Rosberg, Hamilton & Ricciardo

Formel 1: Hamilton in Spanien vor Rosberg

— 10.05.2014

Vettel-Defekt in Q3

Mercedes war im Zeittraining von Spanien einmal mehr nicht aufzuhalten: Lewis Hamilton auf Pole vor Teamkollege Nico Rosberg – Daniel Ricciardo Dritter.

Nichts Neues beim Europa-Auftakt der Formel 1 in Barcelona: Mercedes bleibt in Höchstform – Lewis Hamilton und Nico Rosberg sicherten sich die erste Startreihe für den Großen Preis von Spanien. Knappe 0,168 Sekunden hatte der Brite auf Pole in seinem zweiten schnellen Versuch auf den deutschen WM-Führenden Vorsprung – zuvor hatte Rosberg in Q1 und Q2 die Nase vorne gehabt. Dementsprechend erfreut war Hamilton nach dem Zeittraining über das Resultat. „Heute war ein harter Arbeitstag, denn Nico ist das ganze Qualifying über sehr gut gefahren und ich wusste zunächst nicht, wo ich die Zeit herausholen soll“, zollte der Weltmeister von 2008 seinem Stallgefährten Respekt.

Rosberg hofft auf guten Start

Einmal mehr ganz vorne: Lewis Hamilton war im Qualifying von Barcelona erneut nicht zu schlagen

Hamilton: „Am Ende habe ich wirklich alles und sogar ein bisschen mehr aus dem Auto rausgequetscht.“ Einen großen Dank richtete der in der WM Zweitplatzierte an sein Team: „Unsere Entwicklung und die harte Arbeit aller ist eine Inspiration für mich. Diese Leistung, die wir derzeit haben, habe ich nie zuvor irgendwo erlebt. Ich bin überwältigt.“ Rosberg, der sich wie zuletzt knapp hinter seinem Teamkollegen einordnen musste, erklärte: „Ich bin natürlich ein bisschen enttäuscht, denn am Ende habe ich eigentlich eine gute Runde erwischt und dachte, ich kann ihn knacken. Lewis hat es aber noch besser gemacht.“ Rosbergs Lichtblick: „Es ist nur ein kleiner Rückstand. Ich brauche einen guten Start, dann bin ich wieder vorn.“ Für den Sonntag sei also noch „alles möglich. Wir müssen jetzt am Abend mit den Ingenieuren und bei der Abstimmung das Beste rausholen und dann morgen angreifen.“

Ricciardo bester Nicht-Mercedes

Hinter dem silbernen Top-Duo sicherte sich Daniel Ricciardo Startplatz drei. Der Red-Bull-Pilot hatte auf die Spitze aber schon über eine Sekunde Rückstand. Vierter wurde Valtteri Bottas im Williams, Lotus-Pilot Romain Grosjean sicherte sich hinter dem Finnen überraschend den fünften Platz. Die Ferraris von Kimi Räikkönen und Lokalmatador Fernando Alonso landeten auf den Plätzen sechs und sieben, Jenson Button (McLaren) und Felipe Massa (Williams) komplettierten die Top-9. Bitter endete das Qualifying hingegen für Weltmeister Sebastian Vettel. Der Heppenheimer musste seinen RB10 mit einem Defekt schon kurz nach dem Beginn von Q3 abstellen. „Es ist ein bisschen langweilig, denn dieses Wochenende ging schon genug kaputt“, quittierte Vettel seine erneuten Probleme mit Frust – bereits am Freitag hatte er wegen eines Wechsels des Kabelbaums fast das komplette Training versäumt.

Vettel gehen Gänge aus

Kam erneut ohne Auto zurück an die Box: Bei Sebastian Vettel läuft es in Spanien nicht rund

„Ich dachte erst, dass nur Gang zwei verloren ist und wollte die Runde erst so fahren. In Kurve eins hatte ich dann aber schon gar keine Gänge mehr und kam nicht mehr vorwärts“, erklärte der 26-Jährige sein vorzeitiges Aus, das zudem kurzzeitig die rote Flagge herausbrachte. Mit Blick auf die Performance sagte Vettel: „Heute war definitiv mehr drin als P10, aber aus Fahrersicht kann ich nicht viel machen, denn gestern wie heute waren Sachen das Problem, die nicht in meiner Hand liegen.“ Vettel zynisch: „Lieber hätte ich mich gedreht, dann wüsste man wenigstens woran es lag.“ Im Moment sei es nicht einfach, so der Deutsche, der aber anfügte: „Morgen ist noch alles drin. Ich hoffe es gibt keinen Folgeschaden und, dass das Getriebe in Ordnung ist – nicht, dass wir noch mehr Plätze als Strafe eingeschenkt bekommen.“

Hülkenberg Elfter - Sutil auf P17

Den Sprung in die Top-10 gleich ganz verpasst hatte Nico Hülkenberg, der sich als Elfter trotzdem eine Position vor seinem Stallkollegen Sergio Perez für den Grand Prix am Sonntag qualifizierte. Für eine Schrecksekunde in Q1 sorgte Pastor Maldonado, der seinen Lotus bereits nach wenigen Minuten am Ausgang von Kurve drei in der Mauer versenkte und damit die erste rote Flagge des Tages herausbrachte. Wenig besser lief der erste Abschnitt auch für Adrian Sutil – der vierte Deutsche im Bunde musste im Sauber als 17. schon nach dem ersten Qualifying-Segment die Segel streichen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Getty Images

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