Formel 1

Formel 1: Haryanto erster Indonesier

— 18.02.2016

Welche Nationen folgen als nächstes?

Rio Haryanto ist der erste indonesische F1-Pilot und das südostasiatische Land damit die 39. Nation, die einen WM-Fahrer stellt. Dabei wird es nicht bleiben.

Die Globalisierung macht auch vor der Formel 1 nicht Halt. Natürlich gab es schon immer Exoten in der Formel 1: In den 50er Jahren mischte der thailändische Prinz Bira die GP-Szene auf, der Rhodesier John Love (heutiges Gebiet von Simbabwe im südlichen Afrika) hätte 1967 um ein Haar den Großen Preis von Südafrika gewonnen und auch aus Uruguay kamen schon drei F1-Piloten (siehe Tabelle am Ende des Artikels).
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Neuling Haryanto herzt die indonesische Flagge

Die Asienexpansion des F1-Kalenders trägt so langsam Früchte. Russland ist in der Formel 1 spätestens seit Daniil Kvyat etabliert. Aus Indien versuchten sich zuletzt zwei Fahrer – und mit Force India gibt es sogar einen F1-Rennstall in indischen Händen. 2016 fährt nun also auch erstmals ein Indonesier in der Königsklasse mit.

Und welche Nation kommt als nächstes? Obwohl seit zwölf Jahren in China gefahren wird, schaffte es noch kein Rennpilot aus dem Reich der Mitte in die Formel 1. Mit Guanyu Zhou (16) könnte sich das in Zukunft ändern: Er wird 2016 für das deutsche Motopark-Team in der Formel-3-Europameisterschaft an den Start gehen und ist bereits Teil des Ferrari-Juniorenkaders. Die Zukunftsaussichten sind gut – der chinesische Markt ist für Ferrari wichtig. Auch sportlich läuft es gut: In der italienischen Formel 4 wurde er 2015 nur von Ralf Aron (17) geschlagen. Aron könnte als Este ebenfalls für eine Nationenpremiere im Grand-Prix-Sport sorgen.

Spaß mit Flaggen: Bei diesen Ladies kein Wunder

Geht es nach dem Talent, dann darf sich auch Zypern Hoffnungen machen. Tio Ellinas (24) überzeugte in den vergangenen Jahren in der GP3 und der Renault-World-Series-3.5. Aber: Bislang hat er für die Saison 2016 noch kein Cockpit ergattert – Geld ist in der Nachwuchsserie mitentscheidend. Während Finnland und Schweden einige F1-Sieger hervorbrachten gab es in 66 Jahren bislang noch keinen einzigen Norweger in der Formel 1. Dennis Olsen (19) war in den Nachwuchsserien viel versprechend unterwegs, wechselt als neuer Porsche-Junior jetzt aber in den GT-Sport.

Welches Land in der Geschichte der Formel 1 seit 1950 wie viele Piloten gestellt hat, sehen Sie in unserer großen Tabelle:
Die Formel-1-Fahrernationen
Nation Anzahl Fahrer
USA 152
Großbritannien 146
Italien 82
Frankreich 70
Deutschland 46
Brasilien 30
Schweiz 23
Argentinien 22
Belgien 20
Japan 17
Südafrika 17
Niederlande 15
Australien 14
Österreich 14
Spanien 13
Kanada 11
Schweden 10
Finnland 8
Neuseeland 8
Mexiko 6
Dänemark 4
Irland 3
Portugal 3
Rhodesien 3
Uruguay 3
Venezuela 3
Indien 2
Kolumbien 2
Marokko 2
Monaco 2
Russland 2
Chile 1
Lichtenstein 1
Malaysia 1
Polen 1
Thailand 1
Tschechien 1
Ungarn 1

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Getty Images

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