Formel 1: Testfahrten in Barcelona 2018

Formel 1: Hülkenberg über Halo

„Halo ist und bleibt grässlich“

Nicht nur den Fans ist er ein Dorn im Auge: Renault-Pilot Nico Hülkenberg schimpft trotz guter Sicht weiter über den Halo-Cockpitbügel.
Nico Hülkenberg wird auch bei den Testfahrten in Barcelona kein Fan vom neuen Formel-1-Cockpitbügel „Halo“. Nach seinen ersten Kilometern im neuen Renault R.S.18 und gut geschützt vom neuen Titanbügel erklärt der Renault-Pilot: „Ich würde mir wünschen, dass man den Halo wieder entfernt. Es macht für mich keinen Unterschied. Ich fühle mich im Auto mit Halo nicht sicherer.“
Immerhin: Die gute Sicht ist durch den Heiligenschein und seine Mittel-Stelze nicht beeinträchtigt. Hülkenberg: „Wenn man im Auto sitzt, schaut man immer 50 bis 100 Meter voraus. Daher stört er mich nicht - auch nicht, wenn ich durch die Kurven fahre. Ich kann problemlos die Scheitelpunkte sehen.“

Schöner wird die Formel 1 2018 mit Sicherheit nicht...

Genauso ist das Ein- und Aussteigen ist für den 1,86m-großen Piloten aus Emmerich kein Problem. „Das ist für mich ganz einfach. Ich bin ja größer als die meisten Fahrer und kann mit meinen langen Beinen besser raus- und reinspringen. Aber es hat jetzt mehr etwas von Rausklettern und es ist akrobatischer.“ Lustig: Kleinere Fahrer wie die Mercedes-Stars Valtteri Bottas und Lewis Hamilton nutzen ein Podest zum Einsteigen.
Für die Zukunft hofft Hülkenberg dennoch auf eine ästhetischere Lösung in puncto Cockpitschutz. „Halo ist und bleibt grässlich. Für dieses Jahr kann man es nicht mehr ändern. Aber für die Zukunft wird es hoffentlich Entwicklungen geben und andere Methoden, die optisch attraktiver aussehen, wie das Shield“, so Hülkenberg.

Autoren: Bianca Garloff, Alexander Warneke

Fotos: Picture-Alliance

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