Formel 1: Honda-Misere?

Testfahrten in Barcelona

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Formel 1: Honda in Not

— 07.03.2017

Trennung von Motortechniker

Honda hat auch heute wieder einen Motorschaden zu beklagen. Inzwischen haben sich die Japaner von Gilles Simon getrennt. McLaren erwgt keine Scheidung.

Honda kommt auch mit dem Beginn der zweiten Testwoche nicht in Fahrt. Stoffel Vandoorne absolvierte im McLaren-Honda 80 Runden. Nur Renault kommt auf weniger Umlufe. Und: Schon wieder ging ein Motor hoch. Vier Stunden dauerte der Wechsel der Antriebseinheit. Es ist bereits die fnfte, die nun im Heck des McLaren arbeitet. Zur Erinnerung: Nur vier Antriebseinheiten sind pro Fahrer in der Saison 2017 erlaubt. Bisher schaffte noch kein Honda-Motor wenigstens eine Renndistanz!
Testtag 5: So lief er

McLaren-Honda steht im Regen

Schlimmer noch: Honda fhrt nicht mal mit Vollgas! Die Topspeedwerte liegen 20 km/h unter denen der Konkurrenz. Aber: Honda hat auch keine neue Ausbaustufe nach Barcelona gebracht. Die soll erst spter kommen. McLaren-Rennleiter Eric Boullier bt sich in Optimismus: Nach auen scheint es kompliziert auszusehen. Aber intern sind zwei Probleme immer die gleichen. Wir wissen, dass wir das innerhalb krzester Frist lsen knnen. McLaren hofft auf ein Update schon beim Auftakt in Australien.

Honda hat inzwischen reagiert und sich von Gilles Simon getrennt. Der Brite sollte den Japanern als Berater unter die Arme greifen, immerhin hat er im Auftrag des Automobilweltverbandes die neuen Hybrid-Motorregeln ausgearbeitet. Die Trennung erfolgte angeblich in beidseitigem Einvernehmen.

Apropos Trennung: Dass sich McLaren von Honda lst, ist trotz zweier Pleitenjahre und dem desastrsen Testauftakt keine Option. Boullier dazu: Auch wenn es Schwierigkeiten gibt: Eine  Trennung ist absolut kein Thema. McLaren hat auch keine Alternativen zu Honda: Die Verbindung zu Mercedes ist in die Brche gegangen, mit Ferrari liefert sich McLaren seit Jahrzehnten eine bittere Fehde und bei Renault wrde man hinter dem Werksteam und Red Bull nur die dritte Geige spielen.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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