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Formel 1: Hamilton im Training vorne

— 10.10.2014

Erste Ausfahrt in Sotschi

Lewis Hamilton drückt dem ersten Tag in Russland seinen Stempel auf: Deutliche Bestzeit im zweiten Training vor Kevin Magnussen (McLaren).

Lewis Hamilton hat die Ideallinie gesucht und gefunden, die Grenzen der Strecke in Sotschi ausgelotet und seinen Mercedes gebändigt. Am ersten Tag des Formel-1-Wochenendes in Russland war der britische WM-Leader der deutlich schnellste Mann. Bei besten Bedingungen auf dem neuen Rundkurs der Olympiastadt war Hamilton in 1:39.630 Minuten meilenweit vor der Konkurrenz. Auch Teamkollege Nico Rosberg (4./+0,912) sah am Freitag am Schwarzen Meer kein Land.

"Ich denke, es war gut", sagt der Mercedes-Star nach dem ersten Tag in Sotschi. "Ich fühle mich normalerweise auf neuen Strecken wohl und lerne sie schnell. Mit dieser Fähigkeit bin ich aufgewachsen. Das Auto hat sich heute sehr gut angefühlt, aber McLaren war ziemlich nah dran, was für alle nur positiv ist. Die Strecke bekommt schnell Grip hinzu, und man kommt gut in einen Rhythmus rein. Mir macht es Spaß."

Zu Beginn der Session hatte sich eine solche Dominanz von Hamilton nicht abgezeichnet. Die beiden Mercedes lieferten sich zunächst einen engen Kampf mit McLaren um die Bestzeit. Als nach rund 40 Minuten die weichere Soft-Mischung aufgezogen wurde, legten alle Teams teils erheblich nach. Hamilton leistete sich bei den ersten zwei Versuchen kleine Schnitzer, aber die dritte Runde passte perfekt - keine Chance für die Gegner.

Weiche Pneus halten überraschend lange

Futuristische Kulisse: Die F1 gab am Freitag erstmals auf dem neuen Kurs in Sotschi Gas

Insgesamt wurde deutlich, dass die weiche Mischung von Pirelli auf dem brandneuen Kurs recht haltbar ist. Nahezu alle Piloten konnten drei schnelle Umläufe realisieren. Nach kurzer Abkühlphase boten die Pneus immer wieder ordentlich Grip. Auch auf den Longruns schlugen sich die Softs gut. Über die Distanz war Hamilton nicht mehr ganz so deutlich an der Spitze. Auch Williams und McLaren konnten bei ihren Versuchen über rund 15 Runden starke Leistungen präsentieren.

"McLaren hatte im vergangenen Rennen schon eine gute Pace. Ich weiß nicht, was für einen Schritt sie hier gemacht haben, aber sie sehen gut aus. Allerdings werden wir sehen müssen, wie es morgen aussieht", blickt Hamilton mit Vorsicht auf die Konkurrenz aus Woking. Kevin Magnussen (2./+0,864 Sekunden) war zwar auf eine schnelle Runde der bessere der beiden McLaren-Piloten, aber Jenson Button (6./+1,0889 beeindruckte über die Distanz mit starkem Tempo.

Fernando Alonso gelang am Freitag ein kleines Glanzlicht für Ferrari. In 1:40.504 Minuten rangierte der Spanier am Ende des Tages auf Rang drei. Wie realistisch ist diese Position? Nicht allzu sehr. Alonso probierte einige Setups auf den harten Reifen, wechselte viel später als die Konkurrenten auf die Soft-Mischung, die anschließend bei verbesserten Bedingungen (mehr Gummi auf der Bahn) schnelle Runden fpr den Asturier zuließ.

Für Mercedes kommt neben McLaren wohl noch Williams als ernsthafter Gegner in Betracht. Valtteri Bottas, der am Morgen lange Zeit wegen einer defekten Heizdecke für die Reifen pausieren musste, zeigte sich in 1:40.573 Minuten auf Platz fünf. Der Finne war auf seinem Longrun annähernd auf dem gleichen Niveau wie Hamilton und Button. Felipe Massa brachte sein Fahrzeug nach technischen Problemen zu Beginn noch auf Rang sieben.

Red Bull langsam und mit Techniksorgen

Einen wenig beeindruckenden Tag zeigte Red Bull. Sebastian Vettel klagte über Probleme mit der Leistung und setzte seinen RB10 in 1:41.396 Minuten auf Rang neun. "Nicht schlecht. Wir wussten, was uns erwartet. Es war überraschend sauber heute", kommentiert Vettel. "Normalerweise muss man erst den ganzen Dreck runterfahren, aber das war nicht notwendig. Der Grip scheint gut zu sein, aber leider sind wir nicht so schnell, wie wir gerne sein würden."

Bei Teamkollege Daniel Ricciardo (13./+2,431) gab es am Ende gar keinen Vortrieb mehr. Der Red Bull rollte zehn Minuten vor dem Ende auf der Gegengeraden aus. Das havarierte Fahrzeug stand an ungünstiger Stelle, es kam Qualm aus dem Heck des RB10, die roten Flaggen wurden herausgeholt. Erst für die letzten drei Minuten wurde die Session noch einmal freigegeben.

"Das sollte kein allzu großes Problem darstellen. Es war ohnehin mein letzter Freitag mit diesem Motor. Das Triebwerk hat also am Ende seines Lebenszyklus den Dienst quittiert", berichtet Ricciardo von seinem frühen Aus. "Ich habe es ja fast noch geschafft, das Training komplett zu absolvieren, kein großes Problem also." Red Bull ist mit beiden Autos an der Obergrenze der jeweils erlaubten fünf Antriebselemente. Wer nun eine sechste Komponente nutzen muss, wird in der Startaufstellung versetzt.

Als schlechtestes Team aus der Riege der Mercedes-Partner zeigte sich Force India am ersten Tag Russland. Nico Hülkenberg (12./+2,047) wurde jedoch etwas unter Wert geschlagen. Der Deutsche konnte die frischen Softs nicht ausnutzen, weil ihm immer wieder kleine Fehler unterliefen. Auf dem Longrun sah man besser aus. Adrian Sutil (15./+2,603) war mehrfach auf der noch recht "grünen" Strecke in den Auslaufzonen. Der Sauber zeigte keine allzu gute Balance.

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