Nico Rosberg war bei den Longruns etwas schneller unterwegs als Lewis Hamilton

Formel 1: Hamilton im Training vorne

— 18.04.2014

Rosberg liegt in China auf der Lauer

Obwohl Lewis Hamilton im zweiten Freien Training Bestzeit fährt, erwischt Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg in Shanghai insgesamt den besseren Freitag.

Am Vormittag wurde Lewis Hamilton noch von einem Problem eingebremst, am Nachmittag fuhr der Brite dann aber doch wieder schneller als die gesamte Konkurrenz. Mit einer Zeit von 1:38.315 Minuten lieferte der Sieger der vergangenen beiden Rennen im zweiten Freien Training zum Grand Prix von China den schnellsten Umlauf das gesamten Tages ab. Zufrieden ist der Silberpfeil-Pilot aber trotzdem nicht.

"Es war nicht der einfachste Tag, denn wir hatten am Nachmittag einige Arbeit zu erledigen und mussten herausfinden, wo wir stehen", berichtet Hamilton und ergänzt: "Wir waren nicht so schlecht, aber wir wollen immer noch etwas besser sein. Also werden wir heute Nacht hart arbeiten, um noch einige Verbesserungen am Setup zu treffen."

Sein Team und er hätten heute "nicht viel" gelernt. Das Problem am Vormittag "hat uns auf dem falschen Fuß erwischt, denn man hat nicht so viele Runden zur Verfügung, also zählt jede einzelne. Im ersten Training kümmert man sich normalerweise um das Setup, und dann testet man es mit den frischen Reifen nochmal. Danach folgt ein Longrun mit diesem Setup."

Ferrari erster Verfolger?

Durch das Problem habe er dann etwas Zeit verloren. Möglicherweise ist das der Grund dafür, dass Teamkollege Nico Rosberg bei den Longruns im zweiten Freien Training minimal schneller zu sein schien. "Die Balance war nicht so, wie wir sie gerne gehabt hätten", berichtet Mercedes' Technischer Direktor Paddy Lowe gegenüber 'Sky Sports F1'.

Hamilton verspricht: "Wir werden heute Nacht alle Probleme beheben, damit wir morgen schnell sind." Rosberg fuhr im zweiten Training zwar nur die drittschnellste Zeit, ist aber trotzdem zuversichtlich: "Ich versuche, das Momentum aus dem Rennen in Bahrain mitzunehmen, und bei den Longruns sah ich ziemlich gut aus. Damit bin ich zufrieden, aber es liegt noch immer eine Menge Arbeit vor uns", erklärt der WM-Führende.

"Wir haben noch immer eine Menge Ideen, und ich war noch nicht ganz zufrieden mit der Balance. Aber es geht in die richtige Richtung", so der 28-Jährige. Einen Hauptkonkurrenten hat der Silberpfeil-Pilot auch schon ausgemacht: "Ferrari scheint heute nah dran zu sein. Wir müssen also weiter hart arbeiten", erklärt Rosberg, der aber gleichzeitig auch sagt, dass man die Italiener, trotz Alonsos Bestzeit im ersten Training, im Hinblick auf das Rennen "noch nicht sehr ernst" nimmt.

Reifen bereiten Rosberg Sorgen

Im Kampf um den Sieg könnten am Sonntag möglicherweise auch die Reifen eine entscheidende Rolle spielen. Gegenüber 'Sky' berichtet Rosberg, dass die Strecke in Schanghai die Vorderreifen extrem beansprucht, wodurch diese schneller als gewohnt kaputtgehen würden.

"Wenn das anfängt, dann verliert man komplett den ganzen Grip und hat nur noch Untersteuern", erklärt der gebürtige Wiesbadener und ergänzt: "Das ist eine komplett andere Herausforderung hier, und da muss ich mich jetzt komplett drauf einstellen. Im Qualifying ist das kein Problem, nur für das Rennen."

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