Pole eine deutsche erste Startreihe, denn Sebastian Vettel wurde mit einer halben Sekunde Rückstand auf die schnellste Zeit Dritter.

Das Bild am Samstag in Bahrain: Mercedes vor Ferrari

"Das war eine sexy Runde", jubelte Hamilton auf der Auslaufrunde wie schon zuletzt in Australien über seinen ersten Startplatz. Mit einer Zeit von 1:29,493 Minuten war Hamiltons Pole-Runde zudem die schnellste jemals in Bahrain gefahrene. Die bisherige Bestmarke hielt Mark Webber (1:29,527 Min.) aus dem Jahr 2005 und damit noch aus der V10-Ära! "Toll! Dass wir schneller sind als zu V10-Zeiten, zeigt doch, wie sehr sich die Technologie weiterentwickelt hat", fand Hamilton passende Worte in Richtung aller Formel-1-Kritiker. Auch über die Spannung bei der zweiten Bewährungsprobe für das neue Qualifying-Format durften sich die Fans am Samstag nicht beschweren.

Erst mit seinem zweiten und letzten Versuch im finalen Q3 machte Hamilton seine Pole klar. Beim ersten schnellen Run hatte er in der Zielkurve noch gepatzt, war zu weit rausgekommen und zwischenzeitlich auf den provisorischen vierten Startplatz zurückgefallen. Am Sonntag hofft der Brite nun auf seinen dritten Erfolg in Serie beim Flutlichtrennen in der Wüste. Teamkollege Rosberg will hingegen seinerseits eine Serie ausbauen: Der Deutsche hat saisonübergreifend die letzten vier Rennen gewonnen.

Vettel (r.) will Mercedes im Rennen mehr Paroli bieten

Sebastian Vettel konnte nach seiner Bestzeit im Abschlusstraining in der Qualifikation nicht auf dem Niveau der Mercedes-Piloten agieren. "Nicht ganz das, was ich mir erhofft habe", funkte der Heppenheimer noch aus dem Auto heraus und stellte später fest: "Mit dem Abstand können wir nicht glücklich sein. Meine erste Runde war gut, die zweite dann ein bisschen 'copy and paste'. Bloß ist es natürlich nicht genug, fünf Hundertstel schneller zu sein, wenn sich die Mercedes dann um eine halbe Sekunde verbessern." Nun liegen Vettels Hoffnung einmal mehr auf dem Start. Zuletzt in Australien konnte er als Dritter, ebenso von der sauberen Seite kommend, noch vor Kurve eins die Führung übernehmen.

Platz vier im Qualifying ging an Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen im Ferrari, Rang fünf an Daniel Ricciardo im Red Bull. "Mit Mercedes und Ferrari können wir von der Pace her nicht mithalten, deswegen ist das wie eine Pole", kommentierte der Austrlier das Ergebnis für die Mannen von Helmut Marko sichtlich zufrieden. Glückliche Gesichter gab es derweil auch bei den beiden weiteren Deutschen im Feld. Nico Hülkenberg schnappte sich im Force India Startplatz acht, Pascal Wehrlein fuhr im unterlegenen Manor immerhin auf die 16. Startposition.

Pascal Wehrlein lieferte mit P16 ein gutes Ergebnis ab

"Mit Platz acht bin ich natürlich zufrieden, vor allem weil das Wochenende eigentlich nicht ideal für uns lief. Im Qualifying wurde das Auto aber immer besser und besser", freute sich Hülkenberg, der durch seinen Einzug in Q3 auch etwas zum Opfer des eigenen Erfolgs wurde - die Fahrer hinter ihm haben ab Platz neun schließlich freie Reifenwahl am Start. "Es ist zwar nett, auf einem neuem Satz zu starten. Aber dafür stehe ich eine Position weiter vorne", grinste der Emmericher.

Pascal Wehrlein stellte indes fest: "Wir haben hier ein ganz anderes Auto als noch in Melbourne. Dort hatten wir große Probleme, waren weit hinten. Hier fehlen uns auf einmal nur ein paar Zehntel auf Q2." Einmal mehr war der 21-jährige Manor-Rookie deutlich schneller als sein Teamkollege Rio Haryanto. "Meine beiden Runden waren sehr konkurrenzfähig und ohne Fehler - das war gut heute", freute sich Wehrlein. Und noch einem jungen Wilden gelang am Samstag ein starker Einstand in der Formel 1: Stoffel Vandoorne, der bei McLaren den verletzten Fernando Alonso vertritt, landete im Quali auf Rang zwölf. Und damit vor seinem erfahrenen Weltmeister-Teamkollegen Jenson Button.

Ergebnis - Qualifikation in Bahrain:

1. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:29,493 Min.
2. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:29,570
3. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:30,012
4. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:30,244
5. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:30,854
6. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:31,153
7. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:31,155
8. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:31,620
9. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:31,756
10. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso 1:31,772
11. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:31,816
12. Stoffel Vandoorne (Belgien) McLaren Honda 1:31,934
13. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:31,945
14. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:31,998
15. Daniil Kvyat (Russland) Red Bull 1:32,241
16. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor 1:32,806
17. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:32,840
18. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:32,911
19. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:33,181 (Start aus der Box, Fehler beim Wiegen)
20. Jolyon Palmer (England) Renault 1:33,438
21. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:34,190
22. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:34,388

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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