Die besten Bilder aus Silverstone

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Formel 1: Horror-Rennen für Vettel

— 10.07.2016

Dreher und Strafpunkte

Platz neun beim Großbritannien GP: Nur eine Woche nach dem Aus in Spielberg geht Sebastian Vettels Talfahrt mit Dreher und Strafe in Silverstone weiter.

Was für ein Horror-Wochenende für Sebastian Vettel in Silverstone: Nach einem schwachen Qualifying und einer Rückversetzung in der Startaufstellung um fünf Plätze wegen Getriebewechsels konnte es im Rennen für den Deutschen eigentlich nur besser werden. Doch es kam ganz anders: Nach einem Dreher und eine Strafe für das Abdrängen von Felipe Massa, die am Ende allerdings ergebnistechnisch ohne Folgen blieb, kam der vierfache Weltmeister auf einem trostlosen neunten Platz ins Ziel.

Vettel hatte Mühe den Ferrari auf der Strecke zu halten

Schon vor einer Woche in Österreich war Vettel nicht gerade vom Glück geküsst. Auch dort hatte er bereits eine Getriebestrafe erhalten, war im Rennen nach einem Reifenplatzer ausgefallen. Zwei magere Punkte aus den beiden letzten Rennen stehen für Vettel daher nur zu Buche. In der WM ist der Ferrari-Star nach Silverstone von Rang drei auf den fünften Platz abgerutscht! Hinter Teamkollege Kimi Räikkönen und Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo.

Die Laune des Heppenheimers war nach der Ernüchterung von Großbritannien dementsprechend. „Euch fehlt die Weitsicht. Ein Rennen, wo es nicht so läuft, und schon ist alles ganz schlecht“, raunzte Vettel die Reporter von RTL auf Grund kritischer Nachfragen an. „Heute war einfach nicht unser Tag, nicht unsere Bedingungen“, meinte Vettel. Der Regen spülte Ferrari weiter nach hinten. Aber auch einen Seitenhieb gegen Reifenausrüster Pirelli konnte sich Vettel nicht verkneifen. „Die Regenreifen sind gerade gut genug, um langsam hinter dem Safety-Car herzufahren“, lästerte der Deutsche.

Strafe für Abdrängen von Massa

Die Schuld für das schwache Abschneiden auf der Insel wollte er jedoch nicht woanders suchen, räumte ein: „Hier in Silverstone haben wir einen Rückschritt gemacht. Erstmals stimmte die Pace unseres Autos im Rennen wirklich nicht. Es war schwer zu fahren.“ Mehrmals landete Vettel am Sonntag neben der Strecke, besonders ein Dreher in Kurve eins kostete ihn viel Zeit. „Da haben wir eine Menge verloren, beziehungsweise die davor gewonnene Zeit wieder weggeschmissen. Denn die Strategie, früh reinzukommen, war richtig“, verteidigte Vettel Ferraris aggressive Reifentaktik. „Danach war es schwer zu überholen, wir waren nicht schnell genug, um vorbeizukommen.“ So musste Vettel gegen Felipe Massa volles Risiko gehen und schoss dabei übers Ziel hinaus.

Vettel steckte lange hinter Massa und Co. fest

Für sein Aufeinandertreffen mit dem Williams-Piloten brummten die Stewards Vettel eine Fünf-Sekunden-Strafe und zwei Strafpunkte auf. „Ich denke nicht, dass das nötig war“, zeigte sich Vettel unzufrieden über die Entscheidung. „Auch wenn es für ihn vielleicht anders aussah, aber ich wollte ihn nicht absichtlich rausdrücken. Ich hatte keinen Grip, habe das Heck verloren und bin weit rausgerutscht“, rechtfertigte sich der Heppenheimer. Massa wetterte indes: „Das war wie letztes Rennen bei Nico und Lewis! Ich bin außen und warte, dass er einlenkt. Hat er aber nicht“, verglich der Brasilianer die Aktion mit dem Crash der Silberpfeile in Spielberg.

Bei der Konkurrenz von Mercedes stellte man nach dem eigenen Sieg jedenfalls fest, dass von Ferrari in dieser Saisonphase erstmal keine Gefahr mehr ausgeht. „Sie haben ununterbrochen Ups and Downs“, meinte Niki Lauda, der Ferrari im Titelrennen abschreibt. „Um um die WM zu kämpfen, braucht man regelmäßig Punkte“, sagte der Österreicher. Landsmann Toto Wolff fügte hinzu: „Es sieht ganz so aus, als sei jetzt Red Bull unser Hauptgegner.“ Ex-Fahrer und Sky-Experte Martin Brundle forderte nach dem „Katastrophen-Rennen“ für Vettel derweil: „Ferrari muss jetzt mal ernsthaft über einiges nachdenken.“

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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