Die besten Bilder aus Japan

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Formel 1: Heimspiel für Honda

— 07.10.2017

McLaren wird zu Hondas Testträger

Fernando Alonso fährt im Quali zum Honda-Heimspiel in die Top-10. Obwohl er nach hinten muss, ist die Stimmung im Team kurz vor der Trennung besser.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert...

Seit Bekanntgabe der Trennung von McLaren und Honda ist die Stimmung im Krisenteam der Formel 1 wieder deutlich besser, die Erleichterung bei allen Beteiligten spürbar. Für die Briten geht es 2018 mit Renault weiter, für Honda mit Toro Rosso. Als „Hausmannskost statt anspruchsvoller Haute Cuisine“, hatte zuletzt Honda-Motorsportchef Masashi Yamamoto den Wechsel und die zukünftige Ausrichtung bezeichnet.

Bei Honda und McLaren hat man sich auf einmal lieb

Pünktlich zum letzten gemeinsamen Heimspiel in der zweiten McLaren-Honda-Ära haben sich die Partner aber noch einmal zusammengerauft. McLaren erfüllt den Japanern im wichtigen Rennen vor ihren Landsleuten sogar einen großen Wunsch: Honda will Suzuka als Test für das nächste Jahr nutzen, hat extra einen neuen Motor gebracht, der erprobt werden soll. Fernando Alonso kassiert für den Umbau 20 Strafplätze, muss den GP als Letzter aufnehmen.

McLaren wird damit zum Testträger für Honda! Ein letztes Zeichen guten Willens vom Traditionsrennstall, der von den möglichen Fortschritten selbst nicht mehr profitieren kann, wenn die drei Jahre dauernde Krisen-Ehe mit Honda beim Saisonfinale endet.

„Sehr schade, wie das alles gelaufen ist“, findet Weltmeister Nico Rosberg, der in Japan als TV-Experte fungiert. „Alle in der Formel 1 haben sich gefreut auf diese spezielle Kombination. Auch bei mir ist eine der ersten Kindheitserinnerungen, wie Ayrton Senna Ende der Achtziger in seinem McLaren-Honda durch den Tunnel rast.“ In der Neuzeit schaffte es die ehemals legendäre Paarung aber nur mit Motorschäden und Startplatzstrafen in die Schlagzeilen. „Leider hat es nicht geklappt“, sagt Rosberg.

Dieses Foto vom Teamdinner postete Fernando Alonso

Das sieht auch Fernando Alonso so - der Spanier hat wertvolle Jahre seiner Karriere in das Projekt investiert, bezeichnet es kurz vor der Trennung als „gescheitert“. Alonso: „Wir haben unsere Ziele, die sich jeder erhofft hat, nicht erreicht. Das ist schade und macht uns traurig.“ Der in den vergangenen Jahren zum internen Chefkritiker aufgestiegene Alonso findet aber auch Positives zum Abschied. „Wir sind immer noch stolz auf die Arbeit, die das Team trotz aller Schwierigkeiten geleistet hat. Gemäß der japanischen Mentalität hat hier niemand aufgeben.“

Passend dazu postete Alonso am Vorabend des Japan GP auf Instagram ein Foto von sich mit dem ganzen Team beim Abendessen. Doch trotz der warmen Worte: Abschiedstränen wird Alonso am Sonntag unter dem Helm trotzdem keine vergießen, wenn er zu seinem letzten Honda-Heimspiel aufbricht - mal wieder vom Ende des Feldes.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Instagram Fernando Alonso

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