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Formel 1: Hamilton mit Freitagsbestzeit

— 22.08.2014

Mercedes kommt am besten aus der Sommerpause

Keine Überraschung in Spa: Mercedes ist auch nach dem Sommerurlaub vorne - Sebastian Vettel wird erneut von Technik-Problemen heimgesucht.



Vier Wochen Sommerpause konnten offenbar nichts daran ändern, dass Mercedes in der Formel-1-Saison 2014 den Ton angibt. Denn auch im Freitagstraining zum Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps standen nach insgesamt drei Stunden Fahrzeit die beiden Silberpfeile ganz vorne - und zwar sowohl auf eine schnelle Runde als auch auf die Longruns.

Tagesschnellster war unterm Strich Lewis Hamilton mit einer Bestzeit von 1:49.189 Minuten. Der Brite hängte damit seinen Teamkollegen Nico Rosberg um 0,604 Sekunden ab. Anders sah es aus, als in der letzten halben Stunde mit viel Benzin und nicht mehr ganz so frischen Reifen für das Rennen geübt wurde. Da wurde Rosberg in 1:54.3 Minuten gestoppt, was ihm die Spitze des inoffiziellen Longrun-Klassements bescherte, eine Zehntelsekunde vor Hamilton.

"Das Auto fühlte sich gut an", sagt Hamilton. "Es lief am Morgen ganz gut und am Nachmittag auch. Dennoch gibt es im Hinblick auf morgen noch etwas Arbeit zu erledigen." Wer diesmal die Mercedes-Gegner sind, wagt er noch nicht vorherzusagen: "Ich habe noch gar nicht genau geschaut, wer nun wo steht. Am Morgen hatte ich den Eindruck, dass Ferrari relativ schnell ist. Red Bull soll auf den Longruns gut sein, habe ich gehört."

Starke Longrun-Zeit von Massa

Genau zwischen den beiden Mercedes klassierte sich Felipe Massa mit einer Longrun-Zeit von 1:54.3 Minuten, praktisch gleichauf mit Rosberg. Absolut gesehen fehlten dem Williams-Piloten 1,138 Sekunden auf Hamiltons Bestmarke, was ihm den vierten Platz einbrachte. Dritter wurde Fernando Alonso (+0,741), aber die hängenden Köpfe bei Ferrari deuten darauf hin, dass die Tanks alles andere als voll waren, was das gute Ergebnis verzerren würde.

"Ich habe den Ferrari nicht so weit vorne erwartet", analysiert Experte Marc Surer. "Auch wenn sie ein bisschen leichter waren - das werden wir erst morgen sehen -, war das stark von Alonso. Ich hätte eher Williams so weit vorne gesehen." Das britische Team war aber auch gut unterwegs, denn neben Massa auf Platz vier landete Valtteri Bottas (+1,488) auf dem sechsten Rang, nur knapp hinter McLaren-Routinier Jenson Button (+1,470).

Dabei lief bei Bottas nicht alles rund, denn wegen eines defekten Sensors konnte er das Potenzial seines Williams-Mercedes-Pakets beim Hochschalten nicht voll ausschöpfen. Unzufrieden auch sein Landsmann Kimi Räikkönen: Der "Iceman" klagte über Fehlzündungen des Ferrari-Motors und fuhr weder eine schnelle Qualifying-Simulation noch einen echten Longrun. So wurde er am Ende mit 3,045 Sekunden Rückstand 15.

Vettel zum Zuschauen verdammt

Immer noch besser als Sebastian Vettel (Red Bull), der wegen eines Motorwechsels gar nicht erst auf die Strecke gehen konnte. Seine Vormittags-Zeit brachte ihm immerhin Platz 17 in der Freitagswertung ein. Teamkollege Daniel Ricciardo war mit 35 Runden das Kilometer-Schlusslicht in den Top 10 (wegen Bremsproblemen), sicherte sich mit 1,788 Sekunden Rückstand aber den achten Platz - und die wertlose Topspeed-Bestmarke durch Eau Rouge.

Auch Nico Hülkenberg (10./Force India/+ 1,888) kam nicht ohne Probleme über die Distanz, denn seinen letzten Longrun musste er wegen eines Luftverlusts in einem der Reifen (undichtes Ventil) abbrechen. Adrian Sutil (Sauber/+2,261) konnte sich im Vergleich zum Vormittag steigern und sicherte sich Platz zwölf. Für seinen Teamkollegen Esteban Gutierrez (18./4,766) war nach einem technisch bedingten Dreher in Blanchimont Schluss.

Guter Einstand von Lotterer bei Caterham

Erfreulich aus deutscher Sicht die Formel-1-Premiere von Andre Lotterer: Der 32-jährige Le-Mans-Sieger war am Vormittag sogar schneller als sein Caterham-Teamkollege Marcus Ericsson, und auf weichen Reifen fehlten ihm in der zweiten Session lediglich 43 Tausendstelsekunden auf den Schweden. "Ich hoffe, dass ich im dritten Training und im Qualifying nochmal einen drauflegen kann", wirkt Lotterer recht zufrieden.

Viel Häme in den sozialen Medien handelte sich übrigens Pastor Maldonado ein, als er vor Pouhon auf einem geraden Stück neben die Strecke kam, aber voll auf dem Gas blieb und seinen Lotus unweigerlich verschrottete. "Völlig unnötig. Sorry, aber das kann man nicht machen", kritisiert Experte Surer den Venezolaner. Maldonado musste sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht werden, scheint aber nicht schwer verletzt zu sein.

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