Formel-1-Weltmeister-Comebacks

Formel 1: Hoffnung für Wehrlein

Zehn Deutsche feierten schon ein Comeback

Pascal Wehrlein ist nach zwei erfolgreichen Jahren aus der Formel 1 vorerst wieder raus. Aber der Deutsche darf hoffen: Comebacks sind gar nicht so unwahrscheinlich.
Pascal Wehrlein ist der große Verlierer auf dem Transfermarkt. Er hat 2016 für Manor und 2017 für Sauber die einzigen WM-Punkte geholt, seine Teamkollegen geschlagen und gute Rennen gezeigt. Und trotzdem ist er jetzt vorerst wieder raus aus der Königsklasse des Motorsports. Aber: Mit 23 Jahren ist er noch jung und die Statistik sagt: Comebacks sind in der Formel 1 gar nicht so unwahrscheinlich.

2012 kam Hülkenberg nach seinem Debütjahr 2010 zurück

Aus dem aktuellen Formel-1-Fahrerfeld kehrten fünf Piloten wieder zurück. Neben Nico Hülkenberg, Kevin Magnussen und Romain Grosjean auch die beiden Weltmeister Kimi Räikkönen und Fernando Alonso. Während Räikkönen 2010 und 2011 für sein Rallye-Abenteuer freiwillig pausierte, musste Alonso nach seinem Debüt-Jahr 2001 für Minardi ein Jahr als Testfahrer bei Renault ins zweite Glied, ehe er 2003 zum Stammpiloten befördert wurde.

Formel-1-Weltmeister-Comebacks

Und auch aus deutscher Sicht sind Comebacks keine Seltenheit. 47 Deutsche haben schon mindestens ein WM-Rennen bestritten, zehn von ihnen feierten eine Rückkehr in die Formel 1. Das berühmteste Comeback: Michael Schumacher 2010 für Mercedes.

Danner pausierte 1988 nach seinem Jahr bei Zakspeed und fuhr 1989 für Rial-Ford

Am öftesten kehrte Hans Herrmann zurück, die deutsche Sportwagen-Legende. 1955 war er im Mercedes-Aufgebot, setzte 1956 aus, fuhr 1957 aber einen Maserati für das Centro-Sud-Team. 1961 das zweite Comeback mit Porsche, 1966 fuhr er nochmals beim Deutschland-GP einen Brabham-Ford für das Team von Roy Winkelmann. Drei Comebacks hatte auch Edgar Barth (1957 nach drei Jahren, 1960 nach einem Jahr, 1964 nach drei Jahren). Wolfgang Seidel kehrte zwei Mal zurück (1958 nach vier Jahren, 1960 nach einer Saison).
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Bei drei Fahrern war das Comeback nur kurzfristig: Rolf Stommelen hatte 1976 mit RAM, Brabham und Hesketh drei Arbeitgeber, 1977 keinen mehr. 1978 folgte noch eine letzte Saison mit Arrows. Jochen Mass fuhr 1980 seine vorerst letzte Saison mit Arrows, kehrte 1982 nochmals für ein paar Rennen zu March zurück. Christian Danner pausierte 1988 nach seiner Saison für Zakspeed, fuhr 1989 dann noch ein Jahr im Rial-Ford. 

2008 fuhr Glock bei seinem Comeback für Toyota

Für Pascal Wehrlein ermutigender sind die Comebacks von Timo Glock, Nico Hülkenberg und Adrian Sutil. Denn sie fuhren danach noch mehr als ein Jahr Formel 1, gaben also nicht nur ein zweites, kurzes Gastspiel. Glock fuhr 2004 seine ersten Rennen für Jordan, musste dann aber sogar in die GP2, die zweite Liga zurück, ehe er 2008 bei Toyota andockte und noch fünf Jahre in der Formel 1 vor sich hatte. Adrian Sutil kehrte 2013 für dasselbe Team zurück, für das er zuletzt 2011 unterwegs war: Force India. Und Hülkenberg musste nach seinem Debüt-Jahr 2010 bei Williams Fahrern mit Geld weichen. 2012 feierte er bei Force India sein Comeback – und ist bis heute im GP-Sport.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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