Die besten Bilder aus Silverstone

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Formel 1: Hamilton holt Heim-Pole

— 09.07.2016

Vettel nach Strafe nur Elfter

Mercedes-Dominanz an der Spitze: Lewis Hamilton vor Nico Rosberg im Qualifying von Silverstone: Frust bei Sebastian Vettel nach Getriebestrafe.

Startplatz eins beim Heimspiel für Mercedes-Pilot Lewis Hamilton in Silverstone: Der Weltmeister verwies im Formel-1-Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien seinen Stallrivalen Nico Rosberg auf den zweiten Platz. Für Hamilton war es die 55. Pole seiner Karriere und die sechste in dieser Saison. "Ein fantastisches Ergebnis. Es war nicht die sauberste Qualifying-Session, deswegen bin ich sehr froh, dass ich es auf die Pole geschafft habe", freute sich Hamilton.
Das macht Mercedes so schnell: Neuer Heckflügel am Silberpfeil

Hamilton war mit allen vier Rädern neben der Strecke

In der Tat musste der Brite wenige Minuten vor dem Ende des Zeittrainings um seinen ersten Startplatz zittern. "Schon in Q1 bin ich in Kurve drei weit rausgekommen. Danach war meine Pace gut, aber meine vorletzte Runde in Q3 wurde mir leider weggenommen", fasste Hamilton sein Qualifying zusammen.

In Copse-Corner war der Weltmeister mit allen vier Rädern am Kurvenausgang neben der Strecke. Die Rennstwards strichen daraufhin Hamiltons schnellste Zeit. "Ich wollte nicht so weit rausfahren, habe aber den Kerb berührt, das Auto ist aufgesetzt und ich wurde weiter rausgezogen", rechtfertigte sich Hamilton.

Doch die Regelhüter um Ex-Weltmeister Nigel Mansell kannten keine Gnade. "Dadurch war der Druck für die letzte Runde natürlich hoch. Als ich in der Garage saß, habe ich mir gedacht: 'Du kannst deine Jungs und auch die Zuschauer da draußen jetzt nicht im Stich lassen'", so Hamilton, der sich bei den Fans bedankte: "Wunderbar, zu sehen, wie viele schon seit Donnerstag hier sind. Es ist die größte Menschenmenge, die ich je gesehen habe und alle senden mir Extra-Motivation und positive Energie."

Pole-Position bei seinem Heimspiel für Lewis Hamilton

Auch Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda stellte fest: "Die Zuschauer im Rücken bringen Lewis im Vergleich zu Nico hier wahrscheinlich noch mal ein Extra-Zehntel." Lob für Hamilton gab es eine Woche nach der Mercedes-Kollision in Spielberg auch von Teamkollege Nico Rosberg. "Glückwunsch an Lewis, es war heute ein toller Job von ihm. Ich hatte nicht den besten Tag, aber die Punkte gibt es zum Glück erst morgen, also pushe ich weiter", versicherte der deutsche WM-Spitzenreiter. 

Nachdem er das zweite Training am Freitag wegen eines Wasserlecks ganz verpasst hatte, war Rosberg am Samstag froh, dass alles am Silberpfeil wieder reibungslos funktionierte. "Das Auto liegt wie auf Schienen und es macht richtig Spaß hier zu fahren. Gerade die schnellen Passagen sind für uns Fahrer sehr spektakulär", sagte Rosberg, der wegen zu langsamen Fahrens in Q1 wie Hamilton auch kurz ins Auge der Regelhüter fiel. Nach einer Untersuchung kam der Deutsche aber ohne Strafe davon.

Rosberg musste sich erstmal den Mund abwischen

Dritter hinter den beiden Silberpfeilen wurde am Samstag Max Verstappen im Red Bull. Daniel Ricciardo auf Rang vier unterstrich die gute Form des Teams aus Milton Keynes. Wenngleich auf Mercedes an der Spitze im Qualifying bereits eine Sekunde fehlte, hatte Red Bull Ferrari klar im Griff. Bei der Scuderia überwog nach dem Zeittraining der Frust.

Kimi Räikkönen hatte in Q2 große Mühe sich für die nächste Runde zu qualifizieren, schaffte nach einem Dreher und zusätzlichem Verbremser erst ganz spät den Sprung in die finale Sitzung. In dieser belegte er dann den fünften Platz, anderthalb Sekunden hinter Hamilton. Sebastian Vettel fehlten gleich 2,2 Sekunden auf die Spitze. Schlimmer noch: Wegen eines Getriebewechsels im Anschluss an das dritte Training muss der Deutsche wie schon vor einer Woche beim Österreich GP in der Startaufstellung um fünf Positionen nach hinten. Statt von Platz sechs fährt Vettel somit nur als Elfter los.

