Mercedes-Pilot Lewis Hamilton hat in Singapur die schnellste Zeit gefahren

Formel 1: Hamilton im Training vorne

— 19.09.2014

Starke Konkurrenz in Singapur

Kein Selbstläufer beim Nachtrennen: Lewis Hamilton fährt Bestzeit im zweiten Training, aber vier Mercedes-Gegner sind vom Speed her in Schlagdistanz.



Lewis Hamilton sicherte sich die Freitagsbestzeit beim Grand Prix von Singapur . Der Brite wurde in der zweiten Session in 1:47.490 Minuten gestoppt und holte sich damit die Spitzenposition. Allerdings war die Dominanz von Mercedes bei weitem nicht so erdrückend wie zuletzt auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Monza.

Hamilton nahm Verfolger Fernando Alonso (Ferrari) in der schnelleren zweiten Session zwar 0,133 Sekunden ab, als auf superweichen Reifen die Bestzeiten gejagt wurden, doch Alonso schaffte seine Bestzeit erst im zweiten Versuch, als die Pirelli-Pneus nicht mehr optimal waren. Sein erster Versuch war wegen eines Fahrfehlers zu langsam. Aber: "Wenn er nicht den Fehler gemacht hätte, wäre er Bestzeit gefahren", ist Experte Marc Surer überzeugt.

Auch Nico Rosberg im zweiten Mercedes wäre wohl durchaus in der Lage gewesen, Hamilton von der Spitze zu verdrängen, aber der Deutsche musste seine schnellste Runde wegen einer roten Flagge abbrechen. Anschließend schenkte er sich die Zeitenjagd, sodass er nur als 13. der Freitagswertung übernachtet. Übrigens: Anfangs klagte Rosberg über "starkes Untersteuern", und auch Hamilton moserte: "Das Auto fühlt sich ziemlich übel an, da stimmt irgendetwas nicht."

Später kamen dann keine Beschwerden mehr, und so setzte sich Hamilton mit einer Longrun-Bestzeit von 1:52.2 Minuten auch in dieser am Freitag so wichtigen Wertung an die Spitze. Regelmäßig unter 1:53 Minuten fahren konnten sonst nur Rosberg, Alonso und Ricciardo, doch auch McLaren deutete Potenzial an. Im zweiten Freien Training belegte Kevin Magnussen den sechsten, Jenson Button den siebten Platz - mit weniger als einer Sekunde Rückstand.

Vierter wurde Kimi Räikkönen (Ferrari/+0,541), unmittelbar vor Sebastian Vettel (Red Bull), der mit gerade mal 32 Runden am Freitag weniger trainieren konnte als alle anderen. Der Vorjahressieger konnte nach seinem Motorschaden im ersten Training erst acht Minuten vor Schluss auf die Strecke gehen und dementsprechend keine Longruns trainieren. Zumindest gelangen ihm aber noch zwei flotte Supersoft-Runden, die ihn bis auf 0,251 Sekunden an Ricciardo heranbrachten.

Mit gut einer Sekunde Rückstand sicherten sich Sergio Perez (8.) und Nico Hülkenberg (9.) Top-10-Platzierungen, wobei teamintern der Mexikaner den stärkeren Eindruck hinterließ. Zehnter wurde Daniil Kwjat (Toro Rosso/+1,280), lediglich drei Hundertstelsekunden vor seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne. Adrian Sutil konnte sich im Vergleich zur ersten Session verbessern und landete am Ende auf dem 15. Rang. Sein Rückstand auf Hamilton: 1,680 Sekunden.

Für die einzige Unterbrechung der Session sorgte Pastor Maldonado (Lotus), der kurz vor Halbzeit in einer Linkskurve in die Barrieren rutschte und sein Chassis dabei stark beschädigte. "Da war er einfach zu schnell", urteilt Experte Surer. "Aber mit einem schlecht liegenden Auto passieren solche Fehler." Kritisches Kopfschütteln indes am Lotus-Kommandostand, schließlich war es nicht das erste derartige Missgeschick des Venezolaners in dieser Saison.

Enttäuschend die Freitags-Performance des Williams-Teams: Felipe Massa 17., Valtteri Bottas gar nur 18. - und auch bei den abschließenden Longrun-Tests keine auffälligen Zeiten. Auf die Spitze fehlten durchschnittlich zwei Sekunden. Ganz hinten war indes Marussia diesmal schneller als Caterham, trotz eines Turboschadens bei Max Chilton. Der Brite rollte deshalb kurz vor Schluss aus Sicherheitsgründen noch auf der Strecke aus.

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