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Formel 1: Hamilton holt Spanien-Pole

— 14.05.2016

Red Bull schlägt Ferrari

Nico Rosbergs Siegesserie scheint gefährdet: Lewis Hamilton startet in Spanien von ganz vorne. Böse Überraschung für Ferrari: Red Bull in Barcelona schneller.

Pole-Position für Lewis Hamilton zum Europa-Auftakt der Formel 1 beim Spanien GP in Barcelona. Der britische Weltmeister brummte seinem Mercedes-Stallgefährten Nico Rosberg mit einer Zeit von 1:22,000 Minuten auf dem Circuit de Catalunya 0,280 Sekunden Rückstand auf. Rosbergs Siegesserie von sieben Erfolgen in Serie ist damit in akuter Gefahr, denn gerade auf dem spanischen Kurs zählt der erste Startplatz als halbe Miete für den Sieg. 13 der letzten 15 Pole-Setter in Barcelona holten am Sonntag auch den Sieg. Hinter dem Mercedes-Duo sicherten sich Daniel Ricciardo und Aufsteiger Max Verstappen für Red Bull die zweite Reihe. Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel mussten sich im Ferrari mit den Plätzen fünf und sechs zufriedengeben.

Die Top-3 am Samstag: Rosberg, Hamilton, Ricciardo

"Ich bin sehr, sehr happy. Die vergangenen beiden Qualifikationen konnte ich Nico nicht schlagen", meinte Hamilton, der nach technischen Problemen in den beiden letzten Rennen von den Starträngen 22 und zehn losfahren musste. Bis in die Haarspitzen motiviert hatte sich Hamilton im Vorfeld des Barcelona GP gezeigt. "Gestern hatte ich aber einen schweren Tag und Start ins Wochenende. Umso schöner, dass es heute dann auf den Punkt gepasst hat", sagte der Brite. Überraschender als Hamiltons Zurückschlagen war indes das, was sich hinter dem Mercedes-Duo an der Spitze abspielte. Lange Zeit sah es im Qualifying sogar so aus, als könne der erst 18-Jährige Max Verstappen als Dritter mit zur obligatorischen Pressekonferenz nach dem Zeittraining. Zunächst war er erster Verfolger der Silberpfeile. Ganz am Ende stellte sein erfahrener Teamkollege Daniel Ricciardo dann aber doch noch klar, wer der Herr im Haus bei Red Bull ist und verdrängte Verstappen auf Startplatz vier. Der junge Niederländer war erst vor dem Spanien GP zum Team befördert worden, im Austausch für Daniil Kvyat, der nach seinem Rambostart zuletzt in Russland zum B-Team Toro Rosso verbannt wurde.

Platz drei: Bei Daniel Ricciardo geht der Daumen hoch

"Ich wollte es heute einfach genießen und mit jeder Runde ein besseres Gefühl für das Auto kriegen. Das hat ganz gut geklappt", stellte Verstappen fest. An eine mögliche Fahrt auf das Podium am Sonntag wollte er aber noch nicht denken. "Wir sehen zwar in Sachen Pace stark aus, aber darüber brauchen wir noch nicht sprechen - erstmal will ich das Rennen beenden." Ricciardo zeigte sich erleichtert, seinen neuen Teamkollegen beim ersten Quali-Duell geschlagen zu haben: "Ich wusste, dass ich den Speed habe und es kann. Und ich wusste auch, wo ich die Zeit rausholen kann. Aber ich hatte nur eine Runde in Q3 - in der habe ich es dann zum Glück zusammengebracht."

Trotzdem hatte der Australier Lob für Verstappen übrig: "Max hat einen klasse Job gemacht. Für das Team ist es toll, dass wir in der zweiten Reihe stehen, vor beiden Ferraris. Ich hoffe wir können den dritten Platz auch morgen halten." Red-Bull-Teamchef Christian Horner sparte nicht mit Lob für seine beiden Fahrer. "Daniels Runde war ein Highlight. Vielleicht hat er davor etwas tiefgestapelt und dann pünktlich zum Schluss die Katze aus dem Sack gelassen", mutmaßte der Brite, der fand: "Auch Max war stark. Er ist in unser Auto reingesprungen und war von Beginn an schnell. Für sein erstes Quali mit uns ist es ein super Ergebnis."

Max Verstappen zeigte im Qualifying eine Top-Leistung

Red Bulls starke Form in Barcelona könnte auch ein Vorzeichen für die restliche Saison sein. Der Circuit de Catalunya gilt traditionell als richtungsweisend für den weiteren Verlauf des Jahres, da die Teams zum Start der Europa-Saison umfangreiche Updates mitbringen. Bei Motorenpartner Renault freute man sich daher über die starken Bullen. "Ich hoffe, dass sie das Gefühl haben, dass wir sie mit einem wettbewerbsfähigen Produkt ausstatten", streute Renault-Sportchef Cyril Abiteboul dem Partner Rosen. "Red Bull ist eine starke Kraft in der Formel 1, wir haben allen Grund, mit ihnen weiterzuarbeiten. Die Brücke zwischen uns war nie verbrannt", erklärte er mit Blick auf das in den letzten Jahren nicht immer ganz entspannte Verhältnis.

Eine böse Überraschung war die starke Form Red Bulls indes für Ferrari. Statt dem erhofften Angriff auf Mercedes fand sich die Scuderia zum Europa-Auftakt plötzlich nur als dritte Kraft auf der Zeitenliste wieder. Noch hinter seinem finnischen Stallkollegen Kimi Räikkönen fuhr Sebastian Vettel nur auf den sechsten Startrang. Entsprechend unzufrieden stelle Vettel fest: "Wir sind heute nicht so richtig in den Tritt gekommen. Unter den Bedingungen waren wir nicht gut genug."

Sebastian Vettel kam nicht über Startrang sechs hinaus

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, der unter enormem Druck von Konzernboss Sergio Marchionne steht, musste enttäuscht feststellen: "Irgendetwas ist bei beiden Fahrern schiefgelaufen. Wir müssen jetzt schnell herausfinden, was los war - denn heute Vormittag waren wir noch besser." Immerhin für das Rennen hat Ferrari-Star Vettel aber noch Hoffnung: "Heute waren wir nicht gut genug. Aber wenn wir schneller sind als die anderen, kommen wir morgen auch wieder nach vorne", sagte der Deutsche. Schwieriger wird das schon für seine Landsmänner Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein. Während der Force-India-Fahrer immerhin Elfter wurde, muss der Manor-Rookie als Vorletzter (21.) starten.

Ergebnis - Qualifikation Spanien GP 2016:

1. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:22,000 Min.
2. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:22,280
3. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:22,680
4. Max Verstappen (Niederlande) Red Bull 1:23,087
5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:23,113
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:23,334
7. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:23,522
8. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:23,643
9. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:23,782
10. Fernando Alonso (Spanien) McLaren Honda 1:23,981
11. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:24,203
12. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:24,348
13. Daniil Kvyat (Russland) Toro Rosso 1:24,445
14. Romain Grosjean (Frankreich) Haas 1:24,480
15. Kevin Magnussen (Dänemark) Renault 1:24,625
16. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Haas 1:24,778
17. Jolyon Palmer (England) Renault 1:24,903
18. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:24,941
19. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:25,202
20. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:25,579
21. Pascal Wehrlein (Worndorf) Manor 1:25,745
22. Rio Haryanto (Indonesien) Manor 1:25,939

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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