Kimi Räikkönen landete mehrmals neben der Strecke

"Das Auto war nicht schlecht. Aber ich habe keine Runde zusammengebracht. Leider konnten wir heute nicht zeigen, was das Auto kann", sagte Vettel und erklärte: "In Stowe habe ich einmal das Heck verloren, dann war die Runde gelaufen. Beim zweiten Run war Turn eins nicht gut." Der Deutsche ist überzeugt, dass sonst mehr drin gewesen wäre. "Einen Red Bull hätten wir mit Sicherheit geschlagen", glaubte Vettel, dem jedoch der Abstand zu Mercedes Sorgen bereitete. "Alles über eine Sekunde ist ziemlich viel. Wenn man sich zudem die einzelnen Sektoren anschaut, sticht keiner heraus. Sie sind überall schnell und wir verlieren überall etwas."

Wo die anhaltenden Getriebeprobleme herkommen, kann sich der Deutsche nicht erklären. "Wir würden es sicher abstellen, wenn wir es wüssten. Ich wollte hochschalten und der Gang ging nicht rein. Da wusste ich sofort, was los ist", beschrieb der Deutsche: Denn: "Wir hatten das Problem gestern schon, heute Vormittag dann wieder. Das ist natürlich nicht gut." Angst, dass sich der Defekt auch im Rennen wiederholen könnte, hat Vettel aber nicht. "Wir haben vor dem Qualifying Vorsichtsmaßnahmen getroffen und hatten anschließend keine Probleme mehr, Kimi hatte auch keine. Ich bin sicher, dass für morgen alles in Ordnung ist."

Sebastian Vettels Getriebe-Frust geht in England weiter

Dass es sich um den gleichen Schaden wie zuletzt in Spielberg handelte, wollte Vettel ausschließen. "Es ist etwas, dass wir so noch nicht hatten und das in den vielen Rennen davor nicht aufgetreten ist", erklärte er. Bitter: Vettel hatte in Silverstone eigentlich ein neues Getriebe im Einsatz. Nach Schäden in Russland und Österreich ist es bereits das dritte Mal, dass eine Fünf-Plätze-Strafe den Deutschen zurückwirft. 

Sein Rennen am Sonntag macht ein Start außerhalb der Top-10 nicht einfacher. Vettel: "Die vor uns, wollen sicher auch vor uns bleiben. Aber da müssen wir jetzt durch." Einer davon ist Nico Hülkenberg. Der Force-India-Fahrer beendete das Qualifying als Neunter und geht wegen der Vettel-Strafe als Achter ins Rennen. Pascal Wehrlein fuhr am Samstag auf den 20. Rang.

Ergebnis - Qualifying Großbritannien GP 2016:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:29,287 Min.
2. Nico Rosberg (Wiesbaden) - Mercedes + 0,319
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull + 1,026
4. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull + 1,331
5. Kimi Räikkönen (Finnland) - Ferrari + 1,594
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) - Ferrari + 2,203 (+5 Plätze für Getriebewechsel)
7. Valtteri Bottas (Finnland) - Williams + 2,270
8. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Toro Rosso + 2,702
9. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Force India + 2,885
10. Fernando Alonso (Spanien) - McLaren + 3,056
11. Sergio Perez (Mexiko) - Force India 1:31,875
12. Felipe Massa (Brasilien) - Williams 1:32,002
13. Romain Grosjean (Frankreich) - Haas 1:32,050
14. Esteban Gutierrez (Mexiko) - Haas 1:32,241
15. Daniil Kvyat (Russland) - Toro Rosso 1:32,306
16. Kevin Magnussen (Dänemark) - McLaren 1:37,060
17. Jenson Button (Großbritannien) - McLaren 1:32,788
18. Jolyon Palmer (Großbritannien) - Renault 1:32,905
19. Rio Haryanto (Indonesien) - Manor Racing 1:33,098
20. Pascal Wehrlein (Worndorf) - Manor Racing 1:33,151
21. Felipe Nasr (Brasilien) - Sauber 1:33,544
22. Marcus Ericsson (Schweden) - Sauber - (nach Trainingscrash nicht teilgenommen)

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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