Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland Formel 1: Die besten Bilder aus Russland

Formel 1: Hamiltons neue Taktik

— 28.04.2017

Probleme aufs Auto schieben

Lewis Hamilton am Freitag in Russland oft neben der Strecke. Mercedes kämpft wieder mit den Reifen. Doch nicht nur der Brite sieht Ferrari im Vorteil.

Unglaubliche 159 von 159 bisher in Sotschi gefahrenen Rennrunden hat Mercedes angeführt. Nach den Trainingseindrücken am Freitag spricht jedoch vieles dafür, dass sich das am Sonntag ändert. „Heute war ein kniffeliger Tag“, lautete Lewis Hamiltons kurzes Fazit. „Wir arbeiten jetzt darin, es für morgen rumzureißen. Aber heute war der Ferrari definitiv am schnellsten. So wie sie es schon das ganze Jahr über sind.“ Klartext vom Briten!

Sky-Formel-1-Experte und Ex-Rennfahrer Marc Surer

Doch ist der Ferrari wirklich so viel schneller, wie es am Freitag auf dem Papier stand - oder übertreibt Hamilton? Für Sky-Formel-1-Experte Marc Surer jedenfalls scheint die Reaktion des Mercedes-Superstars ins Bild zu passen: „Es wird Hamilton gefallen, dass Sebastian Vettel mit Ferrari der Gegner ist und nicht mehr Teamkollege Nico Rosberg. Wenn Lewis jetzt verliert, kann er es aufs Auto schieben“, sagt der Schweizer. Dazu passt: Am Freitag war Bottas schneller als Hamilton, wenn auch nur 0,03 Sekunden.
So lief der Freitag in Sotschi: Vettel Schnellster

Fakt ist: Am Freitag taten sich Mercedes und insbesondere Hamilton schwer. Oft war der Brite neben der Strecke, einmal torpedierte er fast sogar Mercedes-Junior Pascal Wehrlein mit dessen Sauber. „In keiner Phase meiner Laufbahn hatte ich schwerer zu fahrende Autos“, sagt der dreifache Weltmeister dazu. Erneut im Fokus: Die Reifen. Hamilton: „Sie sind für uns auch hier wieder sehr schwer zum Arbeiten zu kriegen, egal auf welcher Runde.“

Hamilton war am Freitag mehrmals neben der Strecke

Was noch auffällt: Während sich Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen bei Ferraris Longruns hinsichtlich der verschiedenen Reifenmischungen abwechseln, fahren Hamilton und Bottas immer parallel mit der gleichen Mischung. Am Freitag sah es nicht danach aus, dass dieses System erfolgreich ist. Auf einer schnellen Runde fehlten Hamilton und Bottas, der wieder knapp schneller war als sein Teamkollege, circa eine halbe Sekunde - verschiedene Spritmengen mit einberechnet. Bei den Longruns sah es ähnlich aus. Marc Surer ist sich sicher: „Vorne ist Mercedes nicht. Ihre Zeiten heute waren nicht besonders beeindruckend.“

Obwohl Russland bisher Mercedes-Land war, könnte eine Streckencharakteristik in Sotschi neuerdings gegen die Silberpfeile wirken. Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Paul di Resta glaubt: „Der Radstand kann hier einen Unterschied machen!“ Mercedes hat 2017 bekanntlich den längsten (ABMS berichtete). Di Resta: „Gerade im letzten Sektor, mit den vielen langsamen Ecken, wird sich das auswirken. Der Ferrari scheint hingegen überall schnell und bringt die Reifen sofort zum Arbeiten. Die Fahrer fühlen sich deshalb viel wohler mit dem Auto.“

Autoren: Ralf Bach, Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